B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-1749/2013
U r t e i l v o m 1 7 . J u n i 2 0 1 3
Besetzung
Einzelrichter Vito Valenti,
Gerichtsschreiberin Madeleine Keel.
Parteien
A._______ GmbH,
Beschwerdeführerin,
gegen
Stiftung Auffangeinrichtung BVG,
Zweigstelle Deutschschweiz, Erlenring 2, Postfach 664,
6343 Rotkreuz,
Vorinstanz.
Gegenstand
Zwangsanschluss, Verfügung der Stiftung Auffangeinrich-
tung vom 18. März 2013.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG mit Verfügung vom 18. März
2013 die A._______ GmbH als Arbeitgeberin der Stiftung Auffangeinrich-
tung BVG rückwirkend per (…) 2008 und bis (…) 2009 anschloss, ihr
Kosten auferlegte und sie aufforderte, der Stiftung Auffangeinrichtung
BVG von allen beschäftigten Arbeitnehmern die Eintrittsdaten und die
Lohnverhältnisse anzugeben (Beilage zu B-act. 1),
dass die A._______ GmbH (im Folgenden: Beschwerdeführerin) diese
Verfügung mit Beschwerde vom 28. März 2013 beim Bundesverwal-
tungsgericht angefochten hat (B-act. 1),
dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen
Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom
20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern – wie hier –
keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,
dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich des Zwangsanschlusses
von Arbeitgebern an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG vor Bundesver-
waltungsgericht anfechtbar sind (Art. 60 Abs. 2bis des Bundesgesetzes
vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invali-
denvorsorge [BVG, SR 831.40] i.V.m. Art. 33 Bst. h VGG),
dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 8. April 2013
zur Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 8. Mai 2013 aufgefordert
wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (B-act. 2),
dass der Beschwerdeführerin diese Zwischenverfügung gemäss Rück-
schein am 9. April 2013 zugestellt wurde (B-act. 3),
dass die Beschwerdeführerin gemäss Auskunft der Schweizerischen Post
zwei Tage nach Ablauf der Frist, am 10. Mai 2013, bei der (…)-post die
Zahlung von Fr. (…).- an das Bundesverwaltungsgericht in Auftrag gege-
ben hat (B-act. 6),
dass der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 4. Juni 2013 die Gele-
genheit gegeben wurde, sich innert fünf Tagen seit Zustellung der Verfü-
gung zur rechtzeitigen Bezahlung des Kostenvorschusses vernehmen zu
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lassen, ansonsten auf die Beschwerde androhungsgemäss nicht einge-
treten werde,
dass diese Zwischenverfügung der Beschwerdeführerin gemäss Rück-
schein am 5. Juni 2013 zugegangen ist,
dass sie sich innert der gesetzten Frist indessen nicht hat vernehmen
lassen,
dass die Beschwerdeführerin, um die Frist für die Bezahlung des Kosten-
vorschusses einzuhalten, spätestens am 8. Mai 2013 auf der Post hätte
einzahlen müssen oder der Betrag bis zu diesem Datum einem Post-
oder Bankkonto in der Schweiz hätte belastet werden müssen
(vgl. Art. 21 Abs. 3 VwVG und MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessie-
ren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 4.36),
dass die Beschwerdeführerin weder behauptet noch belegt hat, den Vor-
schuss innert der vom Bundesverwaltungsgericht gesetzten Frist geleistet
zu haben,
dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf
die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können,
wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unver-
hältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 63
Abs. 1 letzter Satz VwVG und Art. 6 Bst. b des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173. 320.2]),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung
auszurichten ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE),
dass der Beschwerdeführerin der verspätet geleistete Kostenvorschuss
nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten ist.
(Dispositiv auf der nächsten Seite)
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine
Parteientschädigung ausgerichtet.
3.
Der verspätet geleistete Kostenvorschuss von Fr. (…).- wird der Be-
schwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils
zurückerstattet.
4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen
– die Oberaufsichtskommission BVG
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Vito Valenti Madeleine Keel
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit
sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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