B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-4262/2014, C-6546/2012, C-6623/2012
U r t e i l v o m 8 . A u g u s t 2 0 1 4
Besetzung
Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz),
Richter Andreas Trommer,
Richterin Ruth Beutler,
Gerichtsschreiber Daniel Grimm.
Parteien
X._______,
Beschwerdeführer,
gegen
Sicherheits- und Justizdepartement
des Kantons St. Gallen,
Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Ausstandsbegehren im Verfahren C-3806/2014.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass X._______ am 8. Juli 2014 beim Bundesverwaltungsgericht eine
Beschwerde eingereicht hat,
dass er darin eine monatliche Entschädigung in der Höhe von
CHF 42'000.--, rückwirkend ab dem 2. Februar 2011, seitens des Si-
cherheits- und Justizdepartements des Kantons St. Gallen fordert, bis die
Klagen/Strafklagen durch die Rechtsprüfungskommission und eine Ver-
antwortlichkeitsklage rechtskräftig entschieden seien,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf eine Beschwerde von X._______
vom 15. Dezember 2012 (C-6546/2012) wegen "Nichteinhaltens der Ge-
waltentrennung" sowie auf eine Beschwerde vom 18. Dezember 2012
(C-6623/2012) wegen "Verleumdung auf Steuerhinterziehung" nicht ein-
getreten ist,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. Juli 2014 im vorliegen-
den Verfahren den Ausstand des zuständigen Instruktionsrichters ver-
langt,
und zieht in Erwägung,
dass die Bestimmungen der Art. 34 ff. BGG über den Ausstand von Ge-
richtspersonen für Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht sinnge-
mäss gelten (Art. 38 VGG),
dass eine Partei gemäss Art. 36 BGG den Ausstand einer Gerichtsperson
schriftlich verlangen kann, sobald sie von einem Ausstandsgrund nach
Art. 34 Abs. 1 BGG Kenntnis erhält,
dass der Gesuchsteller zur Begründung seines Begehrens vorbringt, der
Instruktionsrichter habe bereits zwei ähnliche Begehren bearbeitet und
beurteilt,
dass davon ausgehend allein der als allgemeiner Auffangtatbestand kon-
zipierte Art. 34 Abs. 1 Bst. e BGG in Betracht kommt,
dass nach dieser Bestimmung Gerichtspersonen in den Ausstand treten,
wenn sie aus anderen (als den unter Bst. a bis d genannten) Gründen,
insbesondere wegen besonderer Freundschaft oder persönlicher Feind-
schaft mit einer Partei oder ihrem Vertreter, befangen sein könnten,
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dass die Partei zur Ablehnung einer Gerichtsperson gestützt auf den Aus-
standsgrund des Art. 34 Abs. 1 Bst. e BGG nicht deren tatsächliche Be-
fangenheit nachweisen muss,
dass es vielmehr genügt, wenn die Partei Umstände glaubhaft macht, die
bei objektiver Betrachtungsweise den Anschein der Befangenheit be-
gründen können (Art. 36 Abs. 1 Satz 2 BGG, vgl. BGE 134 I 20 E. 4.2),
dass die Mitwirkung in einem früheren Verfahren für sich allein kraft aus-
drücklicher Gesetzesvorschrift keinen Ausstandsgrund bildet (Art. 34
Abs. 2 BGG),
dass der Beschwerdeführer weder dargetan noch in tatsächlicher Hinsicht
glaubhaft gemacht hat, inwiefern ein Ausstandsgrund gleichwohl vorlie-
gen könnte,
dass die Feststellung, es würden keine nach Massgabe des Gesetzes
geeigneten Ausstandsgründe geltend gemacht, mithin die Eintretensvor-
aussetzungen für ein Ausstandsverfahren fehlen, auch unter Mitwirkung
der Gerichtsperson getroffen werden kann, gegen die sich das unzulässi-
ge Ausstandsbegehren richtet (vgl. Urteil des BGer 5A_429/2014 vom
2. Juli 2014, E. 1),
dass auf das Ausstandsbegehren somit nicht einzutreten ist,
dass die Kosten des Verfahrens entsprechend seinem Ausgang dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 2 f.
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
(Dispositiv nächste Seite)
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf das Ausstandsbegehren wird nicht eingetreten.
2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 300.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden Urteils
zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.
3.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Antonio Imoberdorf Daniel Grimm
Versand: