Abtei lung II I
C-1506/2008
{T 0/2}
U r t e i l v o m 1 4 . S e p t e m b e r 2 0 0 9
Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),
Richter Francesco Parrino, Richter Michael Peterli,
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.
E._______,
Beschwerdeführerin,
gegen
Stiftung Auffangeinrichtung BVG,
Vorinstanz.
Beitragsverfügung vom 14. Februar 2008.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-1506/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass sich E._______, Inhaberin der Einzelfirma H._______ (nachfol-
gend: Beschwerdeführerin), mit Anmeldung vom 22. Februar 2006
(Vernehmlassungsbeilage 1) freiwillig mit Wirkung ab 1. Mai 2002 bei
der Stiftung Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend: Vorinstanz) ange-
schlossen hat,
dass die Vorinstanz die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 14. Fe-
bruar 2008 zur Bezahlung von Beiträgen von Fr. 22'428.00 zuzüglich
5% Zins seit dem 22. August 2006, von Mahn- und Inkassokosten von
Fr. 150.00 und von Betreibungskosten von Fr. 100.00 sowie von Verfü-
gungs- und Verwaltungskosten von insgesamt Fr. 525.00 verpflichtet
hat,
dass die Beschwerdeführerin die Verfügung vom 14. Februar 2008 mit
Beschwerde vom 5. März 2008 beim Bundesverwaltungsgericht ange-
fochten und sinngemäss deren Aufhebung beantragt hat,
dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 25. April 2008 die voll-
umfängliche Abweisung der Beschwerde beantragt hat,
dass die Beschwerdeführerin mit Replik vom 30. Mai 2008 mitgeteilt
hat, sie halte ihre Beschwerde aufrecht,
dass der mit Verfügung vom 2. Mai 2008 einverlangte Kostenvorschuss
fristgerecht bezahlt worden ist,
dass die Vorinstanz mit Duplik vom 16. Juni 2008 auf eine weitere Stel-
lungnahme verzichtet hat und der Schriftenwechsel am 19. Juni 2008
geschlossen worden ist,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung
mit Art. 33 Bst. h VGG und Art. 60 Abs. 2bis des Bundesgesetzes vom
25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invali-
denvorsorge (BVG, SR 831.40) für die Behandlung der vorliegenden
Beschwerde zuständig ist,
dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist,
an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse hat
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und demzufolge gemäss Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR
172.021) zur Beschwerdeführung legitimiert ist,
dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist,
dass die Beschwerdeführerin geltend macht, sie schulde keine Beiträ-
ge für Monate, in denen kein Lohn bezogen worden sei, und dieses
Vorbringen in einem der Beschwerdeschrift beigelegten Schreiben an
die Vorinstanz vom 31. Oktober 2007 sinngemäss dahingehend präzi-
siert, dass im Jahr 2002 ein BVG-pflichtiger Lohn von Juli bis Dezem-
ber (Fr. 4000.- pro Monat), im Jahr 2003 von Januar bis Dezember
(Fr. 4000.- pro Monat), im Jahr 2004 von Januar bis März (Fr. 4700.-
pro Monat), im Jahr 2005 von Januar bis Juni (Fr. 4700.- pro Monat)
und im Jahr 2006 kein BVG-pflichtiger Lohn ausbezahlt worden sei,
dass die Vorinstanz die angefochtene Verfügung damit begründet, die
Beschwerdeführerin sei seit dem 1. Mai 2002 angeschlossen und habe
gemäss Lohnbescheinigungen der Ausgleichskasse Schwyz (Ver-
nehmlassungsbeilage 3) von 2002 bis 2005 beitragspflichtige Löhne
ausgerichtet,
dass die Vorinstanz zur weiteren Begründung auf ihr Schreiben vom
30. Oktober 2007 (Vernehmlassungsbeilage 4) verweist, in dem der
Beschwerdeführerin erläutert worden sei, warum die aufgelaufene Prä-
mie für die Jahre 2002 bis 2005 geschuldet sei,
dass die Vorinstanz im Schreiben vom 30. Oktober 2007 (Vernehmlas-
sungsbeilage 4) darauf hinweist, die Beschwerdeführerin sei gemäss
Handelsregistereintrag vom 4. August 2002 bis zum 28. September
2006 Inhaberin der Einzelfirma H._______ gewesen, F._______ sei
gemäss Lohnbescheinigungen der Ausgleichskasse Schwyz (Ver-
nehmlassungsbeilage 3) bei ihr angestellt gewesen und habe einen
BVG-pflichtigen Lohn bezogen, so dass die in Rechnung gestellten
Beiträge geschuldet seien,
dass gemäss Art. 2 Abs. 1 BVG (sowohl in der bis zum 31. Dezember
2004 gültig gewesenen Fassung als auch in der Fassung gemäss Ziff. I
des Bundesgesetzes vom 3. Oktober 2003 [1. BVG-Revision], in Kraft
seit 1. Januar 2005 [AS 2004 1677]) Arbeitnehmende, die das 17. Al-
tersjahr überschritten haben und bei einem Arbeitgeber einen Jahres-
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lohn von mehr als 24'720 Franken (für das Jahr 2002) bzw. 25'320
Franken (für das Jahr 2003) bzw. 18'990 Franken (für das Jahr 2004)
bzw. 19'350 Franken (für das Jahr 2005) beziehen (vgl. die jeweils gül-
tig gewesene Fassung gemäss Art. 5 der Verordnung vom 18. April
1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsor-
ge [BVV 2, SR 831.441.1]), der obligatorischen Versicherung unterste-
hen,
dass die Beschwerdeführerin die Unterstellung unter die obligatorische
Versicherung an sich nicht bestreitet,
dass die Beschwerdeführerin hingegen geltend macht, die in den
Lohnbescheinigungen der Ausgleichskasse Schwyz genannten Jah-
reslöhne entsprächen nicht den effektiv von F._______ bezogenen
Löhnen, denn dieser habe nicht während des ganzen Jahres Lohn be-
zogen; trotzdem habe sie die AHV-Beiträge bezahlt, sei aber nicht be-
reit, für nicht bezogenen Lohn BVG-Beiträge zu bezahlen,
dass für die Berechnung der Beiträge an die berufliche Vorsorge ana-
log zur Versicherungsunterstellung (vgl. Art. 7 Abs. 2 BVG) der mass-
gebende Lohn nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1946 über
die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) heran-
zuziehen ist,
dass demzufolge die Vorinstanz an die Lohnbescheinigungen der Aus-
gleichskasse gebunden ist und darauf abzustellen hat (vgl. zur Mass-
geblichkeit der Jahresabrechnung der zuständigen Ausgleichskasse
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4800/2008 E. 6.1),
dass ergänzend darauf hinzuweisen ist, dass der Arbeitgeber gemäss
Art. 10 BVV 2 erster Satz verpflichtet ist, der Vorsorgeeinrichtung alle
versicherungspflichtigen Arbeitnehmenden zu melden und alle Anga-
ben zu machen, die zur Führung der Alterskonten und zur Berechnung
der Beiträge nötig sind,
dass die Beschwerdeführerin eine allfällige Unkorrektheit der Lohnbe-
scheinigungen nicht vor dem Bundesverwaltungsgericht, sondern auf
dem dafür vorgesehenen Rechtsweg gemäss Art. 84 AHVG geltend zu
machen hat,
dass die Vorinstanz für die Festsetzung der Beiträge somit zu Recht
auf die in den Lohnbescheinigungen der Jahre 2002 bis 2005 der Aus-
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gleichskasse Schwyz (Vernehmlassungsbeilage 3) angegebenen bei-
tragspflichtigen Lohnsummen von Fr. 32'000.- für das Jahr 2002, von
Fr. 48'000 für das Jahr 2003 und von je Fr. 56'400 für die Jahre 2004
und 2005 abgestellt hat,
dass die Beschwerdeführerin gemäss Art. 66 Abs. 2 BVG der Vorin-
stanz die gesamten Beiträge schuldet,
dass die Beschwerdeführerin nur die Beitragspflicht während gewisser
Zeitspannen bestritten, nicht aber die Berechnung der Beiträge an sich
beanstandet hat, so dass eine Überprüfung derselben unterbleiben
kann (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-1806/2007 E. 3.2),
dass sich die Beschwerde somit als unbegründet erweist und abzuwei-
sen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG
der unterliegenden Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten zu aufer-
legen und mit dem einbezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen sind.
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden der Beschwerdeführerin
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von
Fr. 800.- verrechnet.
3.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
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Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:
Franziska Schneider Susanne Genner
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
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