B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-3934/2015
Ur t e i l vom 3 . S e p t embe r 2 0 1 5
Besetzung
Einzelrichter Daniel Stufetti,
Gerichtsschreiberin Agnieszka Taberska.
Parteien
A._______ GmbH,
Beschwerdeführerin,
gegen
Stiftung Auffangeinrichtung BVG,
Rechtsdienst, Weststrasse 50, Postfach, 8036 Zürich,
Vorinstanz.
Gegenstand
Berufliche Vorsorge, Zwangsanschluss als Arbeitgeber an
die Auffangeinrichtung; Verfügung Stiftung Auffangeinrich-
tung BVG vom 21. Mai 2015.
C-3934/2015
Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG mit Verfügung vom 21. Mai 2015
den Zwangsanschluss der A._______ GmbH (nachfolgend: Beschwerde-
führerin) an die Auffangeinrichtung rückwirkend per 1. September 2014 be-
schloss,
dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung mit Beschwerde vom
22. Juni 2015 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,
dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme
nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,
dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich des Zwangsanschlusses an
die Auffangeinrichtung (Art. 60 Abs. 2bis BVG) vor Bundesverwaltungsge-
richt anfechtbar sind,
dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 1. Juli 2015 zur
Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.– bis zum 3. August 2015
aufgefordert wurde, mit der Androhung, bei nicht fristgemässer Bezahlung
werde auf die Beschwerde nicht eingetreten (act. 2),
dass diese Zwischenverfügung der Beschwerdeführerin am 9. Juli 2015
zugestellt wurde (act. 4),
dass gemäss Art. 21 Abs. 3 VwVG die Frist für die Zahlung eines Kosten-
vorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag rechtzeitig zu Gunsten der Be-
hörde der Schweizerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bank-
konto in der Schweiz belastet worden ist, wobei der Zeitpunkt massgebend
ist, in welchem die Zahlung durch die Post oder Bank effektiv abgebucht
wurde (Valutadatum),
dass der einverlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– erst am 4. August
2015 bei der Gerichtskasse des Bundesverwaltungsgerichts eingegangen
ist (act. 5 und 7),
dass die Beschwerdeführerin nach Aufforderung durch den Instruktions-
richter, ihre Zahlung mittels Beweismittel zu belegen, einen Kontoauszug
C-3934/2015
Seite 3
der Bank B._______ einreichte, welchem zu entnehmen ist, dass der Be-
trag von Fr. 800.– dem Konto der Beschwerdeführerin effektiv am 4. Au-
gust 2015 zugunsten des Bundesverwaltungsgerichts belastet wurde (act.
8 und 9),
dass die Beschwerdeführerin den Vorschuss somit, wie sie selbst in Ihrem
Schreiben vom 2. August 2015 anerkannte, erst am 4. August 2015 und
damit nicht innert der gesetzten Frist geleistet hat,
dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf
die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können,
wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als
unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen
(Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]),
dass vorliegend auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten und
der Beschwerdeführerin der verspätet geleistete Kostenvorschuss
zurückzuerstatten ist.
C-3934/2015
Seite 4
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– wird der Beschwerdeführerin
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.
4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular
Zahladresse)
– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Daniel Stufetti Agnieszka Taberska
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42
BGG).
Versand: