B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-2609/2019
Ur t e i l vom 1 7 . J u l i 2 0 1 9
Besetzung
Einzelrichter Christoph Rohrer,
Gerichtsschreiberin Nadja Francke.
Parteien
A._______, Deutschland,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung, Eintretensvoraussetzungen
(Verfügung vom 10. April 2019).
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Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) mit
Verfügung vom 10. April 2019 das Leistungsbegehren von A._______
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) vom 13. August 2018 (Eingangsdatum
bei der Vorinstanz) mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades
abgewiesen hat (vgl. Akten im Beschwerdeverfahren [nachfolgend: BVGer-
act.] 2, Beilage),
dass die Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung am 24. Mai 2019
(Datum Postaufgabe) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erho-
ben hat und sich gleichzeitig nach der Höhe der mutmasslichen Verfah-
renskosten erkundigt hat (vgl. BVGer-act. 1),
dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme
nach Art. 32 VGG gegeben ist,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, zu
welchen auch die IVSTA gehört (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1
Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-
rung [IVG, SR 831.20]), welche mit Verfügungen über Leistungen der Inva-
lidenversicherung befindet,
dass die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Instruktion der
vorliegenden Beschwerde mithin gegeben ist, weshalb weiter zu prüfen ist,
ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind,
dass das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder
die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig ist (Art. 69 Abs. 2 IVG
i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis IVG) und Beschwerdeführende in der Regel einen
Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leis-
ten haben (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG),
dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 3. Juni 2019 zur
Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.- innert 30 Tagen ab
Erhalt der Zwischenverfügung aufgefordert wurde, ansonsten auf die Be-
schwerde nicht eingetreten werde (BVGer-act. 3),
dass die eingeschrieben versandte Zwischenverfügung der Beschwerde-
führerin gemäss Rückschein am 6. Juni 2019 eröffnet wurde (vgl. BVGer-
act. 4),
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dass somit die 30-tägige Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses von
Fr. 800.- am 7. Juni 2019 zu laufen begann und unter Berücksichtigung des
Umstands, dass sich eine nach Tagen berechnete und – wie vorliegend –
an einem Samstag (hier: 6. Juli 2019) endende Frist bis zum nächstfolgen-
den Werktag verlängert, am 8. Juli 2019 endete (vgl. Art. 20 Abs. 1 und
Abs. 3 VwVG),
dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss innert der gesetzten
Frist nicht geleistet hat (vgl. BVGer-act. 5),
dass sie auch nicht um Fristverlängerung oder um Wiederherstellung der
versäumten Frist ersucht hat,
dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf
die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können,
wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als
unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen
(Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]),
dass im vorliegenden Fall auf die Erhebung von Verfahrenskosten umstän-
dehalber zu verzichten ist,
dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE).
Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben).
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Christoph Rohrer Nadja Francke
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten
Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der
Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder
konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit
sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42
BGG).
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