Abtei lung II I
C-5872/2009
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U r t e i l v o m 2 6 . N o v e m b e r 2 0 1 0
Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),
Richter Stefan Mesmer, Richter Beat Weber,
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.
V._______,
Beschwerdeführer,
gegen
Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
Vorinstanz.
AHV-Beitragsjahre, Verfügung vom 4. August 2009.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-5872/2009
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass der am (...) 1943 geborene Beschwerdeführer schweizerischer
Nationalität, wohnhaft in der Republik Südafrika, sich mit Gesuch vom
28. Januar 2009 (act. 2), eingegangen bei der Vorinstanz am 3.
Februar 2009, zum Bezug einer Altersrente angemeldet hat,
dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
24. März 2009 (act. 5) unter Anrechnung von 16 vollen Beitragsjahren
eine Altersrente mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2008 zugesprochen
hat,
dass die Vorinstanz die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache
des Beschwerdeführers vom 22. April 2009 (act. 6) mit Verfügung vom
4. August 2009 (act. 10) abgewiesen hat,
dass der Beschwerdeführer die Verfügung vom 4. August 2009 mit
Beschwerde vom 15. August 2009, versandt am 10. September 2009
und beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen am 16. September
2009, angefochten hat,
dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde beantragt, die Jahre
1962 bis 1966, während derer er als Student an der Universität Basel
immatrikuliert gewesen sei, als AHV-Beitragsjahre zu anerkennen,
dass der Beschwerdeführer ferner geltend macht, seine AHV-Marken-
karte sei ohne sein Verschulden verloren gegangen, nachdem sie zu-
sammen mit dem AHV-Ausweis vor ca. 5 bis 6 Jahren schriftlich vom
Generalkonsulat Kapstadt einverlangt worden sei,
dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 13. November 2009 die
Abweisung der Beschwerde beantragt mit der Begründung, die mit der
Einsprache vorgelegten Auszüge aus den Testatbüchern würden wohl
die Immatrikulation, nicht aber den Kauf von AHV-Marken belegen,
dass der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 26. November 2009
Gelegenheit zur Einreichung einer Replik erhalten hat,
dass diese Verfügung jedoch nicht abgeholt worden ist und der Be-
schwerdeführer innert der gesetzten Frist keine Replik eingereicht hat,
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dass der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 21. Januar 2010 ab-
geschlossen worden ist,
dass der Beschwerdeführer der Vorinstanz mit Eingabe vom 8. August
2010 ein AHV-Markenheft für Studenten im Original eingereicht hat,
welches diese dem Bundesverwaltungsgericht am 16. August 2010
übermittelte,
dass das Markenheft Einträge betreffend Bezahlung des AHV-
Mindesbeitrags für die Jahre 1964 bis 1968 enthält,
dass die Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom
29. September 2010 den Nachtrag zum Individuellen Konto des Be-
schwerdeführers vom 31. August 2010 gesandt und mitgeteilt hat, die
Rente könnte anhand dieser Daten neu berechnet werden,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung
mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom
20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
(AHVG, SR 831.10) für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde
zuständig ist,
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teil -
genommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt
ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder
Änderung hat, so dass er gemäss Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6.
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) zur Beschwerdeführung legitimiert ist,
dass daher auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist,
dass die Eingaben der Vorinstanz vom 16. August 2010 und vom
29. September 2010 nach Abschluss des Schriftenwechsels erfolgt
sind,
dass gemäss Art. 32 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) verspätete
Parteivorbringen, die ausschlaggebend erscheinen, trotz der Verspä-
tung berücksichtigt werden können,
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dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 29. September 2010 sinngemäss
die Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache zur
Neuberechnung der Altersrente beantragt,
dass gemäss Art. 49 Bst. b VwVG die unrichtige oder unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann,
dass im vorliegenden Beschwerdeverfahren AHV-Marken nachgereicht
worden sind, welche im vorinstanzlichen Verfahren nicht greifbar
waren,
dass somit der Sachverhalt in Bezug auf die Berechnung der Beitrags -
jahre unvollständig abgeklärt erscheint,
dass daher dem Antrag der Vorinstanz auf Gutheissung der Beschwer-
de und Rückweisung der Sache zur Neuberechnung des Renten-
anspruchs gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG stattzugeben ist,
dass das Verfahren gemäss Art. 85bis Abs. 2 AHVG kostenlos ist,
dass dem obsiegenden, nicht vertretenen Beschwerdeführer in An-
wendung von Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
(VGKE, SR 173.320.2) keine Parteientschädigung zuzusprechen ist,
dass dem Beschwerdeführer die Eingaben der Vorinstanz vom 16. Au-
gust 2010 und vom 29. September 2010 samt Beilage zur Kenntnis-
nahme zuzustellen sind.
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die Verfügung vom 4. August
2009 wird aufgehoben.
2.
Die Angelegenheit wird zur Neuberechung des Rentenanspruchs ge-
stützt auf die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten
Beweismittel und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz
zurückgewiesen.
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3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilagen: Schreiben der
Vorinstanz vom 16. August 2010 und vom 29. September 2010 inkl.
Nachtrag zum Individuellen Konto vom 31. August 2010)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:
Franziska Schneider Susanne Genner
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind.
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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