Abtei lung II I
C-1678/2007
{T 0/2}
U r t e i l v o m 2 . J u n i 2 0 0 8
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Francesco Parrino,
Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,
Gerichtsschreiberin Dominique Gross.
Q._______, Spanien,
vertreten durch Rechtsanwalt Abelardo Vazquez Conde,
avenida La Habana, 9-1°, ES-32003 Ourense,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenrente.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-1678/2007
Nach Einsicht
in die Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend:
IV-Stelle) vom 16. Januar 2007, mit der ein zweites Leistungsbegehren
des Beschwerdeführers um Erhalt einer Invalidenrente abgelehnt wor-
den ist,
in die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom 2. März
2007, mit welcher der Beschwerdeführer beantragt, die Verfügung vom
16. Januar 2007 aufzuheben, eine Invalidität in rentenberechtigendem
Grade ab dem 9. März 2005 anzuerkennen und entsprechend eine
Rente in gesetzlicher Höhe zu gewähren,
in die Vernehmlassung der IV-Stelle vom 28. Juni 2007, mit der diese –
namentlich mit Verweis auf den Bericht des Orthopäden Dr. med.
M._______ vom 25. April 2005 und auf die Stellungnahme von Dr.
med. H._______ vom 20. Mai 2007 – beantragt, die Verfügung aufzu-
heben und dem Beschwerdeführer ab dem 1. April 2005 eine halbe In-
validenrente zu gewähren,
in die Eingaben des Beschwerdeführers vom 8. Mai 2008, in denen
dieser sinngemäss die Gewährung einer halben Invalidenrente ab dem
1. April 2005 beantragt.
In Erwägung:
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und
34 VGG zuständig ist,
dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
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ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und so-
mit einzutreten ist,
dass nach dem Zugeständnis der IV-Stelle, namentlich beruhend auf
dem Bericht des Orthopäden Dr. med. M._______ vom 25. April 2005
und der Stellungnahme von Dr. med. H._______ vom 20. Mai 2007,
der Beschwerdeführer für leichte, sitzende Tätigkeiten zu 40% arbeits-
unfähig sei; der Einkommensvergleich vom 15. Juni 2007 einen Invali-
ditätsgrad von 58% ergeben habe; die IV-Stelle somit beantragt, dem
Beschwerdeführer eine halbe Invalidenrente ab dem 1. April 2005 zu
gewähren,
dass der Beschwerdeführer mit Eingaben vom 8. Mai 2008 ebenfalls
beantragt, ihm eine halbe Invalidenrente ab dem 1. April 2005 zu ge-
währen, und somit den darüber hinausgehenden Antrag seiner Be-
schwerde vom 2. März 2007 sinngemäss zurückzieht, so dass die Be-
schwerde insoweit gegenstandslos wird,
dass somit die Anträge der Parteien sowohl hinsichtlich der Rentenhö-
he als auch hinsichtlich des Rentenbeginns übereinstimmen,
dass das Bundesverwaltungsgericht nach Einsicht in die Akten, na-
mentlich in den Bericht von Dr. med. M._______ vom 25. April 2005, in
die entsprechende Stellungnahme von Dr. med. H._______ vom
20. Mai 2007 sowie in den Einkommensvergleich vom 15. Juni 2007,
keinen Grund sieht, von diesen Anträgen abzuweichen,
dass deshalb die Beschwerde – soweit sie nicht durch Rückzug ge-
genstandslos geworden ist – in dem Sinn gutzuheissen ist, dass dem
Beschwerdeführer mit Wirkung ab dem 1. April 2005 eine halbe Invali-
denrente zu gewähren ist, welche von der IV-Stelle zu errechnen und
anschliessend dem Beschwerdeführer mit Verfügung zu eröffnen ist,
dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2
VwVG, Art. 6 Bst. b des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]), so dass der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 388.- dem Beschwerdeführer auf ein von ihm anzugebendes Konto
zurückzuerstatten ist,
dass dem Beschwerdeführer aufgrund von Art. 64 VwVG in Verbindung
mit Art. 7 ff. und 15 in Verbindung mit 5 VGKE eine Parteientschädi-
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gung von Fr. 800.- zu gewähren ist, welche der Vorinstanz auferlegt
wird.
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird – soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist –
in dem Sinn gutgeheissen, dass die Verfügung vom 16. Januar 2007
aufgehoben und dem Beschwerdeführer ab dem 1. April 2005 eine
halbe Invalidenrente gewährt wird.
2.
Die Sache wird zur Berechnung der Rente im Sinne von Ziff. 1 des
Dispositivs an die Vorinstanz zurückgewiesen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdefüh-
rer geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 388.- wird diesem
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.
Der Beschwerdeführer wird aufgefordert, dem Bundesverwaltungsge-
richt die gewünschte Zahlungsstelle bekannt zu geben.
4.
Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung
von Fr. 800.- zu bezahlen.
5.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Dominique Gross
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-
schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42
BGG).
Versand:
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