Abtei lung II I
C-3957/2007
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U r t e i l v o m 1 6 . O k t o b e r 2 0 0 7
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Alberto Meuli (Abteilungspräsident),
Richter Eduard Achermann,
Gerichtsschreiberin Dominique Gross.
M._______, verstorben,
an seiner Stelle die Witwe Z._______,
und diese vertreten durch Rechtsbeistand
Hermann Hölzle, Postfach 1623,
DE-61348 Bad Homburg,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenrente.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-3957/2007
Nach Einsicht:
in die Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend:
IV-Stelle) vom 15. Mai 2007, mit der auf das Leistungsgesuch von
M._______ um Erhalt einer Invalidenrente nicht eingetreten wurde, da
die angeforderten Unterlagen nicht eingereicht wurden und damit die
Mitwirkungspflicht nicht wahrgenommen worden sei;
in die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom 11. Juni
2007, in welcher die Beschwerdeführerin beantragen liess, die Verfü-
gung vom 15. Mai 2007 aufzuheben und die IV-Stelle anzuweisen, das
Leistungsgesuch weiterzubearbeiten und eine Entscheidung in der Sa-
che zu treffen, da sich aus dem Schreiben vom 3. April 2007 (vgl.
act. 13) ergebe, dass der Mitwirkungspflicht nachgekommen worden
sei;
in die Vernehmlassung der IV-Stelle vom 11. September 2007, in der
diese beantragt, die Beschwerde gutzuheissen und die Akten zur Fort-
setzung der Prüfung des Leistungsgesuchs an die Vorinstanz zurück-
zuweisen, da das Schreiben des Rechtsvertreters der Beschwerdefüh-
rerin vom 3. April 2007 zeige, dass die angeforderten Unterlagen an-
statt an die IV-Stelle versehentlich an die Schweizerische Ausgleichs-
kasse adressiert worden seien, und somit die Mitwirkungspflicht als er-
füllt gelten könne.
In Erwägung:
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und
34 VGG zuständig ist;
dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und
dass vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;
dass die Beschwerdeführerin als Rechtsnachfolgerin des Gesuchstel-
lers im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG,
SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist;
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dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und so-
mit darauf einzutreten ist;
dass das Bundesverwaltungsgericht den Parteien am 14. September
2007 die Zusammensetzung des Spruchkörpers bekannt gegeben hat
und keine Ausstandsbegehren eingegangen sind;
dass die Beschwerdeführerin nach dem Zugeständnis der IV-Stelle die
Mitwirkungspflicht erfüllt habe und somit entsprechend ihrem Antrag
in der Beschwerde die Prüfung des Leistungsgesuchs fortzusetzen
sei;
dass im Ergebnis die Parteien gemeinsam beantragen, die Prüfung
des Leistungsgesuchs fortzusetzen;
dass das Bundesverwaltungsgericht nach Einsicht in die Akten keinen
Grund sieht, von diesem Antrag abzuweichen;
dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind;
dass laut Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt vom 11. Dezember 2006 (VGKE, SR 173.320.2) die obsiegende
Partei für die ihr erwachsenen notwendigen Kosten Anspruch auf eine
Parteientschädigung nach Ermessen des Gerichts hat, welche der Vor-
instanz aufzuerlegen ist.
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung
vom 15. Mai 2007 aufgehoben.
2.
Die Akten gehen zur Fortsetzung des Verfahrens an die Vorinstanz.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
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4.
Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung
von Fr. 700.- zu bezahlen.
5.
Dieses Urteil geht an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (Rückschein)
- die Vorinstanz (eingeschrieben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen (eingeschrieben)
Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:
Alberto Meuli Dominique Gross
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG,
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der an-
gefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-
schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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