Abtei lung II I
C-4305/2010/mes
{T 0/2}
U r t e i l v o m 2 0 . O k t o b e r 2 0 1 0
Richter Stefan Mesmer (Vorsitz),
Richter Alberto Meuli,
Richter Francesco Parrino,
Gerichtsschreiberin Susanne Marbet Coullery.
X._______,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur.
Victoria Romeo Martín Hefti, Spielhof 3, 8750 Glarus,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenversicherung, Rentenrevision, Verfügung vom
5. Mai 2010.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-4305/2010
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Beschwerdeführerin am 14. Juni 2010 die Verfügung der
Eidgenössischen Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im
Ausland (IVSTA, im Folgenden auch: Vorinstanz), vom 5. Mai 2010
betreffend Revision des Invalidenrentenanspruchs beim Bundes-
verwaltungsgericht angefochten hat,
dass im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht das neue, am
1. Januar 2007 in Kraft getretene Verfahrensrecht anwendbar ist (vgl.
Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das
Bundesverwaltungsgericht [VGG], SR 173.32),
dass das Gericht gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni
2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) zur Be-
urteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen
gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art.
32 VGG vorliegt,
dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten
hat, und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit aus-
zumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG], SR 831.20), so
dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde
zuständig ist,
dass die übrigen Prozessvoraussetzungen ohne Zweifel erfüllt sind,
dass die Vorinstanz am 13. Oktober 2010 ihre Vernehmlassung vor-
gelegt hat, die der Beschwerdeführerin zur Kenntnis zu bringen ist,
dass die Vorinstanz beantragt, die Beschwerde sei gutzuheissen, die
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne
der Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 1. Oktober 2010 an
die Verwaltung zurückzuweisen,
dass der ärztliche Dienst (Dr. med. Y._______) in seiner Stel -
lungnahme festhält, aus medizinischer Sicht sei eine weitere psychia-
trische Begutachtung in der Schweiz angezeigt (act. 163),
dass daraus zu schliessen ist, dass aus fachärztlicher Sicht der
psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und dessen
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Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgrund der vorliegenden
Unterlagen nicht ausreichend sicher bestimmt werden kann,
dass die Beschwerdeführerin bereits in ihrer Beschwerdeschrift even-
tualiter die Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen bean-
tragt hat,
dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher
sich das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass
die angefochtene Verfügung vom 5. Mai 2010 auf einer mangelhaft er-
mittelten tatbeständlichen Grundlage beruht,
dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als
Beschwerdegrund nennt,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1
VwVG) mit der Anweisung, die erforderliche zusätzliche psychiatrische
Begutachtung in der Schweiz durchführen zu lassen und neu in der
Sache zu verfügen,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass der obsiegenden, anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin
eine von der Vorinstanz zu entrichtende Parteientschädigung zuzu-
sprechen ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass die Parteientschädigung gemäss Art. 14 Abs. 2 des Reglements
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) aufgrund der Akten
zu bestimmen ist,
dass im vorliegenden Verfahren in Anwendung der genannten Be-
stimmungen das zu entschädigende Anwaltshonorar (einschliesslich
Auslagen) auf Fr. 1'800.- festzusetzen ist (Art. 64 VwVG in Verbindung
mit Art. 9 und Art. 10 VGKE).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.
2.
Die angefochtene Verfügung vom 5. Mai 2010 wird aufgehoben und die
Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die
erforderliche zusätzliche psychiatrische Begutachtung in der Schweiz
durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
4.
Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren eine
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'800.- zugesprochen, die
von der Vorinstanz zu leisten ist.
5.
Ein Doppel der Vernehmlassung vom 13. Oktober 2010 samt ärzt-
lichem Bericht vom 1. Oktober 2010 in Kopie geht an die Beschwerde-
führerin
6.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel der
Vernehmlassung vom 13. Oktober 2010 samt ärztlichem Bericht
vom 1. Oktober 2010 [act. 206] in Kopie)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. xxxx)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Stefan Mesmer Susanne Marbet Coullery
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht,Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden sofern die
Anforderungen von Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) erfüllt sind. Die
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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