Abtei lung II I
C-1246/2006
{T 0/2}
U r t e i l v o m 1 8 . S e p t e m b e r 2 0 0 9
Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz),
Richter Bernard Vaudan, Richter Andreas Trommer,
Gerichtsschreiber Daniel Grimm.
N._______,
vertreten durch lic.iur. Reto Caflisch,
Fankhauser Rechtsanwälte, Rennweg 10, 8022 Zürich,
Beschwerdeführer,
gegen
Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Schlussabrechnung.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-1246/2006
Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer, N._______ (geb. 3. April 1958, Bosnien und
Herzegowina), reiste am 7. Juni 1994 erstmals in die Schweiz ein und
stellte im Kanton Zürich ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbe-
willigung. Am 20. Juli 1994 kam er aufgrund eines Bundesratsbe-
schlusses vom 21. April 1993 für Personen mit letztem Wohnsitz in
Bosnien und Herzegowina in den Genuss der kollektiven vorläufigen
Aufnahme. Am 2. Juli 1995 gelangten seine frühere (und heute wieder)
Ehefrau und die drei gemeinsamen Kinder ebenfalls in die Schweiz
und ersuchten drei Tage später um Asyl. Das Asylgesuch wurde vom
damals zuständigen Bundesamt für Flüchtlinge (BFF; heute: BFM) am
29. September 1995 abgewiesen und die Wegweisung aus der
Schweiz angeordnet; wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvoll-
zugs wurden die nachgezogenen Angehörigen jedoch mit gleichem
Entscheid vorläufig aufgenommen. Gemäss den Bundesratsbeschlüs-
sen vom 3. April 1996 und 29. Januar 1997 wurde die kollektive vorläu-
fige Aufnahme für Personen aus Bosnien und Herzegowina wieder auf-
gehoben und die ganze Familie aufgefordert, das Land bis zum 31. Juli
1998 zu verlassen.
B.
Am 14. Juli 1998 stellte die Ehefrau für sich und ihre Kinder erneut ein
Asylgesuch; der Beschwerdeführer selber ersuchte gleichentags erst-
mals um Asyl. Die Asylgesuche wurden von der Vorinstanz mit Verfü-
gung vom 12. Februar 1999 abgewiesen, unter gleichzeitiger Anord-
nung der Wegweisung aus der Schweiz. Dagegen wurde ein Rechts-
mittel eingelegt. Während des Beschwerdeverfahrens liessen sich die
Eheleute am 31. März 1999 in Serbien scheiden, weshalb das Verfah-
ren der Familie in zwei separate Rechtsmittelverfahren aufgeteilt wur-
de. Mit Urteilen vom 17. Juli 2000 wies die Schweizerische Asylrekurs-
kommission (ARK) die Beschwerden ab. Am 7. März 2001 heiratete
der Beschwerdeführer eine Schweizer Bürgerin. Aufgrund der Heirat
erteilte ihm der Kanton Zürich daraufhin eine Aufenthaltsbewilligung.
C.
Im April 2000 informierte die Kantonspolizei Zürich die Asylkoordinati-
on Kloten darüber, dass der Beschwerdeführer, welcher wie die ganze
Familie von Beginn weg von der örtlichen Asylfürsorge unterstützt wor-
den war, in der Zeitspanne von Mitte 1996 bis Frühjahr 2000 ohne
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fremdenpolizeiliche Bewilligung für einen Transportunternehmer gear-
beitet hatte. Dies nahm die Sozialhilfebehörde der Stadt Kloten am
26. Mai 2000 zum Anlass, gegen den Beschwerdeführer und dessen
geschiedene Ehegattin wegen betrügerischer Erschleichung von Für-
sorgeleistungen im Umfang von Fr. 192'556.- Strafanzeige zu erstatten.
Das Bezirksgericht Bülach verurteilte die beiden am 30. Oktober 2001
wegen gewerbsmässigen Betrugs. Die II. Strafkammer des Oberge-
richts des Kantons Zürich bestätigte am 27. August 2002 die vorin-
stanzlichen Urteile. Dagegen gelangten der Beschwerdeführer und sei-
ne Ex-Frau mittels kantonaler Nichtigkeitsbeschwerde an das Kassa-
tionsgericht, welches die obergerichtlichen Urteile am 17. November
2003 wegen Verweigerung des rechtlichen Gehörs aufhob und zur
Neubeurteilung zurückwies. Das Obergericht des Kantons Zürich hielt
in seinem Urteil vom 21. Dezember 2004 am Schuldspruch und am
Strafmass (in Bezug auf den Beschwerdeführer 12 Monate Gefängnis
bedingt, bei einer Probezeit von zwei Jahren) fest.
D.
Für die im Strafverfahren adhäsionsweise geltend gemachten Rückfor-
derungen auf den Zivilweg verwiesen, verfügte die Sozialbehörde der
Stadt Kloten am 9. Februar 2006 gegenüber den früheren Ehegatten je
die Rückforderung von Fr. 192'556.-. Dagegen reichten sie am
13. März 2006 einzeln Rekurs beim Bezirksrat Bülach ein.
E.
Bereits zuvor, am 2. Februar 2005, war für den Beschwerdeführer ein
Sicherheitskonto eröffnet worden. In der Folge ermittelte die
Vorinstanz die aufgrund der nicht deklarierten Einkommen
geschuldeten Sicherheitsleistungen. Der entsprechende Betrag wurde
vom betreffenden Arbeitgeber zwischen Februar 2005 und Februar
2006 ratenweise auf das fragliche Sicherheitskonto Nr. [...] (lautend
auf N._______) überwiesen. Für seine Ex-Gattin führte die Vorinstanz
ein eigenes Sicherheitskonto.
Am 12. April 2006 sandte das BFM dem Beschwerdeführer den Ent-
wurf einer Schlussabrechnung über sein Sicherheitskonto zu. Bei ei-
nem Kontostand von Fr. 30'572.60 (geleistete Sicherheiten aus dem
erzielten Einkommen) wurden dem Kontoinhaber Fr. 192'556.- für un-
rechtmässig bezogene Fürsorgeleistungen und Fr. 6'282.20 für unge-
deckte Zahnarztkosten belastet, was einen Negativsaldo von
Fr. 168'165.60 (recte: Fr. 168'265.60) ergab. Wegen der offenen Forde-
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rung der Sozialbehörde der Stadt Kloten wurde auf die Ermittlung der
tatsächlichen Fürsorgekosten verzichtet. Der Beschwerdeführer mach-
te von der ihm eingeräumten Äusserungsmöglichkeit keinen Gebrauch.
F.
Am 21. Juni 2006 verfügte die Vorinstanz im Sinne des Abrechnungs-
entwurfs vom 12. April 2006. Das Sicherheitskonto Nr. [...] weise per
20. Juni 2006 einen Saldo von Fr. 30'572.60 auf. Die aus der Si-
cherheitsleistungspflicht zurückzuerstattenden Kosten seien auf
Fr. 192'556.-, zuzüglich Zahnbehandlungskosten von Fr. 6'282.20, fest-
zusetzen. Das Sicherheitskonto werde saldiert und der Saldo, zuzüg-
lich Zins, abzüglich Spesen, dem Bundesamt als anteilsmässige Rück-
erstattung an die verursachten Kosten überwiesen.
G.
Mit Rechtsmitteleingabe vom 14. Juli 2006 an das Eidgenössische
Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beantragt der Beschwerdefüh-
rer die Aufhebung der angefochtenen Verfügung; eventualiter sei der
Entscheid über die Festsetzung der aus der Sicherheitsleistungspflicht
zurückzuerstattenden Kosten bis zum Abschluss des beim Bezirksrat
Bülach hängigen Rechtsmittelverfahrens betreffend unrechtmässig be-
zogener Sozialhilfeleistungen zu sistieren. Zur Begründung lässt er
vorbringen, das BFM stütze sich hinsichtlich der rückerstattungspflich-
tigen Kosten einzig auf die bestrittene und von der Stadt Kloten in der
Zwischenzeit nach unten korrigierte Rückerstattungsforderung. Hinzu
komme, dass gemäss einem Grundsatzentscheid der Vorinstanz die
Kantone dem Bund, was unrechtmässig bezogene Fürsorgeleistungen
anbelange, wohl die effektiven Sozialhilfeaufwendungen zurückzuer-
statten hätten, jedoch maximal bis zur Höhe der abgerechneten Pau-
schalen. Weil in der angefochtenen Schlussabrechnung auf die Ermitt-
lung der Fürsorgekosten verzichtet worden sei, stehe im vorliegenden
Fall auch nicht fest, wie hoch die abgerechneten Pauschalen wären.
Schliesslich bestreite er, rückerstattungspflichtige Zahnbehandlungs-
kosten von Fr. 6'282.20 verursacht zu haben.
Dazu reichte der Kontoinhaber unter anderem den Beschluss der So-
zialbehörde Kloten vom 9. Februar 2006 und deren Vernehmlassung
vom 11. April 2006 im Rekursverfahren vor dem Bezirksrat Bülach ein.
In dieser Stellungnahme bezifferte die vorgenannte Behörde den
Rückforderungsbetrag auf nurmehr Fr. 156'012.-.
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H.
Mit verfahrensleitender Anordnung vom 18. Juli 2006 sistierte das
EJPD das Beschwerdeverfahren bis zur rechtskräftigen Erledigung des
hängigen zivilrechtlichen Verfahrens betreffend Rückerstattung un-
rechtmässig bezogener Fürsorgeleistungen.
I.
Auf Verlangen des zwischenzeitlich konstituierten Bundesverwaltungs-
gerichts orientierte der Parteivertreter am 9. Oktober 2007 über das
wenige Wochen zuvor abgeschlossene Zivilverfahren und legte seinen
Vorbringen den diesbezüglichen Entscheid des Verwaltungsgerichts
des Kantons Zürich vom 21. August 2007 bei. Demnach sind die Be-
schlüsse der Sozialbehörde der Stadt Kloten vom 9. Februar 2006 und
der Rekursentscheid des Bezirksrates Bülach vom 21. Dezember 2006
wegen Verjährung des zu Grunde liegenden Rückforderungsanspruchs
aufgehoben worden. Gestützt darauf ersuchte der Rechtsvertreter er-
neut um Gutheissung der Beschwerde vom 14. Juli 2006.
J.
Mit Zwischenverfügung vom 24. Oktober 2007 wurde das sistierte Be-
schwerdeverfahren betreffend Schlussabrechnung vom Bundesverwal-
tungsgericht wieder aufgenommen.
K.
Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 21. Februar
2008 die Abweisung der Beschwerde und führt ergänzend aus, der
strittige Anspruch des Bundes sei mangels Zumutbarkeit der Rücker-
stattung und wegen des Bestehens eines Sicherheitskontos – im Ge-
gensatz zur Rückforderung der Stadt Kloten gegenüber dem Be-
schwerdeführer und dessen Familie wegen unrechtmässig bezogener
Sozialhilfe – nicht verjährt. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des
Kantons Zürich vom 21. August 2007 lasse keinen Rückschluss auf die
fragliche Schlussabrechnung zu. Unter Bezugnahme auf die von der
Sozialbehörde Kloten auf Fr. 156'012.- reduzierte Rückforderungssum-
me hält sie zudem fest, aus verwaltungsökonomischen Gründen werde
auf den Erlass einer neuen Verfügung verzichtet, im Falle einer späte-
ren Rückerstattungsforderung des Bundes aber vom entsprechend tie-
feren Negativsaldo ausgegangen.
L.
Replikweise hält der Rechtsvertreter am 28. Mai 2008 am eingereich-
ten Rechtsmittel fest und schliesst auf Verjährung des Rücker-
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stattungsanspruchs der Vorinstanz. Der Eingabe legte er einen vom
26. November 2002 datierenden Brief der Vorinstanz an die Asylkoor-
dination Kloten sowie einen Auszug aus dem Sicherheitskonto seines
Mandanten vom 20. Juni 2006 bei.
M.
Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Verfügungen des BFM betreffend Schlussabrechnung über ein Si-
cherheitskonto unterliegen der Beschwerde an das Bundesverwal-
tungsgericht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR
142.31] i.V.m. Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgeset-
zes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat die bei Inkrafttreten des Ver-
waltungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidgenössischen Re-
kurs- oder Schiedskommissionen oder bei Beschwerdediensten der
Departemente hängigen Rechtsmittel übernommen. Für die Beurtei-
lung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das Ge-
setz nichts anderes bestimmt. Das Urteil ist endgültig (Art. 1 Abs. 2
VGG i.V.m. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.4 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zum vorliegen-
den Rechtsmittel legitimiert. Auf die frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde ist einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).
2.
