Abtei lung III
C-2851/2006
{T 0/2}
Urteil vom 13. März 2007
Mitwirkung: Michael Peterli, vorsitzender Richter,
Eduard Achermann, Richter,
Francesco Parrino, Richter,
Gerichtsschreiberin Gross
K._______, Liechtenstein,
Beschwerdeführerin,
gegen
Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im
Ausland, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz,
betreffend
Invalidenrente
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
2Nach Einsicht:
– in die Einspracheverfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfol-
gend: IV-Stelle) vom 12. Juni 2006, mit der das Begehren der Beschwerde-
führerin um Erhöhung der ihr bis dahin gewährten halben Invalidenrente ab-
gelehnt worden ist;
– in die Beschwerde vom 7. August 2006 gegen diese abweisende Einspra-
cheverfügung der IV-Stelle;
– in die Stellungnahme von Dr. med. M._______ vom 8. Dezember 2006, wo-
nach es sich als notwendig erweise, den von der Beschwerdeführerin in ihrer
Beschwerde angekündigten rheumatologischen Bericht von Dr. med.
S._______ einzuverlangen und – sofern dieser nicht klare Schlüsse auf den
Gesundheitszustand und die damit verbundene Arbeitsfähigkeit zulasse – ei-
nen ausführlichen rheumatologischen Bericht bzw. ein Gutachten einzuho-
len;
– in die Vernehmlassung der IV-Stelle vom 12. Dezember 2006, in der diese
die Gutheissung der Beschwerde, die Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung und die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklä-
rung im Sinne der erwähnten Stellungnahme beantragt;
– in die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 5. März 2007, wonach sie mit
diesem Antrag der Vorinstanz einverstanden sei.
In Erwägung:
– dass am 1. Januar 2007 das Beschwerdeverfahren nach Art. 53 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) auf das Bundesverwaltungsgericht übergegangen ist,
welches den Parteien am 23. Februar 2007 seine Zusammensetzung be-
kannt gab. Es gingen keine Ausstandsbegehren ein.
– dass das Gericht gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1
Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni
1959 (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfü-
gungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 34 zuständig ist;
– dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und vorlie-
gend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;
– dass die Beschwerdeführerin gemäss Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG,
SR 172.021) zur Beschwerde legitimiert ist;
– dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht wurde
und somit auf die Beschwerde einzutreten ist;
– dass nach dem Zugeständnis der IV-Stelle in Verbindung mit der IV-ärzt-
lichen Stellungnahme die Einspracheverfügung vom 12. Juni 2006 auf einem
mangelhaft eruierten Sachverhalt beruht;
3– dass sich im Ergebnis die Einholung des rheumatologischen Berichts der be-
handelnden Ärztin Dr. med. S._______ sowie – falls dieser keine eindeutigen
Schlüsse auf den Gesundheitszustand und die verbleibende Arbeitsfähigkeit
zulässt – eine rheumatologische Begutachtung der Beschwerdeführerin als
notwendig erweisen;
– dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtserheb-
lichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt;
– dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Weisungen
an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann;
– dass gemäss den bis zum 30. Juni 2006 geltenden Bestimmungen keine
Verfahrenskosten erhoben werden (Art. 69 IVG in Verbindung mit Art. 85bis
Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
vom 20. Dezember 1946 [AHVG, SR 831.10] sowie in Verbindung mit den
Schlussbestimmungen Bst. a zur Änderung des IVG vom 16. Dezember
2005 [AS 2006 2003]). Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen
(Art. 64 VwVG).
4Erkannt:
1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom
12. Juni 2006 aufgehoben.
2. Die Sache wird zur Feststellung des Sachverhalts im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurück-
gewiesen.
3. Dieses Urteil wird eröffnet:
- der Beschwerdeführerin (Einschreiben, mit Rückschein)
- der Vorinstanz (Einschreiben, mit Rückschein)
- dem Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben, mit Rück-
schein)
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Rechtsmittelbelehrung
Dieses Urteil kann innerhalb von 30 Tagen ab Zustellung beim Schweizerischen Bundes-
gericht, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,
angefochten werden (vgl. Art. 42, 48, 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über
das Bundesgericht [BGG, SR 173.110]).
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