B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-1833/2019
Ur t e i l vom 1 6 . M a i 2 0 1 9
Besetzung
Richter Daniel Stufetti (Vorsitz),
Richterin Caroline Bissegger,
Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz;
Gerichtsschreiberin Anna Wildt
Parteien
A._______, (Deutschland),
vertreten durch lic. iur. Jürg Tschopp, Advokat,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung, Rentenrevision, Neuverlegung der
Verfahrenskosten in C-5617/2016, Urteil des Bundesgerichts
9C_818/2018, 9C_826/2018 (vereinigt) vom 5. April 2019
C-1833/2019
Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht im Verfahren C-5617/2016 mit Urteil
vom 12. Oktober 2018 die Beschwerde von A._______ (Beschwerdefüh-
rer) teilweise gutgeheissen und die angefochtene Verfügung der Vo-
rinstanz vom 27. Juli 2016 dahingehend abgeändert hat, als ab dem 1.
September 2016 ein herabgesetzter Anspruch auf eine halbe Invaliden-
rente bestehe, des Weiteren keine Verfahrenskosten erhob, dem Be-
schwerdeführer zu Lasten der Vorinstanz eine reduzierte Parteientschädi-
gung von Fr. 1‘400.- und dem unentgeltlichen Rechtsbeistand ein amtli-
ches Honorar von Fr. 1‘400.- zusprach,
dass das Bundesgericht mit Urteil 9C_818/2018, 9C_826/2018 vom 5. April
2019 die Verfahren vereinigte, im Verfahren 9C_818/2018 in Gutheissung
der Beschwerde das genannte Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom
12. Oktober 2018 aufhob, die angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom
27. Juli 2016 bestätigte, und im Verfahren 9C_826/2016 die Beschwerde
abwies,
dass das Bundesgericht des Weiteren die Sache zur Neuverlegung der
Kosten an das Bundesverwaltungsgericht zurückwies,
dass demzufolge über die Kostenverteilung im Verfahren C-5617/2016 neu
zu befinden ist,
dass das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder
die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
kostenpflichtig ist (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 IVG [SR 831.20]) und die
Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Regel der unterlie-
genden Partei aufzuerlegen sind,
dass die Verfahrenskosten im Verfahren C-5617/2016 auf Fr. 800.- festzu-
setzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch
infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht zu erheben
sind,
dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei
von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwach-
sene notwendige und verhältnismässige hohe Kosten zusprechen kann
(Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-
gericht [VGKE, SR 173.320.2]),
C-1833/2019
Seite 3
dass im Verfahren C-5617/2016 dem teilweise obsiegenden Beschwerde-
führer eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1‘400.- zu Lasten der
Vorinstanz und dem unentgeltlichen Rechtsbeistand, lic. iur. Jürg Tschopp,
Advokat, zu Lasten der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von Fr.
1‘400.- zugesprochen wurde,
dass zufolge des genannten höchstrichterlichen Entscheids im Verfahren
C-5617/2016 dem Rechtsbeistand des unterliegenden Beschwerdeführers
ein amtliches Honorar von Fr. 2‘800.- zu Lasten der Gerichtskasse zuzu-
sprechen ist,
dass die obsiegende Vorinstanz keinen Anspruch auf eine Parteientschä-
digung hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE),
dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen
sind (Art. 6 lit. b VGKE) und von einer Parteientschädigung abzusehen ist
(Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario sowie Art. 7 ff. VGKE).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Verfahrenskosten für das Verfahren C-5617/2016 zulasten des Be-
schwerdeführers betragen Fr. 800.-.
2.
Infolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung werden für das
Verfahren C-5617/2016 keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, lic. iur. Jürg Tschopp, Advo-
kat, wird für das Verfahren C-5617/2016 zulasten der Gerichtskasse eine
Entschädigung von Fr. 2‘800.- ausgerichtet.
4.
Der Vorinstanz wird für das Verfahren C-5617/2016 keine Parteientschädi-
gung ausgerichtet.
5.
Für das Verfahren C-1833/2019 werden keine Verfahrenskosten erhoben
und es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.
C-1833/2019
Seite 4
6.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Daniel Stufetti Anna Wildt
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen
(Art. 42 BGG).
Versand: