Abtei lung II I
C-5409/2008
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U r t e i l v o m 2 1 . N o v e m b e r 2 0 0 8
Richter Beat Weber (Vorsitz), Richterin Elena Avenati-
Carpani, Richter Francesco Parrino,
Gerichtsschreiber Daniel Golta.
A._______,
Beschwerdeführer,
gegen
Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Freiwillige Versicherung AHV; Einspracheentscheid der
SAK vom 11. April 2008.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-5409/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Schweizerische Ausgleichskasse SAK (Vorinstanz) mit Verfü-
gung vom 11. April 2008 (IV/57) die Einsprache von A._______
(Beschwerdeführer) abwies und damit die Verfügung vom 17. Januar
2008 (IV/52) bestätigte, wonach der Beschwerdeführer aus der
freiwilligen Versicherung AHV/IV ausgeschlossen werde,
dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit E-Mail vom 6. Mai
2008 innerhalb der Beschwerdefrist bei der Vorinstanz anfocht (IV/58;
Art. 60 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]),
dass die Vorinstanz unter der Annahme, dass eine durch sie zu
behandelnde Einsprache vorliege, dem Beschwerdeführer eine
Nachfrist zur Einreichung einer "Einsprache" in Briefform mit
Unterschrift ansetzte (IV/59),
dass der Beschwerdeführer innerhalb dieser Nachfrist der Vorinstanz
eine briefliche und unterschriebene Beschwerde zustellte
(Beschwerdeakten act. 1; Posteingang Vorinstanz: 30. Mai 2008),
dass eine gesetzliche oder behördliche Frist als gewahrt gilt, wenn die
Partei innert Frist an eine unzuständige Behörde gelangt (Art. 21 Abs.
2 VwVG),
dass die Behörde, die sich für unzuständig erachtet, die Sache an die
zuständige Behörde zu überweisen hat (Art. 8 Abs. 1 VwVG),
dass die Vorinstanz die Beschwerde mit Schreiben vom 19. August
2008 mangels Zuständigkeit an das Bundesverwaltungsgericht zur
Behandlung als Beschwerde weitergeleitet hat (Beschwerdeakten act.
2),
dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni
2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern - wie dies hier
zutrifft - keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden
gelten, wozu nach Art. 33 Bst. d VGG auch die SAK gehört,
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dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der freiwilligen Versi-
cherung nach Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR
831.10) vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind,
dass die Beschwerde vom 6. bzw. 20. Mai 2008 daher durch das
Bundesverwaltungsgericht zu behandeln ist,
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerde-
legitimiert ist,
dass die Beschwerde als frist- und formgerecht eingereicht zu
behandeln ist (Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG; vgl. oben) und somit
auf die Beschwerde einzutreten ist,
dass Art. 13 Abs. 2 der Verordnung vom 26. Mai 1961 über die
freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (VFV, SR
831.111) für einen gültigen Ausschluss aus der freiwilligen
Versicherung eine eingeschriebene Mahnung mit Androhung des
Ausschlusses voraussetzt,
dass die Vorinstanz mit Schreiben vom 10. November 2008
(Beschwerdeakten act. 7) beantragte, die Beschwerde sei
gutzuheissen, da infolge eines technischen Problems im März 2007
der Vermerk "eingeschrieben" auf der Kopie und auf dem Original der
zweiten Mahnung fehle und der Ausschluss daher nicht aufrecht
erhalten werden könne,
dass auch aus den übrigen Akten nicht ersichtlich ist, dass dem
Beschwerdeführer eine eingeschriebene Mahnung zugestellt wurde,
dass der Beschwerdeführer betreffend das Schreiben der Vorinstanz
vom 10. November 2008 nicht angehört und ihm die
Zwischenverfügungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. August
und 5. November 2008 nicht vorgängig zugestellt werden müssen, da
seinem Begehren voll entsprochen wird (vgl. Art. 31 Abs. 1 Bst. c
VwVG),
dass die Beschwerde somit gutzuheissen ist,
dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 85bis Abs. 2 AHVG),
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dass keine Parteientschädigung auszurichten ist, da dem Beschwerde-
führer keine notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten erwach-
sen sind (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und 4 des Reglements
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht [VGKE] in Verbindung mit Art. 15 VGKE).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen
4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (auf diplomatischem bzw. konsularischem
Weg; Beilagen: Kopien der Zwischenverfügungen vom 26. August
und 5. November 2008 sowie der Schreiben der Vorinstanz vom 28.
Oktober und 10. November 2008)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Beat Weber Daniel Golta
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die
Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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