B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-4734/2014
U r t e i l v o m 8 . D e z e m b e r 2 0 1 4
Besetzung
Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),
Richter Daniel Stufetti, Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,
Gerichtsschreiber Roger Stalder.
Parteien
A._______, Schweiz,
vertreten durch Noëlle Cerletti, Rechtsanwältin,
Advokaturbüro Leimbacher Sadeg, Marktgasse 34,
Postfach, 8180 Bülach,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung; Beschwerde gegen die Verfügungen
vom 8. und 9. Juli 2014.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder
Vorinstanz) am 8. und 9. Juli 2014 Verfügungen erlassen hat, mit welcher
der 1957 geborenen A._______ (im Folgenden: Versicherte oder Be-
schwerdeführerin) Renten in der Höhe von Fr. 1'184.- (ab 1. September
2012) bzw. Fr. 1'379.- (vom 1. April bis 31. August 2012) samt Kinderren-
ten zugesprochen worden sind,
dass die Versicherte dagegen, vertreten durch Rechtsanwältin Noelle
Cerletti, beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 23. August
2014 (Poststempel: 25. August 2014) hat Beschwerde erheben und bean-
tragen lassen, es seien – unter Kosten- und Entschädigungsfolgen – die-
se Verfügungen aufzuheben und die Sache sei zur Neuberechnung an
die Vorinstanz zurückzuweisen,
dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 30. September 2014
beantragt hat, es seien die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die
Akten zur Neufestsetzung der Leistungen ab dem 1. September 2012 an
die IVSTA zurückzuweisen,
dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen
Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern
keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten hat
und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist
(vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959
über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]),
dass demnach das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde zuständig ist,
dass auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, weshalb auf
die Beschwerde vom 25. August 2014 (Poststempel) einzutreten ist,
dass mit Blick auf die in der Vernehmlassung vom 30. September 2014
gestellten Rechtsbegehren hinsichtlich der (impliziten) Aufhebung der
Verfügungen vom 8. und 9. Juli 2014 von einer übereinstimmenden Auf-
fassung der Parteien auszugehen ist, der sich das Bundesverwaltungsge-
richt anschliesst,
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dass die Nichtbeantwortung der von der Rechtsvertreterin nach Erlass
der angefochtenen Verfügungen vom 8. und 9. Juli 2014 am 21. Juli 2014
gestellten Fragen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (vgl. Art. 29
Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
vom 18. April 1999 [BV; SR 101]) durch die Vorinstanz darstellt,
dass gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG die Beschwerdeinstanz in der Sache
selbst entscheidet oder diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisun-
gen an die Vorinstanz zurückweist,
dass die Vorinstanz die zuständige Ausgleichskasse um nochmalige Be-
rechnung der Rentenbeträge ersucht und neue Verfügungen zu erlassen
hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der vorliegenden Umstän-
de in der Sache nicht selbst entscheidet,
dass die Beschwerde vom 25. August 2014 (Poststempel) demnach inso-
fern gutzuheissen ist, als die angefochtenen Verfügungen vom 8. und
9. Juli 2014 aufzuheben sind,
dass die Akten an die Vorinstanz gehen, damit diese die neue Festset-
zung der Rentenbeträge und der Erlass neuer Verfügungen veranlasst,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die
Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt,
dass der Vorinstanz keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63
Abs. 2 VwVG),
dass der Beschwerdeführerin mit Blick auf den Verfahrensausgang eben-
falls keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind,
dass die Beschwerdeführerin gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung
mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.
320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Verwaltung
hat,
dass die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen ist (Art. 14
Abs. 2 Satz 2 VGKE), da keine Kostennote eingereicht worden ist,
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dass unter Berücksichtigung der Identität der Eingaben in den Beschwer-
deverfahren C-4734/2014 und C-4738/2014, des Verfahrensausgangs,
des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streit-
sache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens
sowie in Anbetracht der in vergleichbaren Fällen gesprochenen Entschä-
digungen eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'200.- (inkl. Ausla-
gen und Mehrwertsteuer [vgl. Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs.
2 VGKE {Stundenansatz für Anwälte/Anwältinnen mindestens Fr. 200.-
und höchstens Fr. 400.-}]) gerechtfertigt ist,
dass die Vorinstanz als Bundesbehörde keinen Anspruch auf eine Partei-
entschädigung hat (Art. 7 Abs. 2 VGKE).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde vom 25. August 2014 (Poststempel) wird insoweit gut-
geheissen, als die angefochtenen Verfügungen vom 8. und 9. Juli 2014
aufgehoben werden und die Sache im Sinne der Erwägungen an die Vor-
instanz zum Erlass einer neuen Verfügung zurückgewiesen wird; soweit
weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 1'200.- zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel der
Vernehmlassung vom 30. September 2014 inkl. Beilagen)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
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Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:
Franziska Schneider Roger Stalder
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen
gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift ist
in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begrün-
dung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-
schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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