Abtei lung II I
C-4622/2008
{T 0/2}
U r t e i l v o m 2 5 . N o v e m b e r 2 0 0 8
Einzelrichter Beat Weber,
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.
E._______,
Beschwerdeführerin,
gegen
Stiftung Auffangeinrichtung BVG,
Zweigstelle Deutschschweiz, Binzstrasse 15,
Postfach 2855, 8022 Zürich,
Vorinstanz.
Zwangsanschluss; Verfügung der Auffangeinrichtung
BVG vom 4. Juli 2008.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-4622/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (Vorinstanz) mit Verfügung
vom 4. Juli 2008 die E._______ als Arbeitgeberin zwangsweise rück-
wirkend per 1. September 2006 angeschlossen und ihr die Kosten der
Verfügung von Fr. 450.- sowie die Gebühren für die Durchführung des
Zwangsanschlusses von Fr. 375.- auferlegt hat,
dass die E._______ (Beschwerdeführerin) diese Verfügung mit Be-
schwerde vom 10. Juli 2007 (Poststempel) beim Bundesverwaltungs-
gericht angefochten hat,
dass gemäss Art. 31 des Verwaltun1gsgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR
172.021) beurteilt, sofern wie hier keine Ausnahme nach Art. 32 VGG
vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden
gelten,
dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich des Zwangsanschlusses
von Arbeitgebern vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (Art.
60 Abs. 2bis des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG, SR 831.40] i.V.m.
Art. 33 Bst. h VGG),
dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 15. Septem-
ber 2008 zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 500.- bis zum
15. Oktober 2008 aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel
unter Kostenfolge nicht eingetreten werde,
dass die Beschwerdeführerin in dieser Zwischenverfügung ausserdem
gemäss Art. 21 Abs. 3 VwVG darauf hingewiesen wurde, dass die Frist
als gewahrt gilt, wenn der Betrag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde
der Schweizerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkon-
to in der Schweiz belastet worden ist,
dass der Kostenvorschuss beim Bundesverwaltungsgericht am 17. Ok-
tober 2008 eingegangen ist,
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dass Nachforschungen bei der PostFinance ergeben haben, dass die
Beschwerdeführerin am 15. Oktober 2008 den Zahlungsauftrag elek-
tronisch (ESR-Einzahlung) aufgegeben hat, ihr der Betrag am 16. Ok-
tober 2008 auf dem Postkonto belastet und dem Bundesverwaltungs-
gericht mit Valuta 17. Oktober 2008 gutgeschrieben wurde,
dass die Beschwerdeführerin damit den Kostenvorschuss verspätet
geleistet hat,
dass eine versäumte Frist gemäss Art. 24 VwVG nur wieder hergestellt
werden kann, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter unverschul-
deterweise abgehalten worden sind, binnen First zu handeln und so-
fern dieser unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall
des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshandlung
nachholt,
dass gemäss Lehre und Rechtsprechung ein Fristversäumnis nur dann
unverschuldet ist, wenn objektive oder subjektive Gründe vorliegen
und der Partei keine Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann, so
beispielsweise im Falle einer derart schweren Krankheit, dass die
betreffende Person von der Rechtshandlung abgehalten wird und auch
nicht in der Lage ist, eine Vertretung zu bestellen, während blosse
Ferienabwesenheit oder Arbeitsüberlastung nicht genügt (vgl. ALFRED
KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege
des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz 345 sowie BGE 119 II 87 E. 2
und Urteil H 44/05 des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [heute
Bundesgericht] vom 11. April 2005 E. 1 und 2 mit weiteren Hinweisen),
dass der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 13. November 2008
die Möglichkeit eingeräumt wurde, bis 26. November 2008 das Frist-
versäumnis zu begründen (Art. 24 Abs. 1 VwVG),
dass die Beschwerdeführerin mit Telefax vom 17. November 2008
sowie mit undatiertem Schreiben (Eingang am 19. November 2008)
geltend macht, sie habe bedingt durch die Abwesenheit aller
Mitarbeiter aufgrund der Herbstferien die Zahlung erst am 15. Oktober
2008 vornehmen können und es sei durch die bankenbedingte
Überweisungsfrist zu einer Verspätung gekommen,
dass die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Gründe kein un-
verschuldetes Hindernis im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG darstellen,
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dass unter diesen Umständen die Frist nicht wiederherzustellen ist,
dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren
auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Verfahrenskosten in An-
wendung des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR
173.320.2) auf Fr. 300.- festgesetzt werden und der Beschwerdeführe-
rin aufzuerlegen sind,
dass diese mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 500.- zu ver-
rechnen sind und der Saldobetrag von Fr. 200.- der Beschwerdeführe-
rin zurück zu erstatten ist,
dass die Vorinstanz keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (Art.
7 Abs. 3 VGKE).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 300.- werden der Beschwerdeführerin
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von
Fr. 500.- verrechnet. Der Saldobetrag von Fr. 200.- ist ihr zurück zu er-
statten.
3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage Rückerstattungs-
formular)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
Beat Weber Daniel Stufetti
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die
Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
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