Abtei lung III
C-541/2007
{T 0/2}
Urteil vom 13. August 2007
Mitwirkung: Richter Mesmer; Richter Achermann; Richterin Avenati-
Carpani; Gerichtsschreiberin Künzli.
B._______,
Beschwerdeführer,
gegen
Eidgenössische Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im
Ausland, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz,
betreffend
Invalidenversicherung, Verfügung vom 20. Dezember 2006.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
2Das Bundesverwaltungsgericht hat den Akten entnommen und erwogen,
dass der Beschwerdeführer die Verfügung der Eidgenössischen Invaliden-
versicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IV-Stelle),
vom 20. Dezember 2006 betreffend Abweisung eines Gesuches um Leistungen
der Invalidenversicherung mit Beschwerde vom 19. Januar 2007 beim Bundes-
verwaltungsgericht angefochten hat,
dass das Gericht gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über
das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 34 VGG
zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass die IV-Stelle als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten hat, und
vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist (vgl. auch
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die
Invalidenversicherung [IVG], SR 831.20), so dass das Gericht zur Beurteilung
der vorliegenden Beschwerde zuständig ist,
dass die Vorinstanz am 30. März 2007 ihre Vernehmlassung vorgelegt hat und
beantragt, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei
aufzuheben und die Sache im Sinne der Stellungnahme des ärztlichen Dienstes
der IV-Stelle zur Vornahme weiterer Sachverhaltabklärungen an die Verwaltung
zurückzuweisen,
dass sie diesen Antrag damit begründet, dass das vom Beschwerdeführer
eingereichte ärztliche Gutachten vom 10. November 2006 – welches im Auftrag
des Sozialgerichtes N._______ erstellt worden ist – wesentlich von der dem
Entscheid vom 20. Dezember 2006 zugrunde liegenden Stellungnahme von Dr.
S._______ vom 30. September 2005 abweiche, weshalb ein neuer ärztlicher
Bericht – vorzugsweise ebenfalls durch Dr. S._______ – zu erstellen und
weitere Unterlagen aus dem deutschen Verfahren einzuholen seien,
dass mit Verfügung vom 8. Mai 2007 der Schriftenwechsel geschlossen und den
Parteien die Zusammensetzung des Gerichts bekannt gegeben wurde,
dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher sich das
Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass die angefochtene
Verfügung vom 20. Dezember 2006 auf einer unvollständig ermittelten tat-
beständlichen Grundlage beruht,
dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige Feststellung des
rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass die Beschwerde demnach teilweise gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu erheben
sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
3dass dem nicht vertretenen Beschwerdeführer keine Parteientschädigung
zuzusprechen ist (Art. 7 und 8 des Reglementes vom 11. Dezember 2006 über
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]),
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1. Die Beschwerde wird gutgeheissen.
Die angefochtene Verfügung vom 30. Oktober 2006 wird aufgehoben und
die Sache zur ergänzenden Sachverhaltsermittlung und Neubeurteilung an
die Vorinstanz zurückgewiesen.
2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4. Dieses Urteil wird eröffnet:
- dem Beschwerdeführer (eingeschrieben mit Rückschein)
- der Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- dem Bundesamt für Sozialversicherungen
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Stefan Mesmer Ingrid Künzli
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundes-
gericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat
die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind,
soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
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