Abtei lung II I
C-3172/2007
{T 0/2}
U r t e i l v o m 1 4 . J a n u a r 2 0 0 8
Richter Eduard Achermann (Vorsitz),
Richter Michael Peterli,
Richterin Elena Avenati-Carpani,
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.
G._______,
vertreten durch Rechtsanwältin Angelika Flechsig,
Friedrich-Ebert-Strasse 39, Postfach 14 60,
DE-59404 Unna,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenrente (Auszahlung der Kinderrente).
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-3172/2007
Nach Einsicht:
in die Einspracheverfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland
(Vorinstanz) vom 4. April 2007, mit der das Begehren der
Beschwerdeführerin um Auszahlung der Kinderrente für das Kind
E._______ ab dem 1. Juli 2003 an die Beschwerdeführerin
(Kindsmutter) abgewiesen und die Verfügung vom 13. Juni 2006
bestätigt worden ist,
in die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom 8. Mai 2007
(Poststempel 9. Mai 2007), in der die Beschwerdeführerin beantragt,
die Kinderrente ab dem 1. Juni 2003 in der Höhe von EUR 1'947.- an
sie auszuzahlen,
in die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 18. September 2007, in der
diese beantragt, die Beschwerde sei gutzuheissen.
In Erwägung:
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in
Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) zur
Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen
gemäss Art. 33 und 34 VGG zuständig ist,
dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,
dass die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 59 des
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert
ist,
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20.
Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021])
und somit auf die Beschwerde einzutreten ist,
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dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 18. September 2007
erkennt, die Beschwerdeführerin habe anhand von Kontoauszügen
dargetan, dass sie Unterhaltszahlungen für ihr Kind E._______
erbracht habe, weshalb sie ihre Unterhaltspflicht erfüllt habe und ihr
somit Nachzahlungen der Kinderrente im Umfang der tatsächlich
erbrachten Leistungen im Betrag von EUR 1'947.- zustehe (Art. 82
Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die
Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201] i.V.m. Art. 71ter Abs. 2 der
Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung [AHVV, SR 831.101]),
dass das Bundesverwaltungsgericht nach Einsicht in die Akten keinen
Grund sieht, diesem Antrag nicht zu entsprechen,
dass daher die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene
Verfügung, insoweit sie Auszahlung der Kinderrente festlegt
(Verfügung vom 13. Juni 2006; act. 98), aufzuheben und die Sache zu
neuem Entscheid an die IV-Stelle (Vorinstanz) zurückzuweisen ist,
dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass der obsiegenden Beschwerdeführerin, die sich anwaltlich
vertreten liess, eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, welche
nach Ermessen auf Fr. 1'500.- festgelegt wird (Art. 64 Abs. 1 VwVG),
dass die Parteientschädigung der Vorinstanz aufzuerlegen ist (Art. 64
Abs. 2 VwVG).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung,
insoweit sie die Auszahlung der Kinderrente festlegt, aufgehoben und
die Sache zu neuem Entscheid an die IV-Stelle zurückgewiesen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine
Parteientschädigung von Fr. 1'500.- zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 413.81.566.119/BEJ)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Eduard Achermann Daniel Stufetti
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die
Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat,
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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