B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-5733/2012
U r t e i l v o m 1 5 . F e b r u a r 2 0 1 3
Besetzung
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Stefan Mesmer, Richter Vito Valenti,
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.
Parteien
1. CSS Kranken-Versicherung AG, Tribschenstrasse 21,
6002 Luzern,
2. Aquilana Versicherungen, Bruggerstrasse 46,
5401 Baden,
3. Moove Sympany AG, Jupiterstrasse 15, Postfach 234,
3000 Bern 15,
4. Kranken- und Unfallkasse (Bezirkskrankenkasse)
Einsiedeln, Hauptstrasse 61, Postfach, 8840 Einsiedeln,
5. PROVITA Gesundheitsversicherung AG, Brunngasse 4,
Postfach, 8401 Winterthur,
6. Sumiswalder Krankenkasse, Spitalstrasse 47,
3454 Sumiswald,
7. Genossenschaft Krankenkasse Steffisburg, Unter-
dorfstrasse 37, Postfach 138, 3612 Steffisburg,
8. CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallver-
sicherung AG, Bundesplatz 15, Postfach, 6002 Luzern,
9. Atupri Krankenkasse, Zieglerstrasse 29, 3000 Bern 65,
10. Avenir Assurance Maladie SA, rue du Nord 5,
1920 Martigny,
11. Krankenkasse Luzerner Hinterland, Luzernstrasse 19,
6144 Zell LU,
12. ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG, Bahn-
hofstrasse 9, Postfach, 7302 Landquart,
13. Vivao Sympany AG, Peter Merian-Weg 4, 4052 Basel,
14. Krankenversicherung Flaachtal AG, Bahnhofstras-
se 22, Postfach 454, 8180 Bülach,
15. Easy Sana Assurance Maladie SA, Rue du Nord 5,
1920 Martigny,
16. Genossenschaft Glarner Krankenversicherung, Säge,
8767 Elm,
17. Innova Wallis AG, Bahnhofstrasse 4, Postfach 184,
3073 Gümligen,
18. Cassa da malsauns LUMNEZIANA, Postfach 41,
7144 Vella,
19. KLuG Krankenversicherung, Gubelstrasse 22,
6300 Zug,
20. EGK Grundversicherungen, Brislachstrasse 2, Post-
fach, 4242 Laufen,
21. sanavals Gesundheitskasse, Haus ISIS, Postfach 18,
7132 Vals,
22. Krankenkasse SLKK, Hofwiesenstrasse 370, Postfach
5652, 8050 Zürich,
23. sodalis gesundheitsgruppe, Balfrinstrasse 15,
3930 Visp,
24. vita surselva, Glennerstrasse 10, Postfach 217,
7130 Ilanz,
25. Krankenkasse Zeneggen, 3934 Zeneggen,
26. Krankenkasse Visperterminen, 3932 Visperterminen,
27. Caisse-maladie de la Vallée d'Entremont société
coopérative, Place centrale, Case postale 13,
1937 Orsières,
28. Krankenkasse Institut Ingenbohl, 6440 Brunnen,
29. Stiftung Krankenkasse Wädenswil, Schönen-
bergstrasse 28, 8820 Wädenswil,
30. Krankenkasse Birchmeier, Hauptstrasse 22,
5444 Künten,
31. kmu-Krankenversicherung, Bachtelstrasse 5,
8400 Winterthur,
32. Krankenkasse Stoffel Mels, Bahnhofstrasse 63,
8887 Mels,
33. Krankenkasse Simplon, 3907 Simplon Dorf,
34. SWICA Krankenversicherung AG, Römerstrasse 38,
8401 Winterthur,
35. GALENOS Kranken- und Unfallversicherung,
Militärstrasse 36, Postfach, 8021 Zürich,
36. rhenusana Die Rheintaler Krankenkasse, Heinrich-
Wild-Strasse 210, Postfach, 9435 Heerbrugg,
37. Mutuel Assurance Maladie SA, Rue du Nord 5,
1920 Martigny,
38. AMB Assurance-maladie et accidents, Rue du Nord 5,
1920 Martigny,
39. INTRAS Assurance-maladie SA, rue Blavignac 10,
1227 Carouge GE,
40. PHILOS Assurance Maladie SA, rue du Nord 5,
1920 Martigny,
41. Visana AG, Weltpoststrasse 19/21, Postfach 253,
3000 Bern 15,
42. Agrisano Krankenkasse AG, Laurstrasse 10,
5201 Brugg AG,
43. Innova Versicherungen, Bahnhofstrasse 4,
Postfach 184, 3073 Gümligen,
44. sana24 AG, Weltpoststrasse 19, 3015 Bern,
45. Arcosana AG, Tribschenstrasse 21, 6005 Luzern,
46. vivacare AG, Weltpoststrasse 19, 3015 Bern,
47. Sanagate AG, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568,
6002 Luzern,
alle vertreten durch tarifsuisse ag, Römerstrasse 20,
4500 Solothurn,
alle vertreten durch lic. iur. Felix Weber, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführerinnen,
gegen
A._______ GmbH,
Beschwerdegegnerin,
Regierungsrat des Kantons Nidwalden,
Regierungsgebäude, 6371 Stans,
Vorinstanz.
