B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-4854/2019
Ur t e i l vom 1 0 . Ok to be r 2 0 1 9
Besetzung
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Beat Weber,
Richter David Weiss,
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.
Parteien
A._______, (Deutschland),
vertreten durch lic. iur. Magdalena Schaer, Rechtsanwältin,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung, Neuverlegung der Verfahrenskosten
und Parteientschädigung, Urteil des Bundesgerichts vom
5. September 2019.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz oder
IVSTA) mit Verfügungen vom 23. Juni 2017 A._______ für die Zeit vom
1. Oktober 2013 bis zum 31. Juli 2014 und mit Wirkung ab 1. Januar 2016
eine Dreiviertelsrente zusprach,
dass A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch
Rechtsanwältin Magdalena Schaer, gegen diese Verfügungen mit Eingabe
vom 30. August 2017 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erho-
ben und die Korrektur der Grundlagen für den Einkommensvergleich sowie
die Neuberechnung des Invaliditätsgrads und damit der Höhe der IV-Rente
beantragt hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht diese Beschwerde im Verfahren
C-4880/2017 mit Urteil vom 28. Februar 2019 abwies,
dass der Beschwerdeführer gegen dieses Urteil des Bundesverwaltungs-
gerichts beim Bundesgericht Beschwerde erhob und die Aufhebung des
angefochtenen Entscheids beantragte,
dass das Bundesgericht mit Urteil 9C_239/2019 vom 5. September 2019
das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. Februar 2019 aufhob
und dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Oktober 2013 bis zum
31. Juli 2014 und mit Wirkung ab 1. Januar 2016 eine ganze Rente zu-
sprach,
dass das Bundesgericht die Sache überdies zur Neuverlegung der Verfah-
renskosten und Parteientschädigung aus dem Verfahren C-4880/2017 an
das Bundesverwaltungsgericht zurückwies,
dass demzufolge vorliegend über die Kostenverlegung im Verfahren
C-4880/2017 im Sinn der bundesgerichtlichen Erwägungen neu zu befin-
den ist,
dass die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei aufzuer-
legen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
dass der unterliegenden Vorinstanz keine Verfahrenskosten aufzuerlegen
sind (Art. 64 Abs. 2 VwVG),
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dass dem Beschwerdeführer der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe
von Fr. 800.- nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids auf ein von
ihm bekannt zu gebendes Konto zurückzuerstatten ist,
dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei
von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwach-
sene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen kann
(Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]),
dass dem obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer zu
Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist,
dass die Entschädigung nach Massgabe des aktenkundigen und gebote-
nen Aufwands auf Fr. 3'000.- inkl. Spesen exkl. MWSt. festzusetzen ist,
dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen
sind (vgl. Art. 6 Bst. b VGKE) und von einer Parteientschädigung abzuse-
hen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Kosten für das Verfahren C-4880/2017 werden wie folgt neu verlegt:
1.1. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdefüh-
rer geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- wird ihm nach
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zurückerstattet.
1.2. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 3'000.- zugesprochen.
2.
Für das vorliegende Verfahren werden keine Verfahrenskosten erhoben,
und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
3.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl-
adresse)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Sandra Tibis
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten
Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der
Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder
konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid
und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in
Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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