Abtei lung II I
C-2535/2008/mes
{T 0/2}
U r t e i l v o m 2 7 . O k t o b e r 2 0 0 9
Richter Stefan Mesmer (Vorsitz),
Richterin Elena Avenati-Carpani,
Richterin Madeleine Hirsig,
Gerichtsschreiber Marc Wälti.
X._______,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenversicherung, Verfügung vom 12. März 2008.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-2535/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Beschwerdeführerin am 16. April 2008 die Verfügung der
Eidgenössischen Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im
Ausland (IVSTA), vom 12. März 2008 betreffend Abweisung eines
Leistungsbegehrens angefochten hat,
dass das Gericht gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni
2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) zur
Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen
gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art.
32 VGG vorliegt,
dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten
hat und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszu-
machen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG], SR 831.20), so
dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde
zuständig ist,
dass die Prozessvoraussetzungen im Übrigen ohne Zweifel gegeben
sind,
dass die IVSTA am 24. September 2009 eine zweite Duplik vorgelegt
hat und beantragt, die Beschwerde sei gutzuheissen, die ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der
Stellungnahme des regionalen ärztlichen Dienstes Rhone (RAD) vom
19. September 2009 an die Verwaltung zurückzuweisen,
dass der RAD (Dr. med. A._______) in seiner Stellungnahme festhält,
aus medizinischer Sicht sei die Einholung eines zusätzlichen psychia-
trischen Berichts angezeigt (act. 57),
dass – wie Dr. med. A._______ zu Recht festhält – aufgrund der Akten
unklar ist, wie sich der psychische Gesundheitszustand vom 12. Feb-
ruar 2007 (Bericht Dr. med. B._______) bis zum Erlass der
angefochtenen Verfügung entwickelt hat, und angesichts des im Laufe
des Beschwerdeverfahrens nachgereichten Berichts von Mag.
C._______ vom 19. Mai 2009 eine Verschlechterung zumindest nicht
auszuschliessen ist,
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dass damit feststeht, dass der medizinische Sachverhalt von der
IVSTA unvollständig erhoben worden ist,
dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als
Beschwerdegrund nennt,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung an die IVSTA zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG) mit
der Anweisung, den erforderlichen zusätzlichen psychiatrischen Be-
richt einzuholen und neu in der Sache zu verfügen,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG) und der Beschwerdeführerin der
bereits geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- zurückzu-
erstatten ist,
dass der Beschwerdeführerin mangels verhältnismässig hoher Kosten
keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 7 Abs. 4 des Reg-
lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die an-
gefochtene Verfügung vom 12. März 2008 aufgehoben und die Sache
mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, den er-
forderlichen zusätzlichen psychiatrischen Bericht einzuholen und neu
in der Sache zu verfügen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der bereits geleitete
Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- wird der Beschwerdeführerin
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.
3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
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4.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Stefan Mesmer Marc Wälti
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind.
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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