Abtei lung II I
C-5791/2007/mes
{T 0/2}
U r t e i l v o m 5 . D e z e m b e r 2 0 0 7
Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), Richterin Elena
Avenati-Carpani, Richterin Franziska Schneider,
Gerichtsschreiberin Susanne Marbet Coullery.
X._______,
vertreten durch Herr Rechtsanwalt Michael Jahn,
Kantonsstrasse 40, 6048 Horw,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
IV, Verfügung vom 3. Juli 2007.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-5791/2007
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:
dass der Beschwerdeführer am 30. August 2007 die Verfügung der
Eidgenössischen Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im
Ausland (IVSTA), vom 3. Juli 2007 betreffend Revision des Invaliden-
rentenanspruchs beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,
dass im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht das neue, am
1. Januar 2007 in Kraft getretene Verfahrensrecht anwendbar ist (vgl.
Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das Bun-
desverwaltungsgericht [VGG], SR 173.32),
dass das Gericht gemäss Art. 31 VGG zur Beurteilung von Beschwer-
den gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 34 VGG
zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten
hat, und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszu-
machen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG], SR 831.20), so
dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu-
ständig ist,
dass die Vorinstanz am 18. Oktober 2007 ihre Vernehmlassung vor-
gelegt und beantragt hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, die ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der
Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 30. September 2007 an
die Verwaltung zurückzuweisen,
dass der ärztliche Dienst (Dr. Y._______) in seiner Stellungnahme
festhält, aus medizinischer Sicht seien weitere fachärztliche, psychia-
trische und rheumatologische Begutachtungen angezeigt (act. 163),
dass sich der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 20. November
2007 dem Antrag der Vorinstanz anschliesst und sein ursprüngliches
Rechtsbegehren Nr. 2 fallen lässt, mit welchem die Feststellung des
weiteren Bestehens eines Anspruchs auf eine ganze Invalidenrente
nebst Zusatzrenten basierend auf einem Invaliditätsgrad von 83%
beantragt worden war,
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dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher
sich das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass
die angefochtene Verfügung vom 3. Juli 2007 auf einer mangelhaft er-
mittelten tatbeständlichen Grundlage beruht,
dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als
Beschwerdegrund nennt,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1
VwVG) mit der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen fach-
ärztlichen (psychiatrischen und rheumatologischen) Begutachtungen
durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass dem angesichts der modifizierten Rechtsbegehren vollum-
fänglich obsiegenden Beschwerdeführer eine von der Vorinstanz zu
entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist,
dass die Parteientschädigung gemäss Art. 14 Abs. 2 des Reglements
vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor
dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320. 2) aufgrund der
Akten zu bestimmen ist,
dass das einer Partei zu entschädigende Anwaltshonorar sich nach
dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters bestimmt, wobei ein
anwaltlicher Stundenansatz von Fr. 200.- bis Fr. 400.- geltend gemacht
werden kann (Art. 10 VGKE),
dass nach höchstrichterlicher Rechtsprechung in sozialversicherungs-
rechtlichen Verfahren vor einer gerichtlichen Behörde die Entschädi-
gung anwaltlich vertretener Parteien in durchschnittlichen Fällen
Fr. 2'500.- (einschliesslich Auslagen und Mehrwertsteuer) zu betragen
hat (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 30/03
vom 22. Mai 2003),
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dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Akten ein Anwaltsauf-
wand von knapp 8 Std. angemessen und notwendig erscheint, der zu
einem Stundenansatz von Fr. 250. zu entschädigen ist,
dass das zu entschädigende Anwaltshonorar (einschliesslich Ausla-
gen) daher pauschal auf Fr. 2'000. festzusetzen ist (Art. 64 VwVG in
Verbindung mit Art. 9 und Art. 10 VGKE),
dass unter diesen Umständen das Gesuch des Beschwerdeführers um
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiordnung eines
Anwaltes als gegenstandslos abzuschreiben ist.
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.
2.
Die angefochtene Verfügung vom 3. Juli 2007 wird aufgehoben und die
Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die
erforderlichen zusätzlichen fachärztlichen (psychiatrischen und rheu-
matologischen) Begutachtungen durchführen zu lassen und neu in der
Sache zu verfügen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
4.
Dem Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'000. zugesprochen, die von der
Vorinstanz zu leisten ist.
5.
Das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege unter Beiordnung eines Anwaltes wird als gegen-
standslos geworden abgeschrieben.
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6.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Stefan Mesmer Susanne Marbet Coullery
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110)
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand: 21. Dezember 2007
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