B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-5323/2013
U r t e i l v o m 1 5 . N o v e m b e r 2 0 1 3
Besetzung
Richter Beat Weber (Vorsitz),
Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Vito Valenti,
Gerichtsschreiber Urs Walker.
Parteien
A._______, DE-Z._______,
vertreten durch lic. iur. Barbara Lind, Rechtsanwältin,
Bachmattweg 1, 5070 Frick,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung (Taggeld); Neuverlegung der
Kosten aus dem Verfahren C-1725/2011.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht im Verfahren C-1725/2011 mit Urteil
vom 23. April 2013 die Beschwerde von A._______ vom 21. März 2011
teilweise gutgeheissen und die Höhe des Taggeldes auf Fr. 158.40 fest-
gesetzt hat (C-1725/2011 act. 8),
dass das Bundesverwaltungsgericht in diesem Urteil von einem Obsiegen
des Beschwerdeführers zu einem Drittel ausgegangen ist, weil die Vorin-
stanz das Taggeld auf Fr. 153.60 festsetzte, der Beschwerdeführer ein
Taggeld in der Höhe von mindestens Fr. 176.- beantragte, und das Bun-
desverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer ein Taggeld in der Höhe
von Fr. 158.40 zugesprochen hat (Dossier C-1725/2011 act. 8 E. 6.2.2),
dass das Bundesverwaltungsgericht in diesem Urteil die Entschädigung
mangels Einreichung einer Honorarnote und unter Berücksichtigung des
aktenkundigen Aufwandes sowie des Umstandes, dass lediglich der ob-
jektiv erforderliche Aufwand zu entschädigen sei, auf Fr. 1'230.- festge-
setzt hat (inkl. Auslagen, exkl. Mehrwertsteuer, welche vorliegend nicht
geschuldet ist), die Vorinstanz verpflichtet hat, der Vertreterin des Be-
schwerdeführers Fr. 410.- als Parteientschädigung zu bezahlen, und der
Vertreterin als amtlich eingesetzte Anwältin ein Honorar in der Höhe von
Fr. 820.- aus der Gerichtskasse zugesprochen hat,
dass der Beschwerdeführer am 27. Mai 2013 beim Bundesgericht gegen
das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten erhoben hat (C-1725/2011 act. 12 Beilage
1),
dass das Bundesgericht in Gutheissung der Beschwerde den Entscheid
des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. April 2013 und die Verfügung
der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) vom 11. Februar 2011
aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet hat, dem Be-
schwerdeführer ein Taggeld von Fr. 167.20 auszurichten (act. 1),
dass das Bundesgericht die Sache zur allfälligen Neufestsetzung der Par-
teientschädigung im vorangegangenen Verfahren an das Bundesverwal-
tungsgericht zurückgewiesen hat (act. 1),
dass demnach über die Festsetzung der Parteientschädigung im Verfah-
ren C-1725/2011 neu zu befinden ist,
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dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei
von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwach-
sende notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen kann
(Art. 64 Abs. 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember
1968 (VwVG, SR 172.021),
dass vorliegend die teilweise obsiegende Vorinstanz als Behörde gemäss
Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR
173.320.2) keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat,
dass dem Beschwerdeführer wiederum, soweit er obsiegt, eine Par-
teientschädigung zu Lasten der Vorinstanz zuzusprechen ist (Art. 64 Abs.
1 VwVG),
dass der Rechtsvertreterin, welche mit Zwischenverfügung vom 24. Juni
2011 als amtlich bestellte Anwältin eingesetzt wurde (Art. 65 Abs. 2
VwVG), im Rahmen des Unterliegens des Beschwerdeführers, Anspruch
auf ein amtliches Honorar zu Lasten der Gerichtskasse hat (Art. 64 Abs. 2
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110] in
analoger Anwendung, Urteil des Bundesgerichts 8C_601/2011 vom 9. Ja-
nuar 2012 E. 5),
dass sich das Honorar für amtlich bestellte Anwältinnen und Anwälte nach
dem notwendigen Zeitaufwand bemisst (Art. 10 Abs. 1 VGKE, SR
173.320.2) und vorliegend Fr. 1'230.- beträgt (vgl. Urteil C-1725/2011 vom
23. April 2013 E. 6.2.2),
dass das Bundesgericht die Höhe des Taggeldes auf Fr. 167.20 festsetzte
(act. 1) und deshalb neu von einem Obsiegen des Beschwerdeführers im
Verfahren C-1725/2011 zu zwei Dritteln auszugehen ist,
dass die Vorinstanz deshalb zu verpflichten ist, dem Beschwerdeführer
Fr. 820.- anstelle von Fr. 410.- als Parteientschädigung zu bezahlen,
dass der Vertreterin des Beschwerdeführers als amtlich eingesetzte An-
wältin ein Honorar in der Höhe von Fr. 410.- anstelle von Fr. 820.- aus der
Gerichtskasse zuzusprechen ist.
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Im Verfahren C-1725/2011 hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer Fr.
820.- als Parteientschädigung zu bezahlen.
2.
Der als amtliche Anwältin eingesetzten Rechtsvertreterin des Beschwer-
deführers wird ein Honorar in der Höhe von Fr. 410.- aus der Gerichts-
kasse ausgerichtet.
3.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Beat Weber Urs Walker
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren,
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit
sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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