B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-3198/2017
Ur t e i l vom 1 5 . Jun i 2 0 1 7
Besetzung
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richterin Michela Bürki Moreni, Richter Christoph Rohrer,
Gerichtsschreiberin Barbara Camenzind.
Parteien
X._______, Mazedonien,
vertreten durch Dr. iur. Barbara Wyler,
Wyler Koch Partner AG, 8501 Frauenfeld,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung, Neuverlegung der Verfahrenskosten,
Urteil des Bundesgerichts vom 9. Mai 2017.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder
Vorinstanz) mit Verfügung vom 7. Juli 2014 die Invalidenrente von
X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) ab 1. September 2014 auf-
gehoben hat (act. 1, Beilage 1 [C-5139/2014]),
dass der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Bar-
bara Wyler, gegen die Verfügung vom 7. Juli 2014 der IVSTA mit Eingabe
vom 12. September 2014 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht er-
hoben hat (act. 1, [C-5139/2014]),
dass das Bundesverwaltungsgericht im Verfahren C-5139/2014 mit Urteil
vom 10. Oktober 2016 die Beschwerde vom 12. September 2014 abgewie-
sen hat, infolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung keine Ver-
fahrenskosten erhoben worden sind und infolge Gewährung der unentgelt-
lichen Verbeiständung der Rechtsanwältin Dr. iur. Barbara Wyler zulasten
der Gerichtskasse eine amtliche Entschädigung von Fr. 2‘900.- zugespro-
chen worden ist (act. 30 [C-5139/2014]),
dass der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Bar-
bara Wyler, am 28. November 2016 beim Bundesgericht Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben hat (Verfahren
9C_800/2016; act. 36 [C-5139/2014]),
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 9. Mai 2017 (act. 1 [C-3198/2017])
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde den Entscheid des Bundesver-
waltungsgerichts vom 10. Oktober 2016 und die Verfügung der IVSTA vom
7. Juli 2014 aufgehoben und im Übrigen die Beschwerde abgewiesen hat,
dass das Bundesgericht zudem die Sache zur Neuverlegung der Kosten
und der Parteientschädigung für das vorangegangene Verfahren an das
Bundesverwaltungsgericht zurückgewiesen hat (act. 1 [C-3198/2017]),
dass demzufolge über die Kostenverlegung im Verfahren C-5139/2014 neu
zu befinden ist,
dass die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei aufzuer-
legen sind und bei teilweise Unterliegen die Verfahrenskosten ermässigt
werden (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
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dass die Verfahrenskosten im Verfahren C-5139/2014 auf Fr. 4'00.- festzu-
setzen und dem teilweise unterliegenden Beschwerdeführer zu zwei Drit-
teln in Höhe von Fr. 267.- aufzuerlegen, jedoch infolge Gewährung der un-
entgeltlichen Prozessführung nicht zu erheben sind,
dass der teilweise unterliegenden Vorinstanz ebenfalls keine Verfahrens-
kosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei
von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwach-
sene notwendige und verhältnismässige hohe Kosten zusprechen kann
(Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-
gericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass im Verfahren C-5139/2014 infolge Gewährung der unentgeltlichen
Verbeiständung zulasten der Gerichtskasse eine Parteientschädigung von
Fr. 2‘900.- zugesprochen worden ist,
dass der Beschwerdeführer aufgrund seines teilweisen Obsiegens An-
spruch auf eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 967.- zulasten der
Vorinstanz hat,
dass infolge der Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung der
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers eine Entschädigung von
Fr. 1933.- zulasten der Gerichtskasse zuzusprechen ist,
dass der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege allerdings keine defini-
tive Übernahme der Kosten durch den Staat garantiert (BGE 122 I 322
E. 2c) und der Beschwerdeführer – gelangt er später zu hinreichenden Mit-
teln – verpflichtet ist, dem Bundesverwaltungsgericht Honorar und Kosten
seiner amtlich bestellten Rechtsvertreterin zu vergüten (vgl. Art. 65 Abs. 4
VwVG),
dass die teilweise obsiegende Vorinstanz keinen Anspruch auf eine Partei-
entschädigung hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE),
dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen
sind (Art. 6 lit. b VGKE) und von einer Parteientschädigung abzusehen ist
(Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario sowie Art. 7 ff. VGKE).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Verfahrenskosten für das Verfahren C-5139/2014 zulasten des Be-
schwerdeführers betragen Fr. 267.-.
2.
Infolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung werden für das
Verfahren C-5139/2014 keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Beschwerdeführer wird für das Verfahren C-5139/2014 eine Partei-
entschädigung von Fr. 967.- zugesprochen, die von der Vorinstanz nach
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu leisten ist.
4.
Der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Dr. iur. Bar-
bara Wyler, wird für das Verfahren C-5139/2014 zulasten der Gerichts-
kasse eine Entschädigung von Fr. 1933.- ausgerichtet.
5.
Der Vorinstanz wird für das Verfahren C-5139/2014 keine Parteientschädi-
gung ausgerichtet.
6.
Für das Verfahren C-3198/2017 werden keine Verfahrenskosten erhoben
und es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.
7.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
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Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Barbara Camenzind
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42
BGG).
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