Abtei lung II I
C-6231/2008
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U r t e i l v o m 2 7 . M ä r z 2 0 0 9
Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),
Richter Francesco Parrino,
Richter Vito Valenti,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.
A._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenrente, Verfügung vom 27. August 2008.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-6231/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Eidgenössische Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versi-
cherte im Ausland (IVSTA) mit Verfügung vom 27. August 2008 festge-
stellt hat, dass Herr A._______ (Beschwerdeführer) keinen Anspruch
auf Leistungen der Invalidenversicherung hat,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. September 2009
(recte 2008; Poststempel vom 27. September 2008) Beschwerde ge-
gen die Verfügung vom 27. August 2008 beim Bundesverwaltungsge-
richt erhob. Er beantragte, es sei die Verfügung vom 27. August 2008
aufzuheben und ihm eine Invalidenrente auszurichten, oder das Ver-
fahren sei durch die IVSTA wiederaufzunehmen,
dass der Beschwerdeführer am 4. Dezember 2008 (eingegangen am
8. Dezember 2008) ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis, ausgestellt von
Dr. med. B._______, Allgemeinmediziner und Hausarzt, vom 30. Okto-
ber 2008 sowie zwei aktuelle medizinische Berichte
(Dr. med. C._______, Kardiologe, vom 19. November 2008 und
Dr. med. B._______ vom 2. Dezember 2008) einreichte,
dass Dr. med. D._______, Facharzt FMH Allgemeinmedizin, Regiona-
ler ärztlicher Dienst der IVSTA, nach Einsicht in die Akten in seiner
Stellungnahme - wohl falsch datiert - vom 6. März 2009 (eingegangen
bei der IVSTA am 11. Februar 2009) ausgeführt hat, dass die neuen
medizinischen Unterlagen neue Gesundheitsschäden aufführen und
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerde-
führers, insbesondere im Bereich der Neurologie, plausibel machen
würden. Es bestünden Zweifel bezüglich der zumutbaren Arbeitsfähig-
keit in Verweisungstätigkeiten. Eine stationäre Untersuchung in der
Schweiz sei angezeigt,
dass die Vorinstanz - gestützt auf die Stellungnahme von
Dr. med. D._______ - mit Vernehmlassung vom 13. Februar 2009 be-
antragt hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfü-
gung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der erwähnten Stel-
lungnahme an die Verwaltung zurückzuweisen,
dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 23. Februar 2009 den
Schriftenwechsel schloss,
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dass das Gericht gemäss Art. 31 des Bundesgesetz über das Bundes-
verwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG; SR 173.32) zur
Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen
gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach
Art. 32 VGG vorliegt,
dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist (vgl.
auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über
die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]),
dass das Bundesverwaltungsgericht somit zur Beurteilung der Be-
schwerde zuständig ist,
dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Be-
schwerdegrund nennt,
dass die angefochtene Verfügung vom 27. August 2008 nach überein-
stimmender Auffassung der Parteien auf einer mangelhaften Ermitt-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts beruht,
dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der vorliegenden Akten
zum Schluss kommt, zur Beurteilung des Rentenanspruchs seien zu-
sätzliche medizinische Abklärungen erforderlich, und es sich insbeson-
dere nicht veranlasst sieht, vom dahingehenden übereinstimmenden
Antrag der Vorinstanz und des Beschwerdeführers abzuweichen,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1
VwVG), verbunden mit der Anweisung, die erforderliche Begutachtung
anzuordnen und in der Sache neu zu verfügen,
dass das Verfahren gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG in Verbindung mit
Art. 69 Abs. 2 IVG grundsätzlich kostenpflichtig ist, dem obsiegenden
Beschwerdeführer wie auch der Vorinstanz jedoch keine Verfahren-
skosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass dem Beschwerdeführer, der sich nicht anwaltlich vertreten liess
und dem auch sonst keine notwendigen und verhältnismässig hohen
Kosten entstanden sind, für das Beschwerdeverfahren vor dem Bun-
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desverwaltungsgericht keine Parteientschädigung zuzusprechen ist
(Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 und 4 des Reglements
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die angefochtene Verfügung
vom 27. August 2008 wird aufgehoben.
2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne der
Erwägungen, insbesondere zur Anordnung einer Begutachtung und
zum Erlass einer neuen Verfügung, an die Vorinstanz zurückgewiesen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
5.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (...; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherung
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:
Franziska Schneider Christine Schori Abt
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]) gegeben sind.
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die der Beschwerdeführer
in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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