2.1 Die angefochtene Verfügung stützt sich auf Art. 21a des Asylge-
setzes vom 5. Oktober 1979 (AS 1980 1718), zwei Normen der Asyl-
verordnung 2 über Finanzierungsfragen vom 22. Mai 1991 (AS 1991
1166) und Art. 14c Abs. 6 des inzwischen aufgehobenen Bundesge-
setzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Aus-
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länder (ANAG, BS 1 121) i.V.m. den damaligen Fassungen von Art. 85
– 87 AsylG (AS 1999 2284 f.) sowie einzelnen Bestimmungen der
Asylverordnung 2 über Finanzierungsfragen vom 11. August 1999
(AsylV2 [SR 142.312], AS 1999 2318) und der Verordnung vom 11. Au-
gust 1999 über den Vollzug der Weg- und Ausweisung von ausländi-
schen Personen (VVWA [SR 142.281], AS 1999 2254). Am 1. Januar
2008 trat das zweite Paket der Asylgesetzrevision vom 16. Dezember
2005 mit den entsprechenden Anpassungen des AsylG und der
AsylV2 in Kraft. Sie bringt im Bereich der Rückerstattung von Kosten
namhafte Neuerungen mit sich, insbesondere wird die bisherige Si-
cherheitsleistungs- und Rückerstattungspflicht durch eine sogenannte
Sonderabgabe ersetzt (vgl. Botschaft zur Änderung des Asylgesetzes
vom 4. September 2002, BBl 2002 6872 f. und 6893 f.). Absatz 1 der
Übergangsbestimmungen zur Änderung des Asylgesetzes vom
16. Dezember 2005 sieht vor, dass für die im Zeitpunkt des Inkrafttre-
tens dieser Gesetzesänderung hängigen Verfahren das neue Recht
zur Anwendung gelangt. Entsteht vor Inkrafttreten der Asylgesetzände-
rung vom 16. Dezember 2005 ein Zwischen- oder Schlussabrech-
nungstatbestand nach Art. 87 AsylG in der Fassung vom 26. Juni
1998, so erfolgen die Zwischen- oder Schlussabrechnung und die Sal-
dierung des Kontos gemäss Art. 126a Abs. 1 des Bundesgesetzes
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer
(AuG, SR 142.20) jedoch nach bisherigem Recht (zur Ablösung des
ANAG durch das AuG generell siehe BVGE 2008/1 E. 2 S. 2 ff.).
2.2 Der Beschwerdeführer hat mit der Heirat einer Schweizer Bürgerin
am 7. März 2001 Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung
erhalten, womit die Sicherheitsleistungs- und Rückerstattungspflicht
endete. Der Schlussabrechnungsgrund ist mit anderen Worten vor In-
krafttreten der Asylgesetzrevision vom 16. Dezember 2005 eingetreten
(Art. 126a Abs. 1 AuG, Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur Ände-
rung des Asylgesetzes vom 16. Dezember 2005 e contrario). Für die
materielle Beurteilung der Beschwerde vom 14. Juli 2006 ist daher auf
die altrechtliche Regelung abzustellen.
3.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes sowie, wenn nicht eine kantonale Behörde
als Beschwerdeinstanz verfügt hat, die Unangemessenheit gerügt wer-
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den (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend
gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist
grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl.
BGE 129 II 215 nicht publ. E. 1.2), wobei in der vorliegenden Streitsa-
che, wie oben dargetan, das alte Recht anwendbar bleibt.
4.
4.1 Soweit zumutbar, sind Fürsorge-, Ausreise- und Vollzugskosten
sowie die Kosten von Rechtsmittelverfahren zurückzuerstatten (Art. 85
Abs. 1 AsylG in der Fassung vom 26. Juni 1998). Asylsuchende und
Schutzbedürftige ohne Aufenthaltsbewilligung sowie vorläufig Aufge-
nommene sind verpflichtet, für die Rückerstattung dieser Kosten Si-
cherheit zu leisten. Zu diesem Zweck führt der Bund Sicherheitskonti,
auf welche die jeweiligen Arbeitgeber maximal zehn Prozent des Er-
werbseinkommens der betreffenden Personen zu überweisen haben
(vgl. Art. 86 Abs. 1 und 2 AsylG sowie Art. 11 Abs. 1 AsylV2 in den
ehemaligen Fassungen, Art. 14c Abs. 6 ANAG und der bis zum 31. De-
zember 2007 gültig gewesene Art. 22 Abs. 1 VVWA [AS 1999 2254]).
4.2 Wird eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, so erstellt die Vorinstanz
eine Abrechnung, in welcher der Saldo des Sicherheitskontos den
rückerstattungspflichtigen Kosten gegenübergestellt wird (Art. 14c
Abs. 6 ANAG sowie der inzwischen aufgehobene Art. 22 Abs. 1 VVWA
i.V.m. den alten Fassungen von Art. 87 Abs. 1 AsylG und Art. 17 Abs. 2
AsylV2).
5.
5.1 Der Beschwerdeführer hielt sich vom 7. Juni 1994 bis zum 15. De-
zember 1997, ab dem 20. Juli 1994 unter dem Status der kollektiven
vorläufigen Aufnahme, erstmals in der Schweiz auf. Mangels Erwerbs-
einkommens oder anderweitigen Vermögens wurde für ihn kein Sicher-
heitskonto errichtet. Grundsätzlich unterstand er als vorläufig aufge-
nommener Ausländer aber bereits damals der Sicherheitsleistungs-
und Rückerstattungspflicht (zum Ganzen siehe Urteil des Bundesver-
waltungsgerichts C-1232/1233/2006 vom 15. Juni 2007 E. 3.2 mit Hin-
weisen oder Urteil des Bundesgerichts 2A.242/2001 vom 26. Oktober
2001 E. 4b). Rund 20 Tage nach der vorübergehenden Rückkehr in
sein Heimatland (Informationsreise) gelangte der Beschwerdeführer
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am 5. Januar 1998 erneut in die Schweiz. Am 14. Juli 1998 ersuchte er
nachträglich um Asyl. Dieses Gesuch wurde von der ARK am 17. Juli
2000 in zweiter Instanz rechtskräftig abgewiesen. Während der ge-
samten Dauer des Asylverfahrens und bis zum Erhalt einer Aufent-
haltsbewilligung zwecks Verbleibs bei der Schweizer Ehefrau am
7. März 2001 war er wiederum sicherheitsleistungs- und rückerstat-
tungspflichtig. Nachdem das Strafverfahren betreffend gewerbsmässi-
gen Betrugs mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom
21. Dezember 2004 seinen Abschluss gefunden hatte (vgl. Ziff. C vor-
stehend), eröffnete die Vorinstanz für den Beschwerdeführer am
2. Februar 2005 erstmals ein Sicherheitskonto. Dem fraglichen Konto
schrieb sie die nachträglich vom Arbeitgeber erhältlich gemachten Si-
cherheitsleistungen gut und belastete es mit den unrechtmässig bezo-
genen Sozialhilfegeldern und den Zahnbehandlungskosten.
5.2 Unbestritten ist vorliegend die Höhe der auf dem Sicherheitskonto
Nr. [...] sichergestellten Beträge (Ziff. 1 der Schlussabrechnung).
Ebenfalls nicht in Abrede gestellt wird vom Parteivertreter, dass sein
Mandant in den massgeblichen Zeitabschnitten der Sicherheits- und
Rückerstattungspflicht unterstand. Umstritten ist jedoch, ob bzw. in
welchem Umfang die verursachten Kosten zurückzuerstatten sind (Ziff.
2 der Schlussabrechnung). Anfänglich wurde hierzu seitens des Be-
schwerdeführers eingewendet, die unrechtmässig bezogenen Fürsor-
geleistungen beliefen sich auf Fr. 156'012.- und nicht auf Fr. 192'556.-,
wobei besagte Aufwendungen höchstens bis zur Höhe der maximal
zulässigen Pauschalen rückerstattungspflichtig seien. Nach Vorliegen
des Entscheids des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom
21. August 2007 bringt er nun vor, der Anspruch auf Rückerstattung
sei verjährt. Die relative einjährige Verjährungsfrist von Art. 85 Abs. 3
AsylG (in den nachfolgenden Erwägungen sind mit Blick auf Art. 85 –
87 AsylG stets die bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fas-
sungen gemeint) habe spätestens am 19. November 2002 mit der
Kenntnisnahme des Rückforderungsanspruchs durch die Vorinstanz zu
laufen begonnen, die Verjährung sei am 2. Februar 2005, dem Zeit-
punkt der Kontoeröffnung, somit längst eingetreten gewesen. Die Vor-
instanz nimmt ebenfalls auf Art. 85 ff. AsylG Bezug und argumentiert,
unter den konkreten Begebenheiten habe die Rückerstattungsforde-
rung mangels Zumutbarkeit der Rückzahlung vor der Eröffnung des Si-
cherheitskontos gar nicht verjähren können.
Seite 9
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6.
6.1 Anders als im zivilrechtlichen Verfahren betreffend Rückerstattung
unrechtmässig bezogener Sozialhilfeleistungen (siehe wiederum den
vorgenannten Entscheid des Zürcher Verwaltungsgerichts) sind Art. 85
ff. AsylG hier auf den Beschwerdeführer direkt anwendbar. Art. 85 Abs.
1 AsylG bestimmt, dass Fürsorge-, Ausreise- und Vollzugskosten so-
wie die Kosten des Rechtsmittelverfahrens, soweit zumutbar, zurück-
zuerstatten sind. Nach Art. 85 Abs. 3 AsylG verjährt der Anspruch auf
Rückerstattung ein Jahr, nachdem die zuständige Behörde davon
Kenntnis erhalten hat, in jedem Fall aber zehn Jahre nach seiner Ent-
stehung. Die Verjährung ruht, solange ein Sicherheitskonto nach
Art. 86 Abs. 2 AsylG besteht. Hervorzuheben wäre an dieser Stelle,
dass Sozialhilfeleistungen gemäss Art. 85 Abs. 1 AsylG nur unter der
Voraussetzung der Zumutbarkeit zurückzuerstatten sind (zur ausdrück-
lichen Einführung der Zumutbarkeit als allgemeiner Voraussetzung des
Rückerstattungsanspruchs in Art. 85 Abs. 1 AsylG und der damit ver-
bundenen übergangsrechtlichen Problematik vgl. Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts C-1239/2006 vom 14. Dezember 2007 E. 5.2.1 u.
5.2.2 je mit Hinweisen).
6.2 Wie eben erwähnt, untersteht der Anspruch auf Rückerstattung
zwei verschiedenen Verjährungsfristen, einer relativen einjährigen
Frist, die beginnt, sobald die Behörde Kenntnis vom Rückerstattungs-
anspruch erhält, und einer absoluten zehnjährigen Frist, die durch die
Entstehung des Anspruchs ausgelöst wird (Art. 85 Abs. 3 AsylG). Bei-
de Fristen setzen das Bestehen eines Anspruchs voraus, verstanden
als die rechtliche Befugnis des Gemeinwesens, von der pflichtigen
Person die Rückerstattung bezogener rückerstattungspflichtiger Leis-
tungen zu verlangen. Die Forderung auf Rückerstattung muss mit an-
deren Worten bestehen und fällig sein (vgl. Art. 130 Abs. 1 des Obliga-
tionenrechts vom 30. März 1911 [OR, SR 220]). An der Voraussetzung
der rechtlichen Befugnis gebricht es, wenn und solange es der einst-
mals unterstützten Person gemäss Art. 85 Abs. 1 AsylG nicht zugemu-
tet werden kann, die bezogenen Leistungen zurückzuerstatten und sie
demzufolge zur Rückerstattung nach ausdrücklichem Wortlaut des Ge-
setzes auch nicht verpflichtet ist. Die fehlende Zumutbarkeit der Rück-
erstattung hemmt mithin den Beginn der Verjährungsfrist und zwar un-
abhängig davon, ob die Zumutbarkeit als Suspensivbedingung be-
trachtet wird, die für das Entstehen der Rückerstattungsforderung
konstitutiv wirkt, oder als Fälligkeitskriterium, das den Erfüllungszeit-
punkt hinausschiebt (siehe Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
Seite 10
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C-1239/2006 vom 14. Dezember 2007 E. 6.2). Dass die Unzumutbar-
keit der Rückerstattung nach gängiger Praxis einen Verjährungsstill-
standsgrund darstellt bzw. den Beginn der Verjährungsfrist hemmt, ist
dem Beschwerdeführer bekannt und wird in der Replik anerkannt.
6.3 Die Vorinstanz hat die Zumutbarkeit in der Vernehmlassung als
nicht gegeben und den Rückerstattungsanspruch des Bundes folglich
als nicht verjährt betrachtet. Der Einwand des Rechtsvertreters, das
BFM hätte ab dem 19. November 2002 von der Forderung der Sozial-
behörde der Stadt Kloten Kenntnis haben müssen, erweist sich als un-
behelflich, ist im dargelegten Kontext doch nicht der Zeitpunkt der
Kenntnisnahme von der Forderung massgebend sondern derjenige der
Zumutbarkeit der Rückerstattung. Wohl wusste die Vorinstanz damals
davon, dass der Beschwerdeführer von 1996 bis im Frühjahr 2000 So-
zialhilfe bezogen hat, sie konnte wegen des hängigen Strafverfahrens
jedoch nicht erkennen, unter welcher Position („unrechtmässig bezo-
gene Fürsorgeleistungen“, „für die Dauer des Asylverfahrens“ oder „für
die Dauer der vorläufigen Aufnahme“) die fraglichen Bezüge einem all-
fällig zu eröffnenden Sicherheitskonto zu belasten gewesen wären.
Selbst wenn sie die Höhe der während der vorläufigen Aufnahme und
des Asylverfahrens verursachten Kosten hätte feststellen können,
wäre dies nach dem Gesagten für sich alleine nicht entscheidend,
wenn es zu beurteilen gilt, ob die einjährige Verjährungsfrist von
Art. 85 Abs. 3 AsylG ausgelöst wurde. Dargetan werden müsste viel-
mehr, dass und zu welchem Zeitpunkt es dem Kontoinhaber erstmals
zumutbar war, die von ihm verursachten rückerstattungspflichtigen
Kosten zurückzuerstatten (zu den Anforderungen an die Zumutbarkeit
vgl. beispielsweise FELIX WOLFFERS, Grundriss des Sozialhilferechts,
Bern 1993, S. 178 f.). Die Beweislast dafür trägt nach der allgemeinen
Regel von Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. De-
zember 1907 (ZGB, SR 210) der Beschwerdeführer, denn er ist es, der
aus dem Beginn der Verjährung Rechte ableitet.
6.4 Wie aus dem Sachverhalt hervorgeht, ist der Beschwerdeführer
von 1996 bis 2000 einer illegalen Erwerbstätigkeit nachgegangen und
hat in dieser Periode trotz besagter Einkünfte regelmässig die vollen
Fürsorgeleistungen weiterbeansprucht. Weil er ohne Bewilligung gear-
beitet hat, waren die diesbezüglichen Arbeitsverhältnisse (im Nachhin-
ein konnten zwei Arbeitgeber eruiert werden) der Vorinstanz nahelie-
genderweise nicht bekannt und es konnte kein Sicherheitskonto eröff-
net werden. Am 26. Mai 2000 reichte die Sozialbehörde der Stadt Klo-
Seite 11
C-1246/2006
ten daraufhin Strafanzeige ein. Nach allgemeinen fürsorgerechtlichen
Grundsätzen werden Sozialhilfeleistungen [gänzlich] rückzahlbar,
wenn sie durch unwahre oder unvollständige Angaben erwirkt worden
sind (FELIX WOLFFERS, a.a.O., S. 181). Mit dem rechtskräftigen
Abschluss des Strafverfahrens betreffend gewerbsmässigen Betrugs
stand für das BFM verbindlich fest, dass der Beschwerdeführer zu
Unrecht Leistungen der öffentlichen Hand bezogen hat. Dies war
indessen erst Ende 2004 der Fall (siehe dazu Urteil des Obergerichts
des Kantons Zürich vom 21. Dezember 2004). Bereits am 2. Februar
2005 wurde danach ein Sicherheitskonto eröffnet und mit nachträglich
geleisteten Sicherheiten aus den illegalen Arbeitsverhältnissen
gespeist. Die Kontoeröffnung führte aber dazu, dass die
Verjährungsfristen ruhten (Art. 85 Abs. 3 Satz 2 AsylG).
6.5 Schliesslich bleibt zu prüfen, ob auf Seiten des Beschwerdefüh-
rers schon in der Zeit vor der Erledigung der strafrechtlichen Angele-
genheit Mittel vorhanden gewesen wären, um die erhaltenen Unter-
stützungen zurückzuzahlen. Unter den erläuterten Umständen brauch-
te die Vorinstanz die Zumutbarkeit nicht nachzuprüfen, sondern sie
durfte auch für den Zeitraum von 2000 bis Ende 2004 ohne weiteres
von einer bestehenden Unzumutbarkeit der Rückerstattung ausgehen,
ohne ergänzende Abklärungen durchführen zu müssen. Zum einen
war der Beschwerdeführer aufgrund der Offenlegungspflicht (Art. 86
Abs. 4 AsylG) ohnehin gehalten, den Asylbehörden von sich aus jegli-
ches angehäuftes Vermögen bekannt zu geben, zum andern erscheint
aufgrund der Rückforderungssumme illusorisch, dass der Kontoinha-
ber damals über entsprechende, zur Deckung der Forderungen ausrei-
chende Mittel verfügte. Dass der Beschwerdeführer Rückerstattungen
hätte leisten können, wird denn zu Recht nicht behauptet. Dass die
Verjährung mehr als ein Jahr vor der Eröffnung des Sicherheitskontos
zu laufen begann, muss daher vernünftigerweise ausgeschlossen wer-
den.
7.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Forderung auf Rückerstattung
der unrechtmässig bezogenen Fürsorgeleistungen nicht verjährt, aber
aufgrund der überarbeiteten Zusammenstellung der Sozialbehörde der
Stadt Kloten auf Fr. 156'012.- herabzusetzen ist. Hinzu kommen die
Zahnarztkosten. Dass der Beschwerdeführer rückerstattungspflichtige
Zahnbehandlungskosten verursacht hat, ist entgegen seiner Darstel-
lung aktenmässig erstellt. Er unterlässt es, Unterlagen einzureichen,
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um Gegenteiliges zumindest glaubhaft zu machen. Gemäss den obi-
gen Ausführungen beziffern sich die ausgerichteten Fürsorgeleistun-
gen folglich neu auf Fr. 162'294.20 (Fr. 156'012.- an zu Unrecht
bezogener Sozialhilfe, zuzüglich Zahnbehandlungskosten von Fr.
6'282.20). Dementsprechend ist Ziffer 2 der Schlussabrechnung zu
korrigieren.
8.
Trotz der Reduktion des Totals der zu erstattenden Sozialhilfekosten
ergibt die Gegenüberstellung mit den aus dem Erwerbseinkommen ge-
leisteten Sicherheiten (laut Vernehmlassung Fr. 30'634.90) nach wie
vor einen Negativsaldo. Dieser reduziert sich jedoch von
Fr. 168'265.60 auf Fr. 131'659.30. Gemäss gängiger Praxis ist ein Ne-
gativsaldo nur zurückzuerstatten, wenn der Kontoinhaber zu Vermögen
kommt, das nicht aus Erwerbseinkommen stammt (vgl. die diesbezüg-
lichen Erläuterungen im Entwurf der Schlussabrechnung vom 12. April
2006). Insoweit bleibt die Rechtsposition des Beschwerdeführers tan-
giert (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-4064/2007 vom
6. Mai 2009 E.6 und C-1518/2007 vom 5. September 2008 E. 6) und
seine Beschwerde ist im Sinne der Erwägungen teilweise gutzu-
heissen.
9.
9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens, das einem weitgehenden
Unterliegen entspricht, wären dem Beschwerdeführer grundsätzlich re-
duzierte Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 zweiter Satz
VwVG). In Anwendung von Art. 1, Art. 2 und Art. 4 (Streitwertrahmen)
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR
173.320.2) sind die Verfahrenskosten auf Fr. 2000.- zu bestimmen,
wobei bei deren Festsetzung dem mehrheitlichen Unterliegen sowie
dem Umstand Rechnung zu tragen ist, dass das Verhalten des
Beschwerdeführers (Nichtreaktion auf den Abrechnungsentwurf vom
12. April 2006 als Verletzung einer verfahrensrechtlicher Obliegenheit)
im Wesentlichen kausal für das vorliegende Verfahren und dessen
Ausgang war.
9.2 Soweit der vorliegende Verfahrensausgang einem teilweisen Ob-
siegen gleichkommt, hätte der Beschwerdeführer grundsätzlich An-
spruch auf die Zusprechung einer gekürzten Entschädigung für die
ihm erwachsenen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten
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(Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 und 4 VGKE). Die Vorausset-
zungen hierzu sind nicht gegeben, hat der Beschwerdeführer die ein-
getretene Situation, wie eben erwähnt, doch selber zu vertreten.
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutge-
heissen.
2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.- werden dem Beschwerdeführer
auferlegt und mit dem 29. Oktober 2007 geleisteten Kostenvorschuss
von Fr. 700.- verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 1'300.- ist innert
30 Tagen nach Versand des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Ge-
richtskasse zu überweisen.
3.
Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. [...] retour)
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Antonio Imoberdorf Daniel Grimm
Versand:
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