B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-3783/2019
Ur t e i l vom 1 3 . Augu s t 2 0 1 9
Besetzung
Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz),
Richterin Michela Bürki Moreni, Richter Michael Peterli,
Gerichtsschreiber Roger Stalder.
Parteien
A._______, (Portugal),
vertreten durch lic. iur. Dominique Chopard, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung, Neuverlegung der Kosten
im Beschwerdeverfahren C-3952/2014,
Urteil des Bundesgerichts 9C_760/2018 vom 17. Juli 2019.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder
Vorinstanz) A._______ (im Folgenden: Versicherter, Beschwerdeführer
oder Beschwerdegegner vor Bundesgericht) mit drei Verfügungen vom
5. Juni 2014 für die Zeit vom 1. Januar 2004 bis 31. Juli 2014 eine Drei-
viertelsrente zugesprochen und gleichzeitig einen Anspruch auf Wiederein-
gliederungsmassnahmen verneint hat,
dass der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dominique
Chopard, beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 14. Juli 2014
hat Beschwerde erheben und beantragen lassen, die IVSTA sei zu ver-
pflichten, ihm Massnahmen zur Wiedereingliederung gemäss Art. 8a IVG
zu gewähren und die Invalidenrente weiter auszurichten; zudem habe sie
auf der gesamten Rentennachzahlung ab 1. Januar 2004 den gesetzlichen
Verzugszins zu bezahlen (Beschwerdeverfahren C-3952/2014),
dass das Bundesverwaltungsgericht im Verfahren C-3952/2014 die Be-
schwerde mit Urteil vom 26. September 2018 gutgeheissen hat, soweit es
darauf eingetreten ist,
dass es die angefochtene, den Anspruch auf Wiedereingliederungsmass-
nahmen sowie auf Weiterausrichtung der Rente ab 1. August 2014 vernei-
nende Verfügung der IVSTA vom 5. Juni 2014 aufgehoben hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht die Vorinstanz angewiesen hat, die
bisherige Rente bis zum Ende des Monats der Entscheideröffnung (d.h. bis
Ende Oktober 2018) weiter auszurichten sowie die Gewährung von Wie-
dereingliederungsmassnahmen zu prüfen und darüber zu befinden (wobei
die Rente im Falle der Durchführung von Wiedereingliederungsmassnah-
men längstens während zwei Jahren ab Entscheideröffnung weiterhin zu
entrichten sei),
dass keine Verfahrenskosten erhoben worden sind mit dem Hinweis, der
vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von
Fr. 400.- werde diesem nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurücker-
stattet,
dass überdies die Vorinstanz angewiesen worden ist, dem Beschwerde-
führer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'000.- auszurichten,
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dass die Vorinstanz beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten hat erheben lassen (Beschwerdeverfahren 9C_760/
2018),
dass das Bundesgericht mit Urteil 9C_760/2018 vom 17. Juli 2019 in Gut-
heissung der Beschwerde den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts
vom 26. September 2018 im Beschwerdeverfahren C-3952/2014 aufgeho-
ben und die Verfügung der IVSTA vom 5. Juni 2014 bestätigt hat,
dass das Gesuch des Beschwerdegegners vor Bundesgericht um unent-
geltliche Rechtspflege abgewiesen und diesem die Gerichtskosten in der
Höhe von Fr. 500.- auferlegt worden sind,
dass das Bundesgericht zudem die Sache zur Neuverlegung der Kosten
für das vorangegangene Verfahren C-3952/2014 an das Bundesverwal-
tungsgericht zurückgewiesen hat,
dass demzufolge über die Kostenverlegung im Beschwerdeverfahren
C-3952/2014 im vorliegenden Verfahren C-3783/2019 neu zu befinden ist,
dass die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei aufzuer-
legen sind und diese bei teilweisem Unterliegen ermässigt werden (Art. 63
Abs. 1 VwVG),
dass die Verfahrenskosten im Verfahren C-3952/2014 auf Fr. 400.- festzu-
setzen sind,
dass diese dem – vor Bundesgericht unterliegenden – Beschwerdeführer
aufzuerlegen und dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu
entnehmen sind,
dass der obsiegenden Vorinstanz keine Verfahrenskosten aufzuerlegen
sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei
von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwach-
sene notwendige und verhältnismässige hohe Kosten zusprechen kann
(Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-
gericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass dem Beschwerdeführer im Verfahren C-3952/2014 eine Parteient-
schädigung von Fr. 2'000.- zugesprochen worden ist,
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dass der Beschwerdeführer aufgrund seines Unterliegens vor Bundesge-
richt keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat (Art. 64 Abs. 1
VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 VGKE),
dass die obsiegende Vorinstanz als Bundesbehörde (vgl. BGE 127 V 205
E. 4) ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat (Art. 64
Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE),
dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen
sind (Art. 6 lit. b VGKE) und von einer Parteientschädigung abzusehen ist
(Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren C-3952/2014 von Fr. 400.-
werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss
in gleicher Höhe wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet.
2.
Im Beschwerdeverfahren C-3952/2014 werden keine Parteientschädigun-
gen zugesprochen.
3.
Für das Verfahren C-3783/2019 werden keine Verfahrenskosten erhoben.
4.
Für das Verfahren C-3783/2019 werden keine Parteientschädigungen zu-
gesprochen.
5.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
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Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:
Viktoria Helfenstein Roger Stalder
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten
Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der
Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder
konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid
und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in
Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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