B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-3949/2016
Absch r e i bung sen t s c he i d
vom 1 . M a i 2 0 1 9
Besetzung
Einzelrichter Daniel Stufetti,
Gerichtsschreiberin Marion Sutter.
Parteien
A._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung, Beginn des Rentenanspruchs;
Verfügungen vom 15. Juni 2016 und 1. November 2016.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vor-
instanz) mit „Zwischenverfügung – Feststellungsverfügung“ vom 15. Juni
2016 feststellte, dass am 4. August 2015 (Zeitpunkt des Erlasses des Vor-
bescheids vom 4. August 2015; vgl. Akten des vorinstanzlichen Verfahrens
Teil 1, „Bordereau de pièces“ vom 7. September 2016, Aktennummer
[nachfolgend: IV-act.] 76) bei A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer)
keine rentenbegründende Invalidität vorlag (IV-act. 129),
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Juni 2016 (bezeichnet als
„neuerliche Rechtsverweigerungsbeschwerde nach Art. 56 Abs. 2 ATSG“)
hiergegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob mit den An-
trägen, es sei ein Urteil mit Rechtsfolgen für die IVSTA zu erlassen und ihm
eine Entschädigung für seine Zeitaufwände, Gebühren und die psychische
Belastung zuzusprechen (BVGer-act. 1),
dass der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Rein-
hard Pitschmann, mit Eingabe vom 28. Oktober 2016 sein Rechtsbegehren
wie folgt abänderte (BVGer-act. 21):
„Der Versicherte begehrt die Ausrichtung einer Versehrtenrente im Ausmass
von 100 % ab dem 1. April 2015, zumal er nicht mehr arbeitsfähig ist und auch
mit der Verbesserung seines Zustands nicht mehr gerechnet werden kann.
Der Versicherte ist nicht mehr erwerbsfähig.“
dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer sodann in einer weiteren Ver-
fügung vom 1. November 2016 mit Wirkung ab dem 1. April 2016 eine
ganze Invalidenrente gewährte (act. 3 der Akten des vorinstanzlichen Ver-
fahrens Teil 2, „Bordereau de pièces“ vom 16. Dezember 2016),
dass der Beschwerdeführer, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur.
Reinhard Pitschmann, hiergegen mit Eingabe vom 30. November 2016 er-
neut Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob mit dem Antrag,
die ihm zugesprochene ganze Invalidenrente sei ihm bereits mit Wirkung
ab dem 1. April 2015 auszurichten (BVGer-act. 27),
dass gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungs-
gericht vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes
über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG,
SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
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dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,
dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der Invalidenversicherung vor
dem Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind,
dass beiden Beschwerden vom 24. Juni 2016 sowie vom 30. November
2016 derselbe Sachverhalt zu Grunde liegt, sich bei diesen im Wesentli-
chen die gleichen Rechtsfragen stellen und beide Rechtsmittel denselben
Beschwerdeführer betreffen (vgl. BGE 128 V 124 E. 1 und 128 V 192 E. 1
je m.w.H.), weshalb die beiden Beschwerdeverfahren vorliegend zu verei-
nigen sind,
dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer nach einer
materiellen Prüfung des Dossiers mit Verfügung vom 21. März 2019 dar-
über in Kenntnis setzte, dass es die Rückweisung der Beschwerde an die
Vorinstanz zur neuen Überprüfung des Sachverhalts beabsichtige, und
dem Beschwerdeführer die Gelegenheit gab, hierzu Stellung zu nehmen
respektive allenfalls seine Beschwerde – aufgrund der möglichen Ände-
rung der angefochtenen Verfügung auch zu seinen Ungunsten (reformatio
in peius) – zurückzuziehen (BVGer-act. 47),
dass der Beschwerdeführer persönlich, ohne Zuhilfenahme seines Rechts-
vertreters, sowohl mit E-Mail vom 11. April 2019 an die Kanzlei des Bun-
desverwaltungsgerichts als auch mit Kontaktformular via die Internetseite
des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. April 2019 erklärt hat, er ziehe
seine Beschwerde zurück (BVGer-act. 49),
dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit Verfügung
vom 17. April 2019 darauf hinwies, dass seine Erklärungen über den Be-
schwerderückzug nicht in einer formgültigen Weise erfolgt seien und dem
Beschwerdeführer eine Nachfrist für einen allfälligen sowie ordnungsge-
mäss einzureichenden Rückzug der Beschwerde gewährte (BVGer-act.
50),
dass der Beschwerdeführer mit E-Mail vom 26. April 2019 erklärte, er
werde nicht länger durch Rechtsanwalt Dr. iur. Pitschmann vertreten
(BVGer-act. 52),
dass der Beschwerdeführer in der Folge mit schriftlicher Erklärung vom
11. April 2019 seine Beschwerde (-n) zurückgezogen hat (BVGer-act. 54),
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dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als
durch Rückzug gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23
Abs. 1 Bst. a VGG),
dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden,
deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass die bisher aufgelaufenen Verfahrenskosten von Fr. 700.– daher
grundsätzlich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen wären,
dass das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer indessen mit
Verfügung vom 27. Oktober 2017 die unentgeltliche Rechtspflege gewährt
hat (BVGer-act. 19), weshalb vorliegend keine Verfahrenskosten zu erhe-
ben sind,
dass aufgrund dieses Verfahrensausgangs keine Parteientschädigungen
zuzusprechen sind (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 3 VGKE).
(Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite.)
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Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs als gegenstandslos ge-
worden abgeschrieben.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
4.
Dieser Entscheid geht an:
– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. [….]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Daniel Stufetti Marion Sutter
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe
der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par-
tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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