B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-5908/2014
U r t e i l v o m 9 . D e z e m b e r 2 0 1 4
Besetzung
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Daniel Stufetti,
Richter Christoph Rohrer,
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.
Parteien
X._______ AG,
vertreten durch Fürsprecher Max B. Berger,
Amthausgasse 1, 3011 Bern,
Beschwerdeführerin,
gegen
Suva, Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
Bundesamt für Gesundheit, Direktionsbereich Kranken-
und Unfallversicherung, Schwarzenburgstrasse 165,
3003 Bern,
Vorinstanz.
Gegenstand
Unfallversicherung (Neuverlegung der Verfahrenskosten).
C-5908/2014
Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass das Bundesamt für Gesundheit (nachfolgend: BAG) mit Verfügung
vom 6. März 2012 die X._______ AG (nachfolgend: X._______) in einem
Leistungsstreit nach Art. 78a des Bundesgesetzes vom 20. März 1981
über die Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) als leistungspflichtig er-
klärte;
dass die X._______ diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht
angefochten hat;
dass das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde der X._______ im
Verfahren C-1885/2012 mit Urteil vom 27. Januar 2014 guthiess und an-
stelle der X._______ die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
(nachfolgend: Suva) für das strittige Ereignis als leistungspflichtig erklär-
te;
dass die Suva gegen dieses Urteil des Bundesverwaltungsgerichts beim
Bundesgericht Beschwerde erhob und die Aufhebung des Urteils sowie
die Bestätigung der Verfügung des BAG beantragte;
dass das Bundesgericht mit Urteil 8C_183/2014 vom 22. September 2014
das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Januar 2014 aufhob
und die Sache zur Neuverlegung der Kosten des Verfahrens vor dem
Bundesverwaltungsgericht an dieses zurückgewiesen hat;
dass demzufolge über die Kostenverlegung im Verfahren C-1885/2012 im
Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen neu zu befinden ist;
dass die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom
20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]);
dass die im Verfahren C-1885/2012 auf Fr. 4'000.- festgesetzten Verfah-
renskosten der unterliegenden X._______ aufzuerlegen sind und der von
ihr geleistete Kostenvorschuss in derselben Höhe zur Bezahlung der Ver-
fahrenskosten zu verwenden ist;
dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei
von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwach-
sene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen kann
(Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008
C-5908/2014
Seite 3
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]);
dass keine Entschädigung geschuldet ist, wenn der Vertreter oder die
Vertreterin in einem Arbeitsverhältnis zur Partei steht (Art. 9 Abs. 2
VGKE);
dass die Suva durch ihren Rechtsdienst vertreten war, so dass ihr keine
zu entschädigenden Kosten entstanden sind;
dass die obsiegende Vorinstanz als Bundesbehörde auch keinen An-
spruch auf Parteientschädigung hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE);
dass die unterliegende X._______ ebenso wenig einen Anspruch auf Par-
teientschädigung hat (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario);
dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen
sind (Art. 6 lit. b VGKE) und von einer Parteientschädigung abzusehen ist
(Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario sowie Art. 7 ff. VGKE).
C-5908/2014
Seite 4
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Kosten für das Verfahren C-1885/2012 werden wie folgt neu verlegt.
1.1. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 4'000.- festgesetzt und der
X._______ auferlegt. Der von der X._______ bezahlte Kostenvorschuss
in der Höhe von Fr. 4'000.- wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten
verwendet.
1.2. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
2.
Für das vorliegende Verfahren werden keine Verfahrenskosten erhoben,
und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
3.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde)
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Sandra Tibis
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42
BGG).