B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-530/2014
U r t e i l v o m 1 5 . J u l i 2 0 1 4
Besetzung
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Beat Weber,
Richter David Weiss,
Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth.
Parteien
A._______, Bosnien und Herzegowina,
vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, Rechtsberatung
für Ausländer Go-Re-Ma, Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
IV (Rente).
C-530/2014
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) mit
Verfügung vom 17. Dezember 2013 das Leistungsbegehren von
A._______ vom 30. Juli 2012 um Gewährung einer Rente der schweizeri-
schen Invalidenversicherung abgewiesen hat (IV-act. 2 und 32),
dass A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch lic. iur.
Gojko Reljic, gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 30. Januar 2014
Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben und sinngemäss
die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Gewährung einer
ganzen Invalidenrente, eventualiter die Rückweisung der Sache an die
Vorinstanz zur erneuten Abklärung, beantragt hat,
dass die IVSTA mit Vernehmlassung vom 2. Juli 2014 unter Bezugnahme
auf die eingeholten Berichte des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
Rhone beantragte, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene
Verfügung aufzuheben und die Sache im Sinne der erwähnten Stellung-
nahmen an die Verwaltung zurückzuweisen,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Inva-
lidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden
gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist,
dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,
dass die Beschwerde im Übrigen – unter Berücksichtigung des Fristen-
stillstands während der Gerichtsferien – frist- und formgerecht eingereicht
wurde (Art. 38 Abs. 4 und Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes
vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR
172.021]), sodass auf die Beschwerde einzutreten ist,
dass die beurteilenden Ärzte des RAD Rhone in ihren Stellungnahmen
vom 20. Juni 2014 bzw. 25. Juni 2014 zuhanden der IVSTA aufgrund der
vorliegenden medizinischen Unterlagen die Durchführung eines bidis-
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ziplinären psychiatrisch-allgemeinmedizinischen/internistischen Gutach-
tens in der Schweiz empfohlen haben (IV-act. 39),
dass sich die IVSTA mit Vernehmlassung vom 2. Juli 2014 der Beurtei-
lung der RAD-Ärzte anschloss und damit sinngemäss feststellte, dass die
Verfügung vom 17. Dezember 2013 auf einem mangelhaft eruierten me-
dizinischen Sachverhalt beruhe und sich die Durchführung entsprechen-
der medizinischer Abklärungen als notwendig erweise,
dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde sinngemäss eventualiter
die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur erneuten Abklärung
beantragt,
dass nach Einsicht in die Akten für das Bundesverwaltungsgericht keine
Anhaltspunkte ersichtlich sind, weshalb dem übereinstimmenden (Even-
tual-)Antrag der Parteien nicht entsprochen werden sollte,
dass Art 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Wei-
sungen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen, die angefochtene Verfü-
gung vom 17. Dezember 2013 aufzuheben und die Sache zur Neubeur-
teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG), ver-
bunden mit der Anweisung, die erforderlichen medizinischen Abklärungen
durchführen zu lassen und anschliessend in der Sache neu zu verfügen
(vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4),
dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der beschwerde-
führenden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu er-
heben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass dem vertretenen Beschwerdeführer gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in
Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE,
SR 173.320.2) eine von der Vorinstanz zu entrichtende Parteientschädi-
gung zuzusprechen ist,
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dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung des gebotenen und
aktenkundigen Aufwands auf Fr. 800.-- (inkl. Auslagen, exkl. MWST) fest-
zusetzen ist.
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass die an-
gefochtene Verfügung vom 17. Dezember 2013 aufgehoben und die Sa-
che mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, die erforder-
lichen medizinischen Abklärungen durchführen zu lassen und neu in der
Sache zu verfügen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 800.-- zu-
gesprochen. Diese ist von der Vorinstanz nach Eintritt der Rechtskraft des
vorliegenden Urteils zu leisten.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilagen: Doppel der
Vernehmlassung der Vorinstanz vom 2. Juli 2014 und IV-act. 36 - 39
in Kopie)
– die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Lucie Schafroth
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen
gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42
BGG).
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