B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-2431/2019
Ur t e i l vom 1 7 . J u l i 2 0 1 9
Besetzung
Einzelrichter David Weiss,
Gerichtsschreiber Lukas Schobinger.
Parteien
A._______ GmbH,
vertreten durch Rechtsanwalt Chris Bräutigam,
Beschwerdeführerin,
gegen
Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu,
Hodlerstrasse 5a, 3011 Bern,
Vorinstanz.
Gegenstand
Produktesicherheit, Massnahme und Gebühr,
Verfügung der bfu vom 3. April 2019.
C-2431/2019
Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu (nach-
folgend: Vorinstanz) im Rahmen eines Kontrollverfahrens mit Verfügung
vom 3. April 2019 feststellte, das Produkt B._______ entspreche nicht den
gesetzlichen Vorgaben (BVGer act. 1, Beilage 2),
dass die Vorinstanz unter Androhung einer Busse im Unterlassungsfalle
Auflagen für das Inverkehrbringen des Produkts in der Schweiz verfügte
und der Beschwerdeführerin eine Gebühr für das Kontrollverfahren aufer-
legte (BVGer act. 1, Beilage 2),
dass die A._______ GmbH, vertreten durch Rechtsanwalt Chris Bräutigam
(nachfolgend: Beschwerdeführerin), diese Verfügung mit Beschwerde vom
20. Mai 2019 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat (BVGer act.
1),
dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme
nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,
dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der Produktesicherheit vor
Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind,
dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 27. Mai 2019
zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 5'000.- bis zum 17. Juni
2019 aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel unter Kosten-
folge nicht eingetreten werde (BVGer act. 3),
dass der Instruktionsrichter der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 7.
und 12. Juni 2019 auf deren telefonische Anfragen hin im Wesentlichen
mitteilte, der verfügte Betrag von Fr. 5'000.- entspreche dem im Regelfall
verlangten Kostenvorschuss; es liege keine Ausnahmekonstellation vor,
die eine Reduktion des verfügten Betrags erlauben würde (BVGer act. 7,
8, 9, 10),
dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 14. Juni 2019 um eine Ver-
längerung der Einzahlungsfrist für den Kostenvorschuss bis am 5. Juli 2019
ersuchte (BVGer act. 11, 13),
C-2431/2019
Seite 3
dass der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 17. Juni 2019 die Frist zur
Bezahlung des Kostenvorschusses antragsgemäss bis zum 5. Juli 2019
erstreckte (BVGer act. 12),
dass die Beschwerdeführerin den Vorschuss innert der gesetzten Frist bis
am 5. Juli 2019 nicht geleistet hat (BVGer act. 14),
dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf
die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können,
wenn - wie im vorliegenden Fall - Gründe in der Sache oder in der Person
der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei
aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]),
dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 1 und 3
VGKE).
C-2431/2019
Seite 4
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Reg-Nr. […]; Gerichtsurkunde)
– das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und
Forschung (Einschreiben)
– Kopie an: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Ressort Produkte-
sicherheit (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
David Weiss Lukas Schobinger
C-2431/2019
Seite 5
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-
legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist
gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim
Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen
Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-
tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in
einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
Versand: