B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-3465/2018
Absch r e i bung sen t s c he i d
vom 1 0 . J u l i 2 0 1 8
Besetzung
Einzelrichter Beat Weber,
Gerichtsschreiber Daniel Golta.
Parteien
A._______, (Deutschland),
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.
Gegenstand
IV, Rechtsverzögerung.
C-3465/2018
Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 6. Februar 2018 die Be-
schwerde von A._______ gutgeheissen, die angefochtene Verfügung der
IVSTA vom 26. November 2015 aufgehoben und die Sache zu weiteren
Abklärungen im Sinne der Erwägung 9 (Bestätigung der halben Rente, An-
ordnung einer orthopädischen Begutachtung, Neuberechnung des Ein-
kommensvergleichs) an die Vorinstanz zurückgewiesen hat,
dass A._______ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 10. Juni 2018 beim
Bundesverwaltungsgericht per Telefax eine Rechtsverzögerungsbe-
schwerde eingereicht hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit Zwischen-
verfügung vom 19. Juni 2018 aufgefordert hat, bis zum 20. August 2018
einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- zu leisten, ansonsten auf
die Beschwerde nicht eingetreten werde,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Juni 2018 Erstaunen über
diese Aufforderung zum Ausdruck gebracht hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit Zwischen-
verfügung vom 26. Juni 2018 aufgefordert hat, innert fünf Tagen ab Erhalt
derselben das Original der Beschwerdeschrift oder eine Abschrift seiner
Beschwerdeschrift inkl. Originalunterschrift nachzureichen, ansonsten auf
die Beschwerde nicht eingetreten werde,
dass der Beschwerdeführer mit unterschriebener Eingabe vom 28. Juni
2018 seine Beschwerde verbessert hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 3. Juli 2018 das
rechtsgültige Einreichen der Rechtsverzögerungsbeschwerde bestätigt
und Ausführungen betreffend das Vorgehen im Rückweisungsfall zur Be-
gutachtung in der Schweiz gemacht hat,
dass der Beschwerdeführer am 5. Juli 2018 dem Bundesverwaltungsge-
richt eine Notiz über ein mit der IVSTA geführtes Gespräch zugestellt hat,
dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern – wie hier – keine
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
C-3465/2018
Seite 3
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,
dass Verfügungen der Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG in Verbindung
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) vor Bundesverwaltungsgericht
anfechtbar sind,
dass gemäss Art. 56 Abs. 2 ATSG (SR 830.1) auch Beschwerde erhoben
werden kann, wenn der Versicherungsträger entgegen dem Begehren der
betroffenen Partei keine Verfügung erlässt (Rechtsverweigerungs- bzw.
Rechtsverzögerungsbeschwerde),
dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 6. Juli 2018 seine Be-
schwerde am 9. Juli 2018 zurückgezogen hat,
dass infolge Rückzugs der Beschwerde das Beschwerdeverfahren im ein-
zelrichterlichen Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist
(Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG),
dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-
ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass Vorinstanzen allerdings unabhängig vom Verfahrensausgang keine
Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG) und vorliegend
Gründe in der Sache bzw. in der Person des Beschwerdeführers es jeden-
falls als unverhältnismässig erscheinen liessen, ihm Verfahrenskosten auf-
zuerlegen (vgl. Art. 6 Bst. b VGKE),
dass bei diesem Verfahrensausgang die Aufforderung an den Beschwer-
deführer zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 800.-
bis zum 20. August 2018 hinfällig wird und die Zwischenverfügung vom
19. Juni 2018 daher aufzuheben ist,
dass gemäss Art. 15 VGKE, falls ein Verfahren gegenstandslos wird, das
Gericht prüft, ob eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, und für die
Festsetzung der Parteientschädigung Artikel 5 sinngemäss gilt,
dass aber die Vorinstanz als Bundesbehörde unabhängig vom
Verfahrensausgang keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat und
C-3465/2018
Seite 4
dem unterliegenden Beschwerdeführer keine Parteientschädigung auszu-
richten ist (vgl. Art. 15 VGKE i.V.m. Art. 5, Art. 7 Abs. 1 e contrario und
Abs. 3 VGKE).
Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Zwischenverfügung vom 19. Juni 2018 wird aufgehoben.
2.
Das Verfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
5.
Dieser Entscheid geht an:
– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben; Beilagen in Kopie: Eingaben
des Beschwerdeführers vom 5. Juli 2018 [inkl. Beilage] und vom 9. Juli
2018 [B-act. 10 f.])
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
Beat Weber Daniel Golta
C-3465/2018
Seite 5
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe
der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-
den hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
Versand: