B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-260/2018
Ur t e i l vom 2 2 . F e b r u a r 2 0 1 8
Besetzung
Richter Daniel Stufetti (Vorsitz),
Richter Christoph Rohrer, Richter Beat Weber,
Gerichtsschreiberin Patrizia Levante.
Parteien
A._______ AG,
vertreten durch Dr. iur. Thomas Eichenberger, Rechtsan-
walt,und MLaw Claudio Helmle, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführerin,
gegen
Bundesamt für Gesundheit,
Vorinstanz.
Gegenstand
Spezialitätenliste, dreijährliche Überprüfung der Aufnahme-
bedingungen, Neuverlegung der Verfahrens- und Parteikos-
ten im Verfahren C-5999/2013, Urteil des Bundesgerichts
9C_796/2016 vom 22. Dezember 2017.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht im Verfahren C-5999/2013 mit Urteil
vom 25. Oktober 2016 die Beschwerde der A._______ AG (Beschwerde-
führerin) vom 22. Oktober 2013 gegen die Verfügung des Bundsamtes für
Gesundheit (Vorinstanz) vom 23. September 2013 abwies, die Verfahrens-
kosten von Fr. 4‘000.- – unter Verwendung des einbezahlten Kostenvor-
schusses – der Beschwerdeführerin auferlegte und keine Parteienschädi-
gung zusprach,
dass das Bundesgericht mit Urteil 9C_796/2016 vom 22. Dezember 2017
in Gutheissung der Beschwerde der Beschwerdeführerin den Entscheid
des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. Oktober 2016 sowie die Verfü-
gung der Vorinstanz vom 23. September 2013 aufhob und die Sache zu-
rückwies einerseits an die Vorinstanz zu neuer Verfügung im Sinne der Er-
wägungen sowie andererseits an das Bundesverwaltungsgericht zur Neu-
verlegung der Verfahrenskosten und der Parteientschädigung im vorange-
gangenen Verfahren,
dass demzufolge vorliegend über die Kostenverlegung im Beschwerdever-
fahren C-5999/2013 vor dem Bundesverwaltungsgericht neu zu befinden
ist,
dass die vom Bundesgericht im besagten Urteil angeordnete Rückweisung
an die Vorinstanz zwecks ergänzender Abklärung praxisgemäss als volles
Obsiegen der Beschwerde führenden Partei zu werten ist (BGE 132 V 215
E. 6),
dass folglich für das Verfahren C-5999/2013 keine Verfahrenskosten zu er-
heben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG) und der obsiegenden Beschwer-
deführerin der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4‘000.- nach Eintritt der
Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten ist,
dass der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Entschädigung für die ihr
erwachsenen notwendigen und verhältnismassig hohen Kosten zuzuspre-
chen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom
21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]),
dass die Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin mit ihrer Kostennote
vom 2. Februar 2018 (BVGer-act. 4) für die Bemühungen im Zeitraum vom
19. September 2013 bis 7. August 2014 einen Betrag von insgesamt
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Fr. 15‘098.95 geltend machte, welcher sich zusammensetzt aus einem Ho-
norar von Fr. 13‘680.- (45.6 Stunden bei einem Stundenansatz von
Fr. 300.-), Auslagen von Fr. 300.50 sowie einer Mehrwertsteuer von
Fr. 1‘118.45 (8% auf Fr. 13‘980.50),
dass der geltend gemachte Zeitaufwand von 45.6 Stunden aus den nach-
stehenden Gründen als zu hoch erscheint und anzupassen ist:
Der für die Erstellung der Replik geltend gemachte Aufwand (19.5
Stunden), welcher sogar höher ausfällt wie derjenige für die Erstellung
der Beschwerde samt Aktenstudium (rund 16.5 Stunden), ist überhöht,
zumal der massgebliche Sachverhalt und die sich stellenden Rechts-
fragen mehrheitlich bereits im vorinstanzlichen Verfahren dargelegt
wurden, grundsätzlich Gegenstand der Beschwerdeschrift bilden und
dort auch vorgebracht werden. Der Aufwand für blosse Wiederholun-
gen von bereits in der Beschwerdeschrift Dargelegtem ist nicht zu ent-
schädigen;
In der seitens der Beschwerdeführerin unaufgefordert eingereichten
Eingabe und Noveneingabe vom 8. August 2014 (C-5999/2013,
BVGer-act. 19) werden im zweiten Teil der Begründung unter Bst. C
Ausführungen zu Verordnungsbestimmungen de lege ferenda ge-
macht, welche mit dem hängigen Beschwerdeverfahren nicht in unmit-
telbarem Zusammenhang stehen und daher nicht notwendig und auf-
wandmässig nicht zu berücksichtigen sind;
dass der verlangte, detailliert ausgewiesene Auslagenersatz von insge-
samt Fr. 300.50, welcher sich zusammensetzt aus Porto von Fr. 49.50 und
502 Fotokopien zu Fr. -.50, nicht zu beanstanden ist,
dass bezüglich des geltend gemachten Mehrwertsteuerzuschlags anzu-
merken ist, dass die Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin im Mehr-
wertsteuerregister eingetragen und folglich mehrwertsteuerpflichtig ist, die
Beschwerdeführerin selber im entsprechenden Register aber ebenfalls ein-
getragen ist und somit davon auszugehen ist, dass sie vorsteuerabzugs-
berechtigt ist, weshalb die Parteientschädigung vorliegend keine Mehr-
wertsteuer im Sinne von Art. 9 Abs.1 Bst. c VGKE umfasst,
dass somit unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Auf-
wands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit der vorlie-
gend zu beurteilenden Fragen ein Aufwand von 30 Stunden angemessen
ist, was bei einem Stundenansatz von Fr. 300.- (Art. 10 Abs. 2 VGKE) ein
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Honorar von Fr. 9‘000.- ergibt, so dass – zuzüglich Auslagen von
Fr. 300.50 – eine Parteientschädigung von Fr. 9‘300.50 resultiert, welche
der Beschwerdeführerin zu Lasten der Vorinstanz zuzusprechen ist,
dass für den vorliegenden Kostenentschied keine Kosten aufzuerlegen
sind (Art. 6 Bst. b VGKE) und auch von einer Parteientschädigung abzuse-
hen ist (Art. 7 ff. VGKE).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Für das Verfahren C-5999/2013 werden keine Verfahrenskosten erhoben.
Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 4‘000.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurücker-
stattet.
2.
Der Beschwerdeführerin wird für das Verfahren C-5999/2013 zu Lasten der
Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 9‘300.50 zugesprochen.
3.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Gerichtsurkunde)
– das Eidgenössische Departement des Inneren (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Daniel Stufetti Patrizia Levante
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe
der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-
den hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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