Abtei lung II I
C-5513/2008
{T 0/2}
U r t e i l v o m 2 0 . A p r i l 2 0 0 9
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Stefan Mesmer,
Richter Alberto Meuli,
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.
M._______,
vertreten durch C._______,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
IV (Hilfsmittel).
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-5513/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle)
mit Verfügung vom 22. Mai 2008 den Antrag auf Übernahme der An-
schaffungskosten für einen neuen Sprachprozessor (Hörhilfe) von
M._______ abgelehnt hat;
dass M._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch
ihre Mutter C._______, gegen diese Verfügung mit Eingabe vom
25. Juni 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben
und sinngemäss die Übernahme der Anschaffungskosten beantragt
hat;
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung
mit Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über
die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG
zuständig ist;
dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;
dass die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 59 des Bundesge-
setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist;
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021])
und somit darauf einzutreten ist;
dass die IV-Stelle mit Vernehmlassung vom 9. Januar 2009 mit Verweis
auf den Bericht von Dr. H._______ vom 20. Dezember 2008 die Ab-
weisung der Beschwerde beantragt hat, da aufgrund der vorhandenen
Daten nicht genügend belegt sei, dass ein Wechsel des Sprachpro-
zessors eine signifikante Verbesserung bringen würde;
dass die Beschwerdeführerin in der Folge mit Replik vom 8. Februar
2009 diverse Unterlagen eingereicht hat und ankündigte, demnächst
ein weiteres Testergebnis nachzureichen;
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dass die IV-Stelle mit Duplik vom 25. Februar 2009 an ihrem Antrag
auf Abweisung der Beschwerde festhielt;
dass die Beschwerdeführerin mit Eingaben vom 25. Februar 2009 und
vom 16. März 2009 weitere Testergebnisse und Unterlagen einreichte;
dass die IV-Stelle in der Folge gestützt auf die Beurteilung von
Dr. med. H._______ des Medizinischen Dienstes der IV-Stelle mit Ver-
nehmlassung vom 20. März 2009 beantragte, die Beschwerde sei gut-
zuheissen und die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und die
Sache sei zur Neubeurteilung im Sinne der Ausführungen von
Dr. med. H._______ an die Verwaltung zurückzuweisen;
dass diese Stellungnahme der Beschwerdeführerin am 30. März 2009
zur Kenntnis zugestellt wurde;
dass in Übereinstimmung mit der Stellungnahme von
Dr. med. H._______ festzustellen ist, dass es für die Beurteilung der
strittigen Frage, ob sich ein Wechsel des Hörprozessors bei der
Beschwerdeführerin im heutigen Zeitpunkt rechtfertigt, der Meinung
eines Spezialisten bedarf;
dass gemäss den Hinweisen der Beschwerdeführerin sowie auch den
Stellungnahmen der Hörgeräte-Hersteller die Universitätsklinik in Bern
bereits Erfahrungen mit dem fraglichen Produkt hat;
dass sich das Bundesverwaltungsgericht dem Vorschlag von
Dr. med. H._______ anschliesst, den Sachverhalt durch PD Dr. med.
Dr. sc. techn. K._______ aus Bern beurteilen zu lassen;
dass der Sachverhalt somit im heutigen Zeitpunkt ungenügend festge-
stellt ist und die vorhandenen medizinischen und technischen Unterla-
gen vom Spezialisten PD Dr. med. Dr. sc. techn. K._______ auszu-
werten sind;
dass das Bundesverwaltungsgericht daher nicht in der Lage ist, auf-
grund der vorliegenden Akten einen Entscheid in der Sache zu fällen;
dass die Beschwerde daher in dem Sinne gutzuheissen ist, dass die
angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache gestützt auf
Art. 61 Abs. 1 VwVG zur Neubeurteilung an die IV-Stelle zurückzuwei-
sen ist, verbunden mit der Anweisung, den Sachverhalt durch
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PD Dr. med. Dr. sc. techn. K._______ beurteilen zu lassen und an-
schliessend in der Sache neu zu verfügen;
dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2
VwVG);
dass unter diesen Umständen das Gesuch der Beschwerdeführerin um
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos
abzuschreiben ist;
dass der obsiegenden Beschwerdeführerin, die sich nicht anwaltlich
vertreten liess und der auch sonst keine notwendigen und verhältnis-
mässig hohen Kosten entstanden sind, für das Beschwerdeverfahren
vor dem Bundesverwaltungsgericht somit keine Parteientschädigung
zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1
und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die Verfügung
vom 22. Mai 2008 aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung im
Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.
3.
Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege wird als gegenstandslos abgeschrieben.
4.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Sandra Tibis
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG,
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die
beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42
BGG).
Versand:
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