Abtei lung II I
C-3026/2006
{T 0/2}
U r t e i l v o m 9 . J a n u a r 2 0 0 8
Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),
Richter Stefan Mesmer, Richter Johannes Frölicher,
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.
X._______,
Zustelladresse: Frau und Herr M._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Beschwerdegegnerin,
Invalidenrente.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-3026/2006
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:
dass die Eidgenössische Invalidenversicherung, IV-Stelle für
Versicherte im Ausland (IVSTA) mit Verfügung vom 8. August 2005 und
Einspracheentscheid vom 3. Oktober 2006 das Leistungsbegehren des
Beschwerdeführers wegen Fehlens einer anspruchsbegründenden
Invalidität abgewiesen hat,
dass der Beschwerdeführer gegen den Einspracheentscheid mit
Schreiben vom 2. November 2006 Beschwerde bei der Eidge-
nössischen Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung für die im Ausland wohnenden Personen erhob
und die Ausrichtung einer Invalidenrente inkl. Zusatzrenten für seine
Ehefrau sowie seine Kinder beantragte,
dass das Bundsverwaltungsgericht, sofern es zuständig ist, die
Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs-
oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten der
Departemente hängigen Rechtsmittel übernimmt und im Verfahren vor
dem Bundesverwaltungsgericht das neue, am 1. Januar 2006 in Kraft
getretene Verfahrensrecht anwendbar ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 des
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das Bundesver-
waltungsgericht [VGG, SR 173.32]),
dass das Gericht gemäss Art. 31 VGG zur Beurteilung von
Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33
und Art. 34 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32
VGG vorliegt,
dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten
hat, und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit
auszumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes
vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]),
dass das Bundesverwaltungsgericht somit zur Beurteilung der
vorliegenden Beschwerde zuständig ist,
dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 9. Februar 2007
beantragte, die Beschwerde sei gutzuheissen, der angefochtene
Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Sache im Sinne der
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Stellungnahme des ärztlichen Dienstes vom 7. Februar 2007 an die
Verwaltung zurückzuweisen,
dass der ärztliche Dienst, Dr. W._______, in seiner Stellungnahme
festhält, aus medizinischer Sicht seien weitere fachärztliche,
ophthalmologische, psychiatrische, neurologische und kardiologische
Begutachtungen angezeigt,
dass sich der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 15. November
2007 dem Antrag der Vorinstanz anschliesst,
dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher
sich das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass
der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Oktober 2006 auf einer
mangelhaft ermittelten tatbeständlichen Grundlage beruht,
dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als
Beschwerdegrund nennt,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1
VwVG) mit der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen fach-
ärztlichen Begutachtungen (ophthalmologischen, psychiatrischen,
neurologischen und kardiologischen) durchführen zu lassen und neu in
der Sache zu verfügen,
dass bei bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten
zu erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass dem obsiegenden Beschwerdeführer zu Lasten der Vorinstanz
eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, welche pauschal auf
Fr. 500.-- festgesetzt wird (Art. 64 VwVG in Vebindung mit Art. 7 ff. des
Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.
2.
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Oktober 2006 wird
aufgehoben und die Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz
zurückgewiesen, die erforderlichen zusätzlichen fachärztlichen
Begutachtungen durchführen zu lassen und neu in der Sache zu
verfügen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
4.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 500.--
zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.
5.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:
Franziska Schneider Sabine Uhlmann
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110)
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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