Abtei lung II I
C-3762/2009/mes
{T 0/2}
U r t e i l v o m 1 9 . J a n u a r 2 0 1 0
Richter Stefan Mesmer (Vorsitz),
Richter Johannes Frölicher,
Richter Beat Weber,
Gerichtsschreiber Marc Wälti.
X.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenversicherung, Abweisung Leistungsbegehren.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-3762/2009
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Beschwerdeführerin am 1. Juni 2009 die Verfügung der Eid-
genössischen Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im Aus-
land (IVSTA), vom 6. Mai 2009 betreffend Invalidenversicherungsrente
beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,
dass das Gericht gemäss Art. 31 VGG zur Beurteilung von Beschwer-
den gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zu-
ständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten
hat und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit aus-
zumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]), so
dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde
zuständig ist,
dass die Beschwerdeführerin ohne Zweifel zur Beschwerdeführung
legitimiert ist, so dass auf die frist- und formgerecht eingereichten Be-
schwerde einzutreten ist,
dass die IVSTA in ihrer Vernehmlassung vom 8. Dezember 2009, die
der Beschwerdeführerin zur Kenntnis zu bringen ist, beantragt, die Be-
schwerde vom 1. Juni 2009 gutzuheissen und die Sache zur weiteren
Abklärung des medizinischen Sachverhaltes im Sinne der Stellung-
nahme des regionalärztlichen Dienstes (RAD) vom 25. November 2009
an die Vorinstanz zurückzuweisen,
dass Dr. med. A.________ in dieser Stellungnahme des RAD zum
Schluss kommt, es sei bei der behandelnden Fachärztin ein ergän-
zender psychiatrischer Bericht einzuholen,
dass auch die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift sinn-
gemäss beantragte, es sei eine zusätzliche ärztliche Untersuchung
durchzuführen,
dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher
sich das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, davon auszu-
gehen ist, dass die angefochtene Verfügung auf einer mangelhaft er-
mittelten tatbeständlichen Grundlage beruht,
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dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als
Beschwerdegrund nennt,
dass unter diesen Umständen die angefochtene Verfügung der IVSTA
vom 6. Mai 2009 in Gutheissung der Beschwerde vom 1. Juni 2009
aufzuheben und die Sache zur Vornahme der ergänzenden medizi-
nischen Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61
Abs. 1 VwVG),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass mangels verhältnismässig hohen Aufwands keine Parteient-
schädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320. 2]).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.
2.
Die angefochtene Verfügung vom 6. Mai 2009 wird aufgehoben und die
Sache wird zur Vornahme der ergänzenden medizinischen Abklä-
rungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.
3.
Ein Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 8. Dezember
2009 geht zur Kenntnisnahme an die Beschwerdeführerin.
4.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
5.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
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6.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Vernehmlas-
sung der Vorinstanz)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Stefan Mesmer Marc Wälti
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die
beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42
BGG).
Versand:
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