B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-2375/2013
U r t e i l v o m 1 2 . S e p t e m b e r 2 0 1 3
Besetzung
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Beat Weber,
Richter Daniel Stufetti,
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.
Parteien
X._______, Italien,
vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, Rechtsberatung für Aus-
länder Go-Re-Ma, Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
IV (Rente).
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder
Vorinstanz) mit Verfügung vom 21. März 2013 das Leistungsbegehren
von X._______ abgewiesen hat;
dass X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch
lic. iur. Gojko Reljic, gegen die Verfügung vom 21. März 2013 mit Eingabe
vom 25. April 2013 (BVGer-act. 1) Beschwerde beim Bundesverwal-
tungsgericht erhoben und die Aufhebung des angefochtenen Entscheids
sowie die Zusprache einer ganzen Rente ab 1. Dezember 2006, eventua-
liter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz beantragt hat;
dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde und in der Beschwer-
deergänzung im Wesentlichen geltend machte, dass auf den Bericht von
Dr. med. A._______, Facharzt für Neurologie, nicht abgestellt werden
könne und weitere Abklärungen notwendig seien;
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Inva-
lidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden
gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist;
dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist;
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht wurde
(Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968
über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und somit auf die
Beschwerde einzutreten ist;
dass die IVSTA mit Vernehmlassung vom 27. August 2013 (BVGer-act. 7)
unter Hinweis auf die Stellungnahme von Dr. med. B._______, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie beim Regionalen Ärztlichen Dienst
(RAD), vom 17. Juli 2013 (IV-act. 101) beantragt hat, die Beschwerde sei
dahingehend gutzuheissen, dass die Verfügung aufzuheben und die An-
gelegenheit zur psychiatrischen Abklärung in der Schweiz an die IVSTA
zurückzuweisen sei;
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dass Dr. med. B._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
in seiner Stellungnahme vom 17. Juli 2013 ausführte, dass sich aus der
psychiatrischen Beurteilung von Dr. med. C._______ vom 21. Mai 2013
(nicht bei den eingereichten IV-Akten) ergebe, dass wahrscheinlich eine
psychische Beeinträchtigung vorliege, dass dies aber noch näher abge-
klärt werden müsse;
dass sich ferner aus dem Gutachten von Dr. med. A._______, Facharzt
für Neurologie, vom 12. September 2011 (recte: 2012; IV-act. 80, S. 10)
ergibt, dass allenfalls auch eine pneumologische Abklärung indiziert wäre;
dass den Akten demzufolge zu entnehmen ist, dass der Sachverhalt
durch die IVSTA – in Übereinstimmung mit den Ausführungen von
Dr. med. B._______ und Dr. med. A._______ – nur ungenügend abge-
klärt worden ist, da bisher namentlich keine psychiatrische und pneumo-
logische/internistische Abklärung durchgeführt worden ist;
dass Art. 49 lit. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtserheb-
lichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt;
dass die Beschwerde daher in dem Sinn gutzuheissen ist, dass die ange-
fochtene Verfügung aufzuheben und die Sache gestützt auf Art. 61 Abs. 1
VwVG zur Neubeurteilung an die IVSTA zurückzuweisen ist, verbunden
mit der Anweisung, den Sachverhalt mittels Durchführung der erforderli-
chen medizinischen Abklärungen zu ergänzen und anschliessend in der
Sache neu zu verfügen;
dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde füh-
renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6);
dass bei diesem Verfahrensausgang keine Verfahrenskosten zu erheben
sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG);
dass dem obsiegenden Beschwerdeführer, welcher durch lic. iur. Gojko
Relic vertreten ist, zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zu-
zusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG);
dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung des aktenkundigen
und gebotenen Aufwands auf Fr. 700.-- festzusetzen ist (Art. 7 ff. des
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die angefochtene
Verfügung vom 21. März 2013 aufgehoben und die Sache zur ergänzen-
den medizinischen Abklärung und zur anschliessenden Neubeurteilung
an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 700.-- zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilagen: Doppel der
Vernehmlassung vom 27. August 2013 und die Stellungnahme des
RAD vom 17. Juli 2013 [IV-act. 101])
– die Vorinstanz (Ref-Nr. …)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Sandra Tibis
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen
gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42
BGG).
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