B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-5275/2012
{T0/2}
U r t e i l v o m 1 . M ä r z 2 0 1 3
Besetzung
Richter Daniel Stufetti (Vorsitz),
Richterin Elena Avenati-Carpani,
Richter Vito Valenti,
Gerichtsschreiberin Susanna Gärtner.
Parteien
X._______, Thailand,
vertreten durch Hermann Rüegg, Rechtsanwalt,
Bahnhofstrasse 11, Postfach 670, 8630 Rüti ZH,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenrente, Verfügung IVSTA vom 17. September 2012.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Invalidenversicherungsstelle für Versicherte im Ausland (IVSTA,
Vorinstanz) mit Verfügung vom 17. September 2012 (IV-act. 20) auf das
neue Gesuch von X._______ vom 16. März 2012 um Ausrichtung einer
Invalidenrente (IV-act. 16) nicht eintrat,
dass X._______ (Beschwerdeführer) gegen diese Verfügung mit Eingabe
vom 8. Oktober 2012 (act. 1) durch seine Vertreterin Beschwerde beim
Bundesverwaltungsgericht erheben liess und sinngemäss die Aufhebung
der angefochtenen Verfügung und Ausrichtung der gesetzlichen Leistun-
gen beantragte,
dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 31. Januar 2013
(act. 5) unter Bezugnahme auf den Bericht des ärztlichen Dienstes der IV-
Stelle vom 26. Januar 2013 beantragte, die Beschwerde sei gutzuheis-
sen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und sie Sache sei im
Sinne der erwähnten Stellungnahme an die Verwaltung zurückzuweisen,
dass sich der nunmehr anwaltlich vertretene Beschwerdeführer mit Replik
vom 25. Februar 2013 (act. 9) dem Antrag der Vorinstanz anschloss,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden
gegen Verfügungen der IVSTA zuständig ist und vorliegend keine Aus-
nahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht wurde
(Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968
über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und somit auf die
Beschwerde einzutreten ist,
dass der RAD-Arzt, Dr. med. Y._______, in seiner Stellungnahme vom
26. Januar 2013 ausführte, zur Beurteilung der vom Beschwerdeführer
eingereichten Unterlagen seien noch die im Anhang aufgeführten weite-
ren medizinischen Unterlagen zu besorgen,
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dass sich die IVSTA in ihrer Stellungnahme vom 31. Januar 2013 der Be-
urteilung des ärztlichen Dienstes anschloss und sinngemäss feststellte,
dass die Verfügung vom 17. September 2012 auf einem mangelhaft eru-
ierten medizinischen Sachverhalt beruhte und sich die Durchführung ent-
sprechender medizinischer Abklärungen als notwendig erweist,
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Replik vom 25. Februar 2013
mit den von der Vorinstanz beantragten weiteren medizinischen Abklä-
rungen einverstanden erklärte,
dass nach Einsicht in die Akten für das Bundesverwaltungsgericht keine
Anhaltspunkte ersichtlich sind, weshalb dem übereinstimmenden Antrag
der Parteien nicht entsprochen werden sollte,
dass Art 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtserheb-
lichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Weisun-
gen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann,
dass die Beschwerde deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfügung
vom 17. September 2012 aufzuheben und die Sache zur Feststellung des
rechtserheblichen Sachverhalts und zum Erlass einer neuen Verfügung
an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,
dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde füh-
renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Absätze 1 und 2 VwVG),
dass die Beschwerdeinstanz gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG der ganz oder
teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine
Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe
Kosten zusprechen kann,
dass dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer – unter Berücksichti-
gung des vom Gericht als notwendig erachteten Aufwandes – eine Par-
teientschädigung von Fr. 1'200.- ohne Mehrwertsteuer, da nicht geschul-
det (vgl. Art. 14 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2] in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 Bst. a und Art. 8 Abs. 1 des
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Mehrwertsteuergesetzes vom 12. Juni 2009 [MWSTG, SR 641.20]) zu
Lasten der Vorinstanz auszurichten ist.
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Verfügung vom
17. September 2012 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zu-
rückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der
Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 1'200.- (mehrwertsteuerfrei) zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. ______; Beilage: Doppel der Replik vom
25. Februar 2013 inkl. Beilagen)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Daniel Stufetti Susanna Gärtner
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen
gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom
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17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in
einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwer-
deführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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