Gegenstand
Tariffestsetzung, Infrastrukturbeitrag.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die A._______ GmbH (_______; im Folgenden: Geburtshaus oder
Beschwerdegegnerin) mit Schreiben vom 21. Juni 2012 bei der Gesund-
heits- und Sozialdirektion (GSD) des Kantons Nidwalden einen Antrag zur
Tariffestsetzung (Infrastrukturbeitrag bei ambulanten Geburten) einreich-
te,
dass das Geburtshaus zur Begründung unter anderem ausführte, die
Verhandlungen zwischen der Interessengruppe der Geburtshäuser IGGH-
CH und der tarifsuisse ag seien gescheitert,
dass das Geburtshaus beantragte, es sei ein Infrastrukturbeitrag für die
Nutzung des Gebärzimmers bei einer ambulanten Geburt von Fr. 700.-
festzusetzen,
dass die tarifsuisse ag – als Vertreterin von 47 Krankenversicherern – mit
Eingabe vom 26. Juli 2012 beantragte, auf den Festsetzungsantrag sei
nicht einzutreten, weil zwischen dem Geburtshaus und der tarifsuisse ag
keine direkten Verhandlungen stattgefunden hätten,
dass auch davon auszugehen sei, dass keine indirekten Verhandlungen
(via IGGH-CH) stattgefunden hätten, weil die von der IGGH-CH vertrete-
nen Geburtshäuser nicht bekannt gegeben worden seien,
dass die tarifsuisse ag eventualiter beantragte, der Infrastrukturbeitrag für
die Nutzung des Gebärzimmers bei einer ambulanten Geburt sei auf
Fr. 360.- festzusetzen,
dass das Geburtshaus in seiner Stellungnahme vom 27. August 2012 un-
ter anderem geltend machte, aufgrund der (teilweise neu) eingereichten
Beweismittel sei belegt, dass es – vertreten durch die IGGH-CH – an den
Verhandlungen beteiligt gewesen sei,
dass die Preisüberwachung (PUE) mit Datum vom 31. August 2012 ihren
Verzicht auf die Abgabe einer Empfehlung mitteilte,
dass der Regierungsrat des Kantons Nidwalden (nachfolgend Regie-
rungsrat) mit Beschluss Nr. 711 vom 25. September 2012 (nachfolgend
RRB 711) – für die der tarifsuisse ag angeschlossenen Krankenversiche-
rer – den Infrastrukturbeitrag für ambulante Geburten im Geburtshaus für
das Jahr 2012 auf Fr. 700.- festgesetzt hat (Dispositiv-Ziff. 1),
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dass er betreffend weitere Modalitäten die Tarifverträge zwischen der
IGGH-CH und einzelnen (namentlich der Einkaufsgemeinschaft HSK an-
gehörenden) Krankenversicherern als anwendbar erklärt hat (Dispositiv-
Ziff. 2),
dass die tarifsuisse ag – als Vertreterin von 47 Krankenversicherern – mit
Beschwerde vom 2. November 2012 die Aufhebung des RRB 711 und die
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuem Entscheid beantragt
hat,
dass die Beschwerdeführerinnen insbesondere eine Verletzung des An-
spruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101])
rügen, wobei sie namentlich eine unzureichende Begründung, unvoll-
ständige Akten und eine Verletzung des Replikrechts geltend machen,
dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 7. Januar 2013 bean-
tragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden
könne; eventualiter sei Ziff. 2 des RRB 711 aufzuheben und die Be-
schwerde im Übrigen abzuweisen,
dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 30. Dezember
2012 unter anderem ausführt, in der Beschwerde würden insbesondere
Verfahrensfragen aufgeworfen, welche sie nicht beurteilen könne, und
keine Anträge stellt,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 53 Abs. 1 bzw. Art. 90a
Abs. 2 KVG zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist,
dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht grundsätz-
lich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968
(VwVG, SR 172.021) richtet, soweit Art. 53 Abs. 2 KVG oder das Verwal-
tungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) keine Abwei-
chungen statuieren,
dass die Beschwerdeführerinnen zweifellos zur Beschwerdeführung legi-
timiert sind (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG) und auf die frist- und formgerechte
Beschwerde (vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), nachdem auch
der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, einzutreten ist,
dass Parteien eines Tarifvertrages einzelne oder mehrere Leistungserb-
ringer oder deren Verbände einerseits sowie einzelne oder mehrere Ver-
sicherer oder deren Verbände anderseits sind (Art. 46 Abs. 1 KVG),
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dass gemäss Art. 47 Abs. 1 KVG die Kantonsregierung nach Anhören der
Beteiligten den Tarif festsetzt, wenn zwischen Leistungserbringern und
Versicherern kein Tarifvertrag zustande kommt,
dass der Anspruch auf rechtliches Gehör – als Minimalanspruch – durch
die Verfassung (Art. 29 Abs. 2 BV) garantiert wird und die Konkretisierun-
gen des VwVG (vgl. insbesondere Art. 18, Art. 26 und Art. 29 ff. VwVG)
weitgehend den verfassungsrechtlichen Vorgaben entsprechen (vgl.
BERNHARD WALDMANN/JÜRG BICKEL, in: Praxiskommentar VwVG, Wald-
mann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 29 N 5 f. sowie [zur Ge-
setzessystematik] N 2 f.),
dass das rechtliche Gehör einerseits der Sachaufklärung dient und ande-
rerseits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht darstellt (BGE
132 V 368 E. 3.1),
dass der Gehörsanspruch insbesondere das Recht der Parteien umfasst,
sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur
Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Ak-
ten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und
an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich
zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist,
den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 mit Hinweisen),
dass Art. 29 Abs. 2 BV von der Behörde verlangt, dass sie die Vorbringen
des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich
hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, woraus die Ver-
pflichtung der Behörde folgt, ihren Entscheid zu begründen (BGE 134 I 83
E. 4.1 mit Hinweisen),
dass der Anspruch auf rechtliches Gehör formeller Natur ist, dessen Ver-
letzung grundsätzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde
in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führt
(BGE 132 V 387 E. 5.1, BGE 127 V 431 E. 3d/aa),
dass nach der Rechtsprechung eine nicht besonders schwerwiegende
Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten
kann, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. BGE 133 I 201
E. 2.2 mit Hinweisen),
dass der Regierungsrat – als Voraussetzung für das Eintreten auf ein Ta-
riffestsetzungsbegehren – zunächst zu prüfen hat, ob vorgängig ernsthaf-
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te Tarifverhandlungen geführt worden sind (vgl. Urteil BVGer C-8011/2009
vom 28. Juli 2011 E. 1.4, siehe auch BVGE 2010/24 E. 5.2.1),
dass aus dem angefochtenen Entscheid nicht ersichtlich wird, ob die Vor-
instanz eine solche Prüfung vorgenommen bzw. die diesbezüglichen
Einwände der Beschwerdeführerinnen berücksichtigt hat,
dass aus Art. 29 Abs. 2 BV ein Recht fliesst, sich im Verwaltungsverfah-
ren zu Eingaben der Gegenpartei zu äussern, soweit diese geeignet sind,
den Entscheid zu beeinflussen (vgl. BGE 138 I 154 E. 2.3.2 mit Hinwei-
sen; siehe auch Art. 31 VwVG),
dass die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin Gelegenheit gab, sich zu
den Vorbringen der Beschwerdeführerinnen zu äussern und entspre-
chende Beweismittel einzureichen,
dass sie aber den Beschwerdeführerinnen kein solches Recht einräumte,
dass das Vorgehen der Vorinstanz deshalb nicht nur gegen Art. 29 Abs. 2
BV verstösst, sondern auch dem Grundsatz der Gleichbehandlung im
Verfahren (vgl. Art. 29 Abs. 1 BV) widerspricht,
dass die Vorinstanz ihren Festsetzungsbeschluss lediglich damit begrün-
det, dass sämtliche Leistungen des Geburtshauses nach dem gleichen
Tarif abgegolten werden sollten, unabhängig davon, welcher Krankenver-
sicherer leistungspflichtig sei,
dass aus dem Beschluss nicht hervorgeht, ob die Vorinstanz ihrer Pflicht
nachgekommen ist, den – vorliegend entsprechend dem Antrag der Be-
schwerdegegnerin festgesetzten – Tarif vorgängig darauf hin zu überprü-
fen, ob er mit dem Gesetz und dem Gebot der Wirtschaftlichkeit in Ein-
klang steht (vgl. Art. 46 Abs. 4 KVG; zur Anwendbarkeit im Festsetzungs-
verfahren nach Art. 47 Abs. 1 KVG BVGE 2010/24 E. 4.3),
dass der angefochtene Beschluss demnach als bundesrechtswidrig auf-
zuheben und die Sache zur Durchführung eines rechtskonformen Verfah-
rens und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,
dass bei diesem Ergebnis offenbleiben kann, ob die Auffassung der Vor-
instanz, wonach für einen einzelnen Leistungserbringer nicht unterschied-
liche Tarife vereinbart bzw. festgesetzt werden können, mit den Vorgaben
des KVG vereinbar ist,
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dass der Regierungsrat bei seinem neuen Entscheid zu berücksichtigen
haben wird, dass ein Festsetzungsbeschluss aus sich selber heraus hin-
reichend klar sein muss, weshalb – hinsichtlich weiterer Modalitäten –
nicht lediglich auf einen von anderen Parteien geschlossenen Vertrag
verwiesen werden kann,
dass sich jedoch – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerinnen (vgl.
act. 1 Rz. 33) – die Festsetzungskompetenz der Kantonsregierung im
Rahmen von Art. 47 Abs. 1 KVG nicht auf den Tarif als solchen be-
schränkt, sondern die Behörde – soweit notwendig und gesetzeskonform
– auch weitere Modalitäten regeln kann (vgl. BVGE 2010/24 E. 5.2.1
[S. 318], Urteile BVGer C-7720/2009 vom 13. Juni 2012 E. 13 und C-
2142/2010 vom 21. September 2011 E. 6.1, je mit Hinweisen),
dass aber nur die Vertragsparteien das System des Tiers payant anstelle
des gesetzlich vorgesehenen Systems des Tiers garant (soweit nicht die
stationäre Behandlung betreffend) vereinbaren können (vgl. Art. 42 Abs. 1
und 2 KVG; siehe auch RKUV 2002 KV 220 [nur elektronische Publikati-
on] E. II 11.1.2),
dass die Beschwerde – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen er-
gibt – gutzuheissen ist,
dass den Vorinstanzen keine Verfahrenskosten auferlegt werden und vor-
liegend grundsätzlich die Beschwerdegegnerin als unterliegende Partei
kostenpflichtig wäre (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass jedoch aus Billigkeitsgründen von einer Kostenerhebung abgesehen
werden kann (Art. 63 Abs. 1 Satz 3 VwVG in Verbindung mit Art. 6 Bst. b
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass solche Gründe namentlich bei einer Rückweisung wegen Verletzung
des rechtlichen Gehörs vorliegen (MICHAEL BEUSCH, in: Auer/Müller/
Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungs-
verfahren [VwVG], Zürich 2008, Rz. 15 zu Art. 63; ANDRÉ MOSER/MICHAEL
BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-
tungsgericht, Basel 2008, S. 212, Rz. 4.60),
dass daher vorliegend keine Verfahrenskosten zu erheben sind,
dass den Beschwerdeführerinnen der geleistete Kostenvorschuss zu-
rückzuerstatten ist,
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dass den obsiegenden Beschwerdeführerinnen gemäss Art. 64 Abs. 1
VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. VGKE eine Parteientschädigung von
pauschal Fr. 3'800.- (inkl. Auslagenersatz und Mehrwertsteuer) zuzuspre-
chen ist,
dass die Parteientschädigung einer unterliegenden Gegenpartei – je nach
deren Leistungsfähigkeit – auferlegt wird, sofern sich diese mit selbstän-
digen Begehren am Verfahren beteiligt hat; ansonsten sie von der Vorin-
stanz zu leisten ist (Art. 64 Abs. 2 und 3 VwVG),
dass die bei den Verfahrenskosten erwähnten Billigkeitsgründe auch hier
zu berücksichtigen sind,
dass daher nicht die Beschwerdegegnerin entschädigungspflichtig ist,
zumal sie sich nicht mit eigenen Begehren am Verfahren beteiligt hat,
dass die Parteientschädigung demnach von der Vorinstanz zu leisten ist,
dass dieses Urteil nicht beim Bundesgericht angefochten werden kann
(vgl. Art. 83 Bst. r des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG,
SR 173.110]).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Beschluss wird
aufgehoben.
Die Sache wird im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückge-
wiesen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Den Beschwerdeführerinnen
wird der geleistete Kostenvorschuss zurückerstattet.
3.
Den Beschwerdeführerinnen wird eine Parteientschädigung von pauschal
Fr. 3'800.- (inkl. Auslagenersatz und Mehrwertsteuer) zu Lasten der Vor-
instanz zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstat-
tungsformular)
– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. RRB 711; Gerichtsurkunde)
– das Bundesamt für Gesundheit
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Susanne Fankhauser
Versand: