Abtei lung II I
C-2368/2008
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U r t e i l v o m 2 3 . J u l i 2 0 0 8
Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),
Richter Michael Peterli, Richterin Madeleine Hirsig,
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.
X._______,
vertreten durch Fürsprecher Dr. iur. Andreas Edelmann,
Bahnhofstrasse 1, Postfach 31, 5330 Zurzach,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenrente, Verfügung vom 12. März 2008.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-2368/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Eidgenössische Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte
im Ausland IVSTA mit Verfügung vom 12. März 2008 das Gesuch von
X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) vom 15. September
2005, bei der IV-Stelle Aargau eingegangen am 20.September 2005,
um Zusprechung einer Invalidenrente wegen Fehlens einer anspruchs-
begründenden Invalidität abgewiesen hat,
dass die Beschwerdeführerin, vertreten durch Fürsprecher Andreas
Edelmann, gegen diese Verfügung am 11. April 2008 Beschwerde
beim Bundesverwaltungsgericht erhoben und beantragt hat, die Verfü-
gung vom 12. März 2008 sei aufzuheben und ihr sei ein Invaliditäts-
grad von mindestens 50% eventuell von 60% anzuerkennen,
dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 12. Juni 2008 gestützt
auf die undatierte Stellungnahme der IV-Stelle des Kantons Aargau
beantragt hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene
Verfügung sei aufzuheben, und die Sache sei im Sinn der erwähnten
Stellungnahme an die Verwaltung zurückzuweisen,
dass die IV-Stelle des Kantons Aargau sinngemäss ausgeführt hat, auf
Grund der Beschwerdevorbringen müsse der Sachverhalt nochmals
überprüft werden, deshalb seien weitere Abklärungen notwendig,
dass sich die Beschwerdeführerin in ihrer Replik vom 25. Juni 2008 mit
dem Antrag der Vorinstanz ausdrücklich einverstanden erklärt hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs.
1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung (IVG, SR 831.20) Beschwerden gegen Verfügungen nach
Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme
nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und
vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist,
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dass das Bundesverwaltungsgericht somit zur Behandlung der Be-
schwerde zuständig ist,
dass die Beschwerdeführerin im Sinn von Art. 48 Abs. 1 VwVG und
Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwer-
delegitimiert ist, und dass die Beschwerde frist- und formgerecht ein-
gereicht worden ist, so dass darauf einzutreten ist,
dass gemäss Art. 49 Bst. b VwVG die unrichtige oder unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann,
dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, der sich
das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass die
angefochtene Verfügung vom 12. März 2008 auf einer mangelhaften
Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts beruht,
dass demnach dem Antrag der Vorinstanz und der Beschwerdeführerin
auf Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache zur
weiteren Abklärung des Sachverhalts stattzugeben ist (Art. 61 Abs. 1
VwVG),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass der obsiegenden Beschwerdeführerin zu Lasten der Vorinstanz
eine Parteientschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhält-
nismässig hohe Kosten zuzusprechen ist (Art. 64 VwVG in Verbindung
mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]),
dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin keine Kostennote
eingereicht hat,
dass sich der Rechtsvertreter nicht mit einem komplexen Sachverhalt
zu befassen hatte, und es sich bezüglich der zeitlichen Inanspruch-
nahme um einen Fall mit unterdurchschnittlichem Aufwand handelt, da
die Vorinstanz bereits in ihrer Vernehmlassung Gutheissung der Be-
schwerde und Rückweisung zu erneuter Beurteilung beantragt hat,
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dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Akten ein zeitlicher Auf-
wand von zirka acht Stunden bei einem Stundenansatz von Fr. 220.--
(exkl. Mehrwertsteuer) sowie ein Ersatz für Auslagen Fr. 100.-- als an-
gemessen erscheint,
dass vorliegend keine Mehrwertsteuer geschuldet ist (vgl. Art. 5 Bst. b
des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer
[Mehrwertsteuergesetz, MWSTG, SR 641.20] in Verbindung mit Art. 14
Abs. 3 Bst. c MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE, vgl. auch SVR
2003, IV Nr. 32 E. 6.4 in fine),
dass der Beschwerdeführerin in Berücksichtigung dieser Umstände
gemäss Art. 64 Abs. 2 VwVG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 1 und 2
VGKE eine Parteientschädigung von aufgerundet Fr. 1'900.-- (inkl.
Auslagen) zu Lasten der Vorinstanz zuzusprechen ist.
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die angefochtene Verfügung
vom 12. März 2008 wird aufgehoben.
2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und zum
Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
4.
Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung von Fr. 1'900.--
(inkl. Auslagen) zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.
5.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
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Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:
Franziska Schneider Sabine Uhlmann
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110)
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die
beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42
BGG).
Versand:
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