Abtei lung II I
C-4702/2008
{T 0/2}
U r t e i l v o m 3 0 . M ä r z 2 0 0 9
Richter Alberto Meuli (Vorsitz),
Richter Francesco Parrino, Richterin Madeleine Hirsig.
X._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenrente; Rentenrevision
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-4702/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und zieht in
Erwägung,
dass dem am 27. April 1949 geborenen, in seiner Heimat wohnhaften
spanischen Staatsangehörigen X._______ (nachfolgend der
Beschwerdeführer) mit Verfügung vom 27. August 2003 von der IV-
Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend die IV-Stelle oder die
Vorinstanz) eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab dem 1. De-
zember 2001 zugesprochen worden ist (act. 13 IV),
dass die IV-Stelle mit Schreiben vom 24. August 2007 an den spani-
schen Sozialversicherungsträger das von ihr auf den 30. Juni 2007
vorgesehene Rentenrevisionsverfahren einleitete und über diese Ver-
bindungsstelle verschiedene ärztliche Unterlagen einholen liess (act.
12, 17 bis 30 IV), worauf sie aufgrund der Beurteilung ihres internen
ärztlichen Dienstes vom 18. Januar 2008 (vgl. act. 32 IV) dem Be-
schwerdeführer mit Vorbescheid vom 14. März 2008 mitteilte, dass
sein Gesundheitszustand sich verbessert hätte, was ihm ermöglichen
würde, eine rentenausschliessende Verweisungstätigkeit aufzuneh-
men, so dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente mehr bestehe
(act. 34 IV),
dass die IV-Stelle mit Verfügung vom 3. Juni 2008 dem Beschwerde-
führer eröffnete, dass er ab dem 1. August 2008 keinen Anspruch auf
eine Invalidenrente mehr habe, dies mit derselben Begründung wie
derjenigen, die ihrem Vorbescheid zugrunde lag (act. 36 IV),
dass der Beschwerdeführer gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 3.
Juni 2008 Beschwerde erheben und innert der vom Bundesverwal-
tungsgericht gewährten, erstreckten Nachfrist am 7. November 2008
eine ergänzende Beschwerdebegründung sowie ein ausführliches ärzt-
liches Gutachten vom 14. Juli 2008 einreichen liess (act. 1 und 9),
dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 13. März 2009 (vgl. act.
15) unter Hinweis auf die Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom
6. März 2009 (vgl. act. 42 IV) beantragte, die Beschwerde sei gutzuhei-
ssen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache im
Sinne der erwähnten Stellungnahme an die Verwaltung zurückzuwei-
sen,
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dass der ärztliche Dienst der Vorinstanz in seiner besagten Stellung-
nahme befand, es sei vor der abschliessenden Beurteilung der Ange-
legenheit ein rheumatologisches Gutachten einzuholen,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs.
1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung (IVG, SR 831.20) Beschwerden gegen Verfügungen nach
Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme
nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und
vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist,
dass das Bundesverwaltungsgericht somit zur Behandlung der vorlie-
genden Beschwerde zuständig ist,
dass der Beschwerdeführer beschwerdelegitimiert ist (Art. 48 Abs. 1
VwVG; vgl. auch Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR
830.1]), und dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht
eingereicht worden ist, so dass darauf einzutreten ist (Art. 50 Abs. 1
und Art. 52 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 60 ATSG),
dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Am-
tes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen
hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG),
dass nach Auffassung der Vorinstanz, der sich das Bundesverwal-
tungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass die angefochtene Ver-
fügung vom 3. Juni 2008 auf einer mangelhaften Feststellung des
rechtserheblichen Sachverhalts beruht,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1
VwVG), verbunden mit der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen
Abklärungen, insbesondere ein unabhängiges rheumatologisches Gut-
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achten einzuholen und die Zumutbarkeit einer leichten Verweisungstä-
tigkeit für den Beschwerdeführer angesichts dessen Gesundheitszu-
standes zu klären,
dass weder der obsiegende Beschwerdeführer noch die unterliegende
Vorinstanz Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 und 2
VwVG) und demzufolge dem Beschwerdeführer der einbezahlte Kos-
tenvorschuss zurückzuerstatten ist,
dass dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.--
zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 7 ff. des Regle-
ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 3.
Juni 2008 aufgehoben.
2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinn der
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz
zurückgewiesen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und der vom Beschwer-
deführer einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 637.-- wird diesem zu-
rückerstattet.
4.
Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 2'000.-- zugesprochen.
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5.
Dieser Entscheid geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 208.49.227.255)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Alberto Meuli Jean-Marc Wichser
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die
Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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