B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-5948/2018
Absch r e i bung sen t s c he i d
vom 2 9 . No vembe r 2 0 1 8
Besetzung
Einzelrichter Christoph Rohrer,
Gerichtsschreiber Milan Lazic.
Parteien
A._______, (Polen)
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung, Mitwirkungspflicht
(Nichteintretensverfügung vom 14. September 2018).
C-5948/2018
Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA; im Folgenden auch:
Vorinstanz) mit Verfügung vom 14. September 2018 auf das Leistungsge-
such von A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) vom 7. Dezember
2017 mangels Mitwirkung des Beschwerdeführers nicht eintrat (vgl. Akten
im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: BVGer-act.] 1 Beilage 1),
dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit Eingabe vom
13. Oktober 2018 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob mit
dem Antrag, seine Dokumente seien zwecks Prüfung durch die Vorinstanz
an diese weiterzuleiten, und dabei im Wesentlichen vorbrachte, seine ver-
spätete Eingabe erfolge aufgrund seiner schlechten psychischen Verfas-
sung, aufgrund von Problemen mit der Übersetzung des Fragebogens so-
wie aufgrund von Verspätungen bei der Vervollständigung seiner medizini-
schen Dokumentation (vgl. BVGer-act. 1 sowie deutsche Übersetzung in
BVGer-act. 3),
dass der Beschwerdeführer mit informellen Schreiben vom 31. Oktober
2018 aufgefordert wurde, bis zum 30. November 2018 ein Zustelldomizil in
der Schweiz zu bezeichnen (BVGer-act. 4),
dass der Beschwerdeführer mit Spontaneingabe vom 19. November 2018
(Datum: Postaufgabe) mitteilte, der Entscheid bezüglich der Prüfung sei-
nes Gesuchs durch die IVSTA sei zum Positiven ausgefallen, weshalb sein
Ersuchen vom 13. Oktober 2018 gegenstandslos geworden sei
(vgl. BVGer-act. 5 sowie deutsche Übersetzung in BVGer-act. 7),
dass der Beschwerdeführer seiner Eingabe vom 19. November 2018 nebst
einer bereits mit Beschwerde vom 13. Oktober 2018 eingereichten Kopie
der Nichteintretensverfügung vom 14. September 2018 auch ein an ihn ge-
richtetes Schreiben der Vorinstanz vom 9. Oktober 2018 zur Kenntnis-
nahme beifügte, mit dem die IV-Stelle den Beschwerdeführer darüber in-
formiert hat, dass sie aufgrund der am 19. September 2018 nachträglich
eingereichten erforderlichen Unterlagen kulanzhalber ihre Verfügung vom
14. September 2018 wieder zurücknehme und erneut in die Abklärungs-
phase eintrete (vgl. Beilagen zu BVGer-act. 5),
dass mit Blick auf das soeben Ausgeführte der Beschwerdeführer mit sei-
ner Eingabe vom 19. November 2018 seine Beschwerde vom 13. Oktober
2018 vorbehaltlos zurückgezogen und sinngemäss um die Abschreibung
des vorliegenden Verfahrens ersucht hat,
C-5948/2018
Seite 3
dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als
durch Rückzug gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23
Abs. 1 Bst. a VGG),
dass eine Kopie der Beschwerdeschrift des Beschwerdeführers vom
13. Oktober 2018 samt Beilagen in Kopie, eine Kopie der deutschen Über-
setzungen der Beschwerdeschrift vom 13. Oktober 2018 sowie der in pol-
nischer Sprache verfassten Beilagen, eine Kopie des Beschwerderück-
zugs vom 19. November 2018 sowie eine Kopie der deutschen Überset-
zung des Beschwerderückzugs vom 19. November 2018 der Vorinstanz
zur Kenntnisnahme zuzustellen sind,
dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden,
deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können,
wenn ein Rechtsmittel ohne erheblichen Aufwand für das Gericht durch
Rückzug erledigt wird (Art. 6 Bst. a VGKE, SR 173.320.2),
dass die Gegenstandslosigkeit des vorliegenden Verfahrens durch den Be-
schwerderückzug des Beschwerdeführers bewirkt worden ist und vorlie-
gend auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet wird,
dass die Vorinstanz keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat
(Art. 7 Abs. 3 VGKE), was in casu aufgrund des Beschwerderückzugs auch
für den Beschwerdeführer zutrifft (vgl. Art. 15 i.V.m. Art 5 VGKE; vgl. auch
Art. 7 Abs. 1 e contrario VGKE).
Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.
C-5948/2018
Seite 4
Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs als gegenstandslos ge-
worden abgeschrieben.
2.
Eine Kopie der Beschwerdeschrift des Beschwerdeführers vom 13. Okto-
ber 2018 samt Beilagen in Kopie, eine Kopie der deutschen Übersetzun-
gen der Beschwerdeschrift vom 13. Oktober 2018 sowie der in polnischer
Sprache verfassten Beilagen und eine Kopie des Beschwerderückzugs-
schreibens vom 19. November 2018 samt Kopie der deutschen Überset-
zung gehen zur Kenntnisnahme an die Vorinstanz.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
5.
Dieser Entscheid geht an:
– den Beschwerdeführer (Zustellung auf diplomatischem Weg)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben; Beilagen: die in Ziff. 2 Dis-
positiv genannten)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
Christoph Rohrer Milan Lazic
C-5948/2018
Seite 5
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe
der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par-
tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
Versand: