Abtei lung II I
C-1412/2010
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U r t e i l v o m 2 9 . S e p t e m b e r 2 0 1 0
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Vito Valenti,
Richter Johannes Frölicher,
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.
X._______, Türkei,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Paul Rechsteiner,
Oberer Graben 44, 9000 St. Gallen,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
IV (Rente).
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-1412/2010
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA)
gemäss Ankündigung im Vorbescheid vom 24. September 2009 mit
Verfügung vom 26. Januar 2010 die Invalidenrente von X._______ mit
Wirkung ab 1. April 2010 aufgehoben hat;
dass X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch
Rechtsanwalt Paul Rechsteiner, gegen die Verfügung vom 26. Januar
2010 am 8. März 2010 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht
erhoben hat;
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung
mit Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über
die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG
zuständig ist;
dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist;
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht
(Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG) und der einverlangte Kostenvor-
schuss fristgerecht geleistet wurde und somit auf die Beschwerde ein-
zutreten ist;
dass die IVSTA mit Vernehmlassung vom 6. September 2010 unter
Hinweis auf die medizinische Stellungnahme von Dr. med. A._______,
Spezialarzt für Innere Medizin FMH, vom 25. August 2010 (act. 217)
beantragt hat, die Beschwerde sei dahingehend gutzuheissen, dass
die Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Ab-
klärung im Sinne der Stellungnahme an die IVSTA zurückzuweisen sei;
dass Dr. med. A._______ in seiner Stellungnahme ausführt, gemäss
den vorhandenen medizinischen Unterlagen sei davon auszugehen,
die Lungenfunktion habe sich verbessert aber der aktuelle psychische
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Zustand des Beschwerdeführers sei mangels entsprechender Unter-
suchungen unklar;
dass sich in den Akten keine aktuellen Berichte bezüglich des
psychischen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers befinden,
obwohl anlässlich der Rentenzusprechung unter anderem eine
psychiatrische Diagnose gestellt worden ist;
dass somit nicht rechtsgenüglich und umfassend festgestellt werden
kann, ob sich der Gesundheistzustand des Beschwerdeführers ver-
bessert hat;
dass der Sachverhalt somit nur ungenügend abgeklärt worden ist;
dass Art. 49 lit. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt;
dass die Beschwerde daher in dem Sinn gutzuheissen ist, dass die an-
gefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache gestützt auf Art. 61
Abs. 1 VwVG zur Neubeurteilung an die IVSTA zurückzuweisen ist,
verbunden mit der Anweisung, den Sachverhalt durch psychiatrische
Abklärungen zu ergänzen und anschliessend in der Sache neu zu ver-
fügen;
dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2
VwVG und dem Beschwerdeführer der geleistete Kostenvorschuss in
der Höhe von Fr. 400.-- nach Eintritt der Rechtskraft auf ein von ihm
anzugebendes Konto zurückzuerstatten ist;
dass dem obsiegenden Beschwerdeführer, welcher anwaltlich ver-
treten war, zu Lasten der IVSTA eine Parteientschädigung in der Höhe
von Fr. 1'200.-- zuzusprechen ist (Art. 7 ff. des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die ange-
fochtene Verfügung vom 26. Januar 2010 aufgehoben und die Sache
zur ergänzenden Abklärung und Neubeurteilung im Sinne der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 400.-- wird dem Beschwerdeführer nach
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.
3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 1'200.-- zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilagen: Formular Zahl-
adresse sowie Stellungnahme der IVSTA vom 6. September 2010
inkl. act. 217)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Sandra Tibis
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind.
Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die
Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-
mittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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