Abtei lung II I
C-5921/2008/mes/str
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A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d
v o m 2 2 . J u n i 2 0 1 0
Einzelrichter Stefan Mesmer,
Gerichtsschreiber Roger Stalder.
X._______,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. David Husmann,
Schifflände 22, Postfach 126, 8024 Zürich,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenversicherung, Verfügung vom 10. Juli 2008.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-5921/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und zieht in
Erwägung,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland ( im Folgenden: IVSTA
oder Vorinstanz) mit Verfügung vom 10. Juli 2008 die Auszahlung der
halben Rente von X._______ (im Folgenden: Versicherter oder Be-
schwerdeführer) samt Kinderrenten per Ende August 2008 eingestellt
hat,
dass die IVSTA im Rahmen dieser Renteneinstellung darauf hin-
gewiesen hat, dass sie die Angelegenheit neu prüfen werde, sobald
sie die Möglichkeit zur Einsichtnahme in die von ihr einverlangten
türkischen Unterlagen habe,
dass der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt David Husmann,
gegen die Verfügung vom 10. Juli 2008 mit Eingabe vom 15. Sep-
tember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht hat Beschwerde erheben
und unter anderem beantragen lassen, diese Verfügung sei auf-
zuheben und es sei die Vorinstanz zu verpflichten, die IV-Leistungen
weiterhin auszurichten,
dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni
2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)
beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,
dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich von Leistungen der Invali-
denversicherung (IV) vor dem Bundesverwaltungsgericht anfechtbar
sind,
dass ohne Zweifel auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt
sind,
dass die IVSTA, nachdem sie offenbar Einsicht in die türkischen Unter-
lagen erhalten hatte, dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
16. Februar 2009 rückwirkend ab dem 1. September 2008 eine halbe
IV-Rente bei einem Invaliditätsgrad von 51 % samt Kinderrenten zu-
gesprochen hat und – wie der Mitteilung vom 11. Februar 2009 zu
entnehmen ist – somit die Renten lückenlos weitergewährt werden,
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dass dadurch der Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens
(keine Auszahlung der Rente ab Ende August 2008) weggefallen ist
und der Beschwerdeführer an der weiteren Behandlung seiner Be-
schwerde kein Interesse mehr hat,
dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren
als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a
VGG),
dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden,
deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reg-
lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass Vorinstanzen allerdings keine Verfahrenskosten auferlegt werden
(Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass daher von der IVSTA, welche die Gegenstandslosigkeit herbei
geführt hat, im vorliegenden Fall keine Verfahrenskosten zu erheben
sind,
dass unter diesen Umständen der obsiegende Beschwerdeführer
Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, die mangels Kostennote
auf Grund der Akten festzusetzen ist (vgl. Art. 5, Art. 14 Abs. 1 und 2
sowie Art. 15 VGKE),
dass unter Berücksichtigung der Bestimmungen des VGKE die Partei -
entschädigung für den notwendigen Aufwand des anwaltlich ver-
tretenen Beschwerdeführer auf Fr. 1'000.- (inkl. Auslagen; ohne Mehr-
wertsteuer, vgl. Urteil des Bundesgerichts I 30/03 vom 22. Mai 2003)
festzulegen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens das Gesuch um Erteilung
des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege im Beschwerdeverfahren
(Art. 65 Abs. 1 und 2) als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist.
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Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abge-
schrieben.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 1'000.- zugesprochen, die von der
Vorinstanz zu leisten ist.
4.
Das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-
ben.
5.
Dieser Entscheid geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ________________)
- die SwissLife (Vertrag-Nr. ______/Vers.-Nr. ______________)
- die Suva (Unfall-Nr. ____________/Renten-Nr. _________)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
Stefan Mesmer Roger Stalder
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die
Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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