B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-4884/2018
Ur t e i l vom 5 . S e p t embe r 2 0 1 8
Besetzung
Richter Beat Weber (Vorsitz),
Richterin Caroline Bissegger, Richter David Weiss,
Gerichtsschreiberin Tatjana Bont.
Parteien
A._______, Zustelladresse: c/o B._______,
vertreten durch lic. iur. Nicolai Fullin, Advokat,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.
Gegenstand
Erläuterungsgesuch betreffend Urteil C-5216/2017
vom 21. August 2018.
C-4884/2018
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. August 2018 im
Verfahren C-5216/2017 die Beschwerde von A._______ (nachfolgend Be-
schwerdeführerin) abgewiesen wurde,
dass gemäss Dispositiv keine Verfahrenskosten erhoben (Dispositivziffer
3) und keine Parteientschädigung zugesprochen wurde (Dispositivziffer 4),
dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 24. Au-
gust 2018 um Ergänzung des Urteils vom 21. August 2018 dahingehend
ersuchte, dass im Rahmen der bewilligten unentgeltlichen Verbeiständung
ein amtliches Honorar auszurichten sei,
dass sich die Erläuterung oder Berichtigung eines Urteils des Bundesver-
waltungsgerichts nach Art. 48 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom
17. Mai 2005 (VGG, SR 173.32) richtet und dieser darauf verweist, dass
Art. 129 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR
173.110) sinngemäss anwendbar ist,
dass gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG das Bundesgericht auf Gesuch einer
Partei oder von Amtes wegen die Erläuterung oder Berichtigung vornimmt,
wenn das Dispositiv eines bundesgerichtlichen Entscheids unklar, unvoll-
ständig oder zweideutig ist, seine Bestimmungen untereinander oder mit
der Begründung im Widerspruch stehen oder es Redaktions- oder Rech-
nungsfehler enthält,
dass das Dispositiv des Urteils vom 21. August 2018 keine Dispositivziffer
1 enthält und es sich offensichtlich um ein Kanzleiversehen handelt,
dass die Beschwerdeführerin im Verfahren C-5216/2017 in ihrer Be-
schwerde vom 14. September 2017 um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege ersucht hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 7. De-
zember 2017 die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und unent-
geltliche Verbeiständung guthiess und der Rechtsvertreter der unterliegen-
den Beschwerdeführerin, der mit Zwischenverfügung vom 7. Dezember
2017 als amtlich bestellter Anwalt eingesetzt wurde (Art. 65 Abs. 2 VwVG),
im Umfang des Unterliegens der Beschwerdeführerin im Verfahren C-
5216/2017 Anspruch auf ein amtliches Honorar zu Lasten der Gerichts-
kasse hat,
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dass das Dispositiv des Urteils vom 21. August 2018 im Verfahren C-
5216/2017 hinsichtlich des Anspruches des Rechtsvertreters der Be-
schwerdeführerin auf ein amtliches Honorar unvollständig und damit zu er-
gänzen ist,
dass die Entschädigung des Rechtsvertreters mangels Einreichung einer
Kostennote unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Auf-
wandes auf pauschal Fr. 2‘000.- festgesetzt wird (Art. 65 Abs. 5 VwVG
i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG und Art. 14 Abs. 2 VGKE),
dass die Beschwerdeführerin – gelangt sie später zu hinreichenden Mitteln
– verpflichtet ist, dem Bundesverwaltungsgericht Honorar und Kosten des
Rechtsanwalts zu vergüten (Art. 65 Abs. 4 VwVG),
dass angesichts der Gutheissung des Erläuterungsgesuchs für dieses aus-
serordentliche Verfahren keine Kosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 1 und
2 VwVG),
dass die Parteientschädigung für die Einleitung des Erläuterungsverfah-
rens von Amtes wegen auf Fr. 200.- festzusetzen ist, nachdem mit dem
Gesuch keine Kostennote eingereicht worden ist (vgl. Art. 14 Abs. 2 des
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
dass in Anbetracht der Gutheissung des Erläuterungsbegehrens die Par-
teientschädigung auf die Gerichtskasse zu nehmen ist (vgl. ELISABETH E-
SCHER, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], Bundesgerichtsgesetz,
Basel 2. Auflage 2011, Kommentar zu Art. 129 Rz. 7).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Das Erläuterungsgesuch wird gutgeheissen.
2.
Das Dispositiv des Urteils vom 21. August 2018 im Verfahren C-5216/2017
wird wie folgt ergänzt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
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2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. Dem Rechtsvertre-
ter der Beschwerdeführerin, Nicolai Fullin, Advokat, (…), wird aus der
Gerichtskasse ein amtliches Honorar von Fr. 2‘000.- ausgerichtet.
4. Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
3.
Für das Erläuterungsverfahren werden keine Kosten erhoben.
4.
Das Honorar des amtlichen bestellten Anwaltes für das Erläuterungsver-
fahren wird auf Fr. 200.- bestimmt und ebenfalls aus der Gerichtskasse
vergütet.
5.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Beat Weber Tatjana Bont
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe
der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par-
tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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