B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-554/2014
A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d
v o m 1 3 . M a i 2 0 1 4
Besetzung
Einzelrichter Daniel Stufetti,
Gerichtsschreiberin Susanna Gärtner.
Parteien
X._______, Australien,
vertreten durch Y._______,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Höhe der Invalidenrente,
Verfügung IVSTA vom 9. Dezember 2013.
C-554/2014
Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Invalidenversicherungsstelle für Versicherte im Ausland (IVSTA;
nachfolgend: Vorinstanz) mit Verfügung vom 9. Dezember 2013
X._______ mit Wirkung ab 1. Oktober 2013 eine ganze Rente der Invali-
denversicherung in der Höhe von monatlich Fr. 899.- zugesprochen hat
(IVSTA-act. 44),
dass X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) diese Verfügung mit
Beschwerde vom 31. Januar 2014 beim Bundesverwaltungsgericht an-
fechten und die Ausrichtung einer höheren Rente beantragen liess, da im
Rahmen der Rentenberechnung zwei Beitragsjahre unberücksichtigt
geblieben seien,
dass die Vorinstanz in der Folge die angefochtene Verfügung in Wieder-
erwägung gezogen und durch die Verfügung vom 26. Februar 2014 er-
setzt hat, worüber sie das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom
28. Februar 2014 in Kenntnis setzte (act. 5),
dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen
Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern
keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und keine
Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, weshalb das Bundesver-
waltungsgericht für die Behandlung der Beschwerde zuständig ist,
dass die Beschwerdeführerin als Adressatin der angefochtenen Verfü-
gung beschwerdelegitimiert ist (Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG, SR 830.1]), weshalb auf die frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde einzutreten ist (Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass die Vorinstanz eine Verfügung, gegen welche Beschwerde erhoben
wurde, so lange wiedererwägen kann, bis sie gegenüber der Beschwer-
debehörde Stellung nimmt (Art. 53 Abs. 3 ATSG),
dass die Vorinstanz die angefochtene Verfügung vom 9. Dezember 2013
in Wiedererwägung gezogen hat, bevor sie in diesem Beschwerdeverfah-
ren Stellung genommen hat,
C-554/2014
Seite 3
dass die Vorinstanz am 26. Februar 2014 eine neue Verfügung erlassen
hat, mit welcher sie der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung einer
Versicherungszeit von 12 Jahren und 10 Monaten anstelle der bisher an-
gerechneten 10 Jahren und 10 Monaten eine ganze Invalidenrente ab
1. Oktober 2013 in der Höhe von monatlich Fr. 992.- zugesprochen hat,
dass die Wiedererwägungsverfügung dem Rechtsbegehren um Ausrich-
tung einer höheren Rente aufgrund der Anrechnung zweier zusätzlicher
Beitragsmonate somit vollumfänglich entspricht,
dass das Beschwerdeverfahren gegenstandslos geworden ist, da die Vor-
instanz während der Rechtshängigkeit eine neue Verfügung erliess, mit
welcher sie die Beschwerde anerkannte (UELI KIESER, ATSG-Kommentar,
2. Aufl., Zürich 2009, N 47 zu Art. 53),
dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren
abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG),
dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-
ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Regle-
ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor
dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass die Gegenstandslosigkeit von der Vorinstanz zu verantworten ist,
dieser aber keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 2
VwVG),
dass im vorliegenden Fall daher keine Verfahrenskosten zu erheben sind
und der Beschwerdeführerin der von ihr geleistete Kostenvorschuss in
Höhe von Fr. 400.- nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzu-
erstatten ist,
dass der Beschwerdeführerin, welche im vorliegenden Verfahren nicht
anwaltlich vertreten war, keine besonderen Auslagen geltend gemacht hat
und auch aus den Akten keine solchen ersichtlich sind,
dass der Beschwerdeführerin somit keine Parteientschädigung zuzuspre-
chen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 15 und Art. 7
Abs. 4 VGKE).
C-554/2014
Seite 4
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abge-
schrieben.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin
wird der bereits geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- nach
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.
3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilagen: Vernehmlassung
der Vorinstanz vom 23. April 2014 im Doppel, Formular Zahladresse)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. ______)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Daniel Stufetti Susanna Gärtner
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid
und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen
hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
C-554/2014
Seite 5
Versand: