Abtei lung II I
C-2137/2008
{T 0/2}
U r t e i l v o m 3 . S e p t e m b e r 2 0 0 8
Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),
Richterin Madeleine Hirsig, Richter Jürg Kölliker,
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.
S._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.
Invalidenrente, Verfügung vom 26. Februar 2008.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-2137/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass der Beschwerdeführer mit Gesuch vom 22. Januar 2007 (act. 6),
eingegangen bei der Vorinstanz am 2. Februar 2007, die Zusprechung
einer Invalidenrente beantragt hat,
dass die Vorinstanz das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 26. Fe-
bruar 2008 (act. 59) abgewiesen hat,
dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit Eingabe vom
20. März 2008, der kosovarischen Post übergeben am 25. März 2008
und bei der schweizerischen Post eingegangen am 1. April 2008,
Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben hat,
dass der Beschwerdeführer beantragt hat, die Verfügung vom 26. Feb-
ruar 2008 sei aufzuheben und ihm sei eine Rente zuzusprechen; even-
tuell sei er in der Schweiz oder in Kosovo zu begutachten,
dass der Beschwerdeführer mit der Beschwerde vom 20. März 2008
neu einen internistisch-kardiologischen Bericht von Prof. Dr.
G._______ vom 22. Dezember 2007 und je einen neuropsychiatri-
schen Bericht von Prof. Dr. V._______ vom 30. Oktober 2007 und von
Dr. K._______ vom 18. August 2007 eingereicht hat,
dass der von der Vorinstanz im Rahmen der Vernehmlassung konsul-
tierte Dr. H._______ mit Stellungnahme vom 24. Juni 2008 (act. 61)
aufgrund der genannten Arztberichte eine ganzheitliche Abklärung in
der Schweiz empfohlen hat, da gemäss dem Zeugnis des Kardiologen
Dr. G._______ im Vergleich zu den bisherigen Unterlagen neu die Dia-
gnose einer "chronischen stabilen Angina pectoris" gestellt worden sei,
dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 4. August 2008 der Ein-
schätzung von Dr. H._______ gefolgt ist und beantragt hat, die Be-
schwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei aufzuhe-
ben und die Sache sei im Sinn der erwähnten Stellungnahme an die
Verwaltung zurückzuweisen,
dass die Vernehmlassung vom 4. August 2008 sowie der ärztliche Be-
richt von Dr. H._______ vom 24. Juni 2008 (act. 61) mit Verfügung vom
12. August 2008 an die Zustelladresse des Beschwerdeführers ge-
sandt worden ist,
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dass die Verfügung vom 12. August 2008 dem Bundesverwaltungsge-
richt am 22. August 2008 mit dem Vermerk "nicht abgeholt" retourniert
worden ist,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d
VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959
über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) für die Behandlung
der vorliegenden Beschwerde zuständig ist,
dass der Beschwerdeführer im Sinn von Art. 48 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren
(VwVG, SR 172.021) und Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober
2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG,
SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht
worden ist, so dass darauf einzutreten ist (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52
Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 60 ATSG),
dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des Sachver-
halts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Akten keine Veran-
lassung hat, die Notwendigkeit weiterer sachverhaltlicher Abklärungen
im Sinn der ärztlichen Stellungnahme von Dr. H._______ vom 24. Juni
2008 anzuzweifeln,
dass somit der rechtserhebliche Sachverhalt unvollständig festgestellt
erscheint,
dass demnach dem Antrag der Vorinstanz und dem Eventualantrag
des Beschwerdeführers auf Gutheissung der Beschwerde und Rück-
weisung der Sache zur weiteren Abklärung des Sachverhalts gestützt
auf Art. 61 Abs. 1 VwVG stattzugeben ist,
dass dem obsiegenden Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten auf-
zuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario),
dass dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer keine Partei-
entschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom
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21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die Verfügung vom 26. Febru-
ar 2008 wird aufgehoben.
2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinn der
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz
zurückgewiesen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilagen: Verfügung vom
12. August 2008 inkl. Vernehmlassung vom 4. August 2008 und
Arztbericht Dr. H._______ vom 24. Juni 2008 [act. 61])
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:
Franziska Schneider Susanne Genner
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind.
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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