B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-4976/2012
U r t e i l v o m 2 1 . N o v e m b e r 2 0 1 2
Besetzung
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Stefan Mesmer,
Richter Daniel Stufetti,
Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth.
Parteien
A._______, Kosovo,
vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Ueli Kieser,
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich,
Beschwerdeführer,
gegen
Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
AHV (Rente).
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass der am (…) 1946 geborene, kosovarische Staatsbürger A._______
am 3. Oktober 2011 bei der Schweizerischen Ausgleichskasse (nachfol-
gend: SAK oder Vorinstanz) einen Antrag auf eine Altersrente eingereicht
hat (SAK-act. 1),
dass die SAK diesen Antrag mit Verfügung vom 21. Dezember 2011 ab-
gewiesen hat, da das Abkommen vom 8. Juni 1962 zwischen der
Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepublik
Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1; nachfolgend:
Sozialversicherungsabkommen) im Verhältnis zu Kosovo seit dem 1. April
2010 nicht mehr anwendbar sei (SAK-act. 7),
dass A._______ gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 21. Januar
2012 Einsprache bei der SAK erhob und die Gewährung einer Altersrente
gemäss dem Sozialversicherungsabkommen beantragte (SAK-act. 8),
dass die SAK mit Entscheid vom 27. August 2012 die Einsprache von
A._______ abgewiesen hat, da er als kosovarischer Staatsangehöriger
Staatsangehöriger eines Nichtvertragsstaates sei; gleichzeitig stellte die
SAK fest, dass im Jahre 2011 eine monatliche Altersrente von Fr. 580.--
vorgesehen gewesen wäre (SAK-act. 16),
dass A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch
Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Ueli Kieser, gegen diesen Einspracheent-
scheid mit Eingabe vom 21. September 2012 Beschwerde beim Bundes-
verwaltungsgericht eingereicht und die Gewährung einer monatlichen
AHV-Altersrente von Fr. 580.-- ab dem 1. November 2011 mit Auszahlung
an die Wohnadresse, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten
der Vorinstanz, beantragt hat (BVGer-act. 1),
dass die SAK mit Vernehmlassung vom 8. Oktober 2012 die Abweisung
der Beschwerde sowie die Bestätigung der Verfügung vom 21. Dezember
2011 und des Einspracheentscheides vom 27. August 2012 beantragt hat
(BVGer-act. 3),
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 31. Oktober 2012 an seinen
bisher gestellten Anträgen festhielt (BVGer-act. 5),
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit
Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die
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Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) zur Beurtei-
lung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss
Art. 33 VGG zuständig ist,
dass die SAK eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 ATSG
und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) eingereicht wurde, weshalb dar-
auf einzutreten ist,
dass sich im vorliegenden Verfahren die Frage stellt, ob das Sozialversi-
cherungsabkommen sowie die Verwaltungsvereinbarung vom 5. Juli 1963
betreffend die Durchführung dieses Abkommens (SR 0.831.109. 818.12)
auf Bürger von Kosovo weiterhin anwendbar sind,
dass sich das Bundesverwaltungsgericht zu dieser Frage mit inzwischen
rechtskräftigem Grundsatzurteil C-4828/2010 vom 7. März 2011 geäus-
sert und die Weiteranwendung des Sozialversicherungsabkommens be-
jaht hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_329/2011 vom 27. September
2011),
dass das Sozialversicherungsabkommen demnach auch im vorliegenden
Fall weiterhin anwendbar ist,
dass die Vorinstanz das Rentenbegehren des Beschwerdeführers daher
zu Unrecht mangels gültigem Sozialversicherungsabkommen mit dem
Kosovo abgewiesen hat,
dass die von der Vorinstanz vorgenommene Berechnung der Altersrente
vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird,
dass sich aufgrund der Akten auch keine Anhaltspunkte dafür ergeben,
dass die Altersrente im vorliegenden Fall nicht richtig berechnet worden
wäre,
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dass der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Altersrente am ers-
ten Tag des Monats entsteht, welcher der Vollendung des 65. Alters-
jahres folgt (Art. 21 AHVG),
dass die Beschwerde somit gutzuheissen, der angefochtene Einsprache-
entscheid aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab dem 1. November
2011 eine monatliche AHV-Rente in der Höhe von Fr. 580.-- zuzuspre-
chen ist,
dass diese Rente auf das vom Beschwerdeführer angegebene Konto
auszuzahlen sein wird (vgl. SAK-act. 1),
dass das Verfahren für die Parteien kostenlos ist (Art. 85bis Abs. 2 AHVG),
sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind,
dass dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer gemäss Art. 64
Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine von der Vorinstanz zu
entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist,
dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung des gebotenen und
aktenkundigen Aufwands auf Fr. 2'000.- festzusetzen ist,
dass die unterliegende SAK keinen Anspruch auf Parteientschädigung
hat (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 27. August 2012 wird aufgehoben und dem Beschwerdefüh-
rer wird ab dem 1. November 2011 eine monatliche AHV-Rente in der
Höhe von Fr. 580.-- zugesprochen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.- zu-
gesprochen. Diese ist von der Vorinstanz innert 30 Tagen ab Eintritt der
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu leisten.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Lucie Schafroth
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid
und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen
hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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