Abtei lung II I
C-4197/2008/mes
{T 0/2}
U r t e i l v o m 1 2 . J a n u a r 2 0 0 9
Richter Stefan Mesmer (Vorsitz),
Richter Alberto Meuli,
Richter Beat Weber,
Gerichtsschreiber Marc Wälti.
A._______,
vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Cristoforo Motta,
X._______,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenversicherung, Verfügung vom 7. Mai 2008.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-4197/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Beschwerdeführerin am 23. Juni 2008 die abweisende
Verfügung vom 7. Mai 2008 der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung (IV), IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA), betreffend ein
Begehren um Leistungen der IV beim Bundesverwaltungsgericht ange-
fochten hat,
dass im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht das am 1. Ja-
nuar 2007 in Kraft getretene Verfahrensrecht anwendbar ist (vgl. Art.
53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das Bundes-
verwaltungsgericht [VGG], SR 173.32),
dass das Gericht gemäss Art. 31 VGG zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und
34 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG
vorliegt,
dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten
hat, und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit aus-
zumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG], SR 831.20), so
dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde
zuständig ist,
dass die Beschwerdeführerin ohne Zweifel beschwerdelegitimiert ist
und daher auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde
einzutreten ist (Art. 59 und 60 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober
2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG,
SR 830.1], Art. 48 und 50 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),
dass die Beschwerdeführerin in ihrem Hauptantrag die Aufhebung der
angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Sache an die
Vorinstanz zur Durchführung ergänzender medizinischer und arbeits-
praktischer Abklärungen beantragt hat,
dass die Vorinstanz am 16. Dezember 2008 (Posteingang am 23. De-
zember 2008) ihre Vernehmlassung vorgelegt hat, die der Be-
schwerdeführerin samt dem ärztlichen Bericht vom 11. Dezember 2008
zur Kenntnis zu bringen ist,
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dass die Vorinstanz beantragt, die Beschwerde sei gutzuheissen, die
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne
der Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 11. Dezember 2008
an die Verwaltung zurückzuweisen, wobei auch in wirtschaftlicher
Hinsicht (Bemessungsmethode) noch weiterer Abklärungsbedarf be-
stehe,
dass der ärztliche Dienst (Dr. B._______) in seiner Stellungnahme
festhält, aus medizinischer Sicht sei noch eine fachärztliche, rheuma-
tologisch-psychiatrische Begutachtung angezeigt (act. Y._______),
dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher
sich das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass
die angefochtene Verfügung vom 7. Mai 2008 auf einer mangelhaft er-
mittelten tatbeständlichen Grundlage beruht,
dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1
VwVG) mit der Anweisung, die erforderliche zusätzliche fachärztliche
(psychiatrische und rheumatologische) Begutachtung sowie wirt-
schaftliche Abklärungen durchführen zu lassen und neu in der Sache
zu verfügen,
dass zudem die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 22. Dezember
2008 samt Beilagen der Vorinstanz zur Kenntnis zu bringen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG; Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass der vollumfänglich obsiegenden Beschwerdeführerin eine von der
Vorinstanz zu entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist, die
von der Vorinstanz zu leisten ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass die Parteientschädigung mangels Kostennote gemäss Art. 14
Abs. 2 VGKE aufgrund der Akten zu bestimmen ist,
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dass das einer Partei zu entschädigende Anwaltshonorar sich nach
dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters bestimmt, wobei ein
anwaltlicher Stundenansatz von Fr. 200.- bis Fr. 400.- zu entschädigen
ist (Art. 10 VGKE),
dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Akten ein Anwalts-
aufwand von gut 6 Std. angemessen und notwendig erscheint, der zu
einem Stundenansatz von Fr. 250.- zu entschädigen ist,
dass das zu entschädigende Anwaltshonorar (einschliesslich Aus-
lagen) daher auf Fr. 1'600.- festzusetzen ist (Art. 64 VwVG in
Verbindung mit Art. 9 und Art. 10 VGKE), wobei keine Mehrwertsteuer
geschuldet und zu entschädigen ist (Art. 5 lit. b in Verbindung mit Art.
14 Abs. 3 lit. c des Mehrwertsteuergesetzes vom 2. September 1999
[MWSTG, SR 641.20]; vgl. Urteil des Bundesgerichts I 30/03 vom
22. Mai 2003).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.
2.
Die angefochtene Verfügung vom 7. Mai 2008 wird aufgehoben und
die Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die
erforderliche zusätzliche fachärztliche (psychiatrische und rheumato-
logische) Begutachtung sowie wirtschaftliche Abklärungen durch-
führen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen.
3.
Ein Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 16. Dezember
2008 samt ärztlichem Bericht vom 11. Dezember 2008 (act.
Y._______) geht zur Kenntnisnahme an die Beschwerdeführerin.
4.
Eine Kopie der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 22. Dezember
2008 samt Beilagen geht zur Kenntnisnahme an die Vorinstanz.
5.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
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6.
Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren eine
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'600.- zugesprochen, die
von der Vorinstanz zu leisten ist.
7.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Vernehmlas-
sung vom 16. Dezember 2008 samt ärztlichem Bericht vom 11. De-
zember 2008 [act. Y._______] in Kopie)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Eingabe der Beschwerdeführerin
vom 22. Dezember 2008 samt Beilagen, alles in Kopie)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Stefan Mesmer Marc Wälti
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die
beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42
BGG).
Versand:
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