B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-3655/2015
Ur t e i l vom 9 . De zembe r 20 1 5
Besetzung
Einzelrichterin Franziska Schneider,
Gerichtsschreiber Tobias Merz.
Parteien
A._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung, Rentenanspruch,
Verfügung vom 16. April 2015.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) dem Versicherten
A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) mit Verfü-
gung vom 16. April 2015 eine ordentliche halbe Invalidenrente mit Leis-
tungsbeginn am 1. Januar 2015 zugesprochen hat,
dass der Versicherte diese Verfügung mit Beschwerde vom 1. Juni 2015
angefochten hat (Akten im Beschwerdeverfahren Nr. [BVGer-act.] 1)
dass die Vorinstanz mit Vernehmlassungen vom 13. Juli 2015 in der Sache
Stellung nahm und die Abweisung der Beschwerde beantragte (BVGer-
act. 3),
dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 24. Juli 2014 betreffend Zustellungs-
nachweis Stellung nahm und geltend machte, die Beschwerde sei verspä-
tet eingereicht worden (BVGer-act. 6),
dass der Beschwerdeführer mit Brief vom 24. September 2015 ein Zustell-
domizil in der Schweiz bekannt gegeben hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig ist (Art. 31 VGG i.V. mit Art 33 Bst. d VGG und Art. 69
Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]; Art. 32 VGG),
dass die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen seit der Eröffnung der Verfü-
gung einzureichen ist (Art. 50 VwVG),
dass schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Behörde
einzureichen oder zu deren Handen der Schweizerischen Post oder einer
schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung zu über-
geben sind (Art. 21 Abs. 1 VwVG),
dass die angefochtene Verfügung am 22. April 2015 eröffnet wurde
(BVGer-act. 6) und demnach die 30-tägige Beschwerdefrist am
22. Mai 2015 abgelaufen ist (Art. 20 VwVG),
dass in der Rechtsmittelbelehrung der angefochtenen Verfügung lediglich
vermerkt ist, dass die angefochtene Verfügung innert 30 Tagen beim Bun-
desverwaltungsgericht angefochten werden könne, die Möglichkeit der
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fristwahrenden Übergabe an die Schweizerische Post oder eine schweize-
rische diplomatische oder konsularische Vertretung jedoch nicht aufgeführt
wurde,
dass Fristversäumnisse aufgrund von Fehlern der Verwaltung gemäss der
Rechtsprechung nicht dem Beschwerdeführer angelastet werden dürfen
(vgl. BGE 125 V 65 E. 4),
dass die am 1. Juni 2016 datierte und gleichentags der Post übergebene
Beschwerde erst nach Fristablauf erstellt wurde und das Fristversäumnis
unter den gegebenen Umständen nicht auf die unvollständige Rechtsmit-
telbelehrung der IVSTA zurückzuführen ist (vgl. Urteil des BGer
9C_755/2013 vom 11. Juli 2014 E. 2),
dass das Versäumnis der Beschwerdefrist vorliegend dem Beschwerde-
führer anzulasten ist,
dass kein Grund für die Wiederherstellung der Frist nach Art. 24
Abs. 1 VwVG vorliegt,
dass somit die am 1. Juni 2015 eingereichte Beschwerde verspätet und auf
diese im einzelrichterlichen Verfahren nicht einzutreten ist
(vgl. Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
dass mangels erheblichen Aufwands von der Erhebung von Verfahrens-
kosten abgesehen werden kann (Art. 6 Bst. a des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) und bei diesem Ausgang des
Verfahrens keine Parteikosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG
e contrario).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädi-
gung zugesprochen.
3.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherung
Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:
Franziska Schneider Tobias Merz
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Beschwerde muss spätestens am letzten Tag der Frist der Be-
hörde eingereicht oder zu deren Handen der schweizerischen Post oder
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung
übergeben werden. Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen
und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-
mittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen
(Art. 42 BGG).
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