B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-4699/2019
Ur t e i l vom 2 2 . Ok t o be r 2 0 1 9
Besetzung
Einzelrichter Beat Weber,
Gerichtsschreiberin Tatjana Bont.
Parteien
A._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
IV, Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom
8. August 2019.
C-4699/2019
Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend Vo-
rinstanz) mit Verfügung vom 8. August 2019 A._______ (nachfolgend Be-
schwerdeführer) mitteilte, es bestehe ab 1. November 2017 Anspruch auf
eine ganze Rente und ab 1. April 2018 bestehe kein Anspruch mehr auf
eine Rente (Akten des Beschwerdeverfahrens [B-act.] 1 Beilage 1),
dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom 8. Sep-
tember 2019 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat (B-act. 1),
dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme
nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten und
Verfügungen der Vorinstanz gemäss Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesge-
setzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20)
vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind,
dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 26. September
2019 aufgefordert wurde, innert 5 Tagen ab Erhalt der Zwischenverfügung
eine Beschwerdeverbesserung mit einer Begründung im Sinne der Erwä-
gungen einzureichen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten
werde (B-act. 2),
dass der Beschwerdeführer die Zwischenverfügung am 3. Oktober 2019
erhalten hat und innert Frist ein weiteres Schreiben (fälschlicherweise da-
tiert mit 25. Juni 2015) einreichte (Eingang: 7. Oktober 2019; B-act. 5),
dass der Beschwerdeführer keine konkrete Auseinandersetzung mit der
vorinstanzlichen Argumentation vorgenommen hat und lediglich vorbringt,
dass sein Gesundheitsstatus ignoriert werde und dabei auf «diverse Aus-
sagen» verweist, eine Verschlechterung der Gesundheit vorliege und die
Grundrechte «Recht auf Leben und Freiheit», «Recht auf Arbeit, gleichen
Lohn» und «Recht auf Wohlfahrt» verletzt seien (B-act. 4),
dass das Bundesgericht in BGE 140 V 22 festgehalten hat, dass eine rein
globale Verweisung [in der Beschwerde] der Begründungsanforderung an
die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 37 VGG in Verbin-
dung mit Art. 52 Abs. 1 VwVG) nicht gerecht werde, die Begründung zu-
mindest sachbezogen sein und sich mit den Erwägungen der Vorinstanz
C-4699/2019
Seite 3
auseinandersetzen müsse; ein Verweis auf eine andere Eingabe solle des-
halb so spezifiziert werden, dass ein gegen die angefochtene Verfügung
weitergeltendes Vorbringen erkennbar sei,
dass der Beschwerdeführer trotz Nachinstruktion durch das Gericht keine
entsprechende Begründung eingereicht hat,
dass die Beschwerde deshalb an einem formellen Mangel leidet,
dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf
die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können,
wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als
unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen
(Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]),
dass dem Beschwerdeführer deshalb der geleistete Kostenvorschuss in
der Höhe von Fr. 800.– nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurück-
zuerstatten ist,
dass der obsiegenden Vorinstanz keine Parteientschädigung zuzuspre-
chen ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 800.– wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt
der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.
3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
C-4699/2019
Seite 4
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage:
Formular Zahladresse)
– die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Beat Weber Tatjana Bont
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten
Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der
Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder
konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid
und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in
Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
Versand: