B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-6241/2012
U r t e i l v o m 2 5 . A p r i l 2 0 1 3
Besetzung
Richter Beat Weber (Vorsitz),
Richter Vito Valenti, Richter Stefan Mesmer,
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.
Parteien
A._______, Z._______, (Grossbritannien),
vertreten durch B._______ AG, z.Hd. C._______,
Y.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Ausgleichskasse scienceindustries,
Vorinstanz,
D.________ GmbH, X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur.
Stephan K. Nyffenegger, Nyffenegger Rechtsanwälte,
W.________,
Beigeladene.
Gegenstand
Berichtigung des individuellen Kontos (Kostenverlegung);
Urteil des Bundesgerichts vom 6. November 2012.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass das Bundesverwaltungsgericht im Verfahren C-6417/2009 mit Urteil
vom 26. Juni 2011 die Beschwerde von A._______ vom 12. Oktober 2009
(nachfolgend: Beschwerdeführer) in Sachen Berichtigung des individuel-
len Kontos abgewiesen hat, soweit es darauf eingetreten ist
(C-6417/2009 act. 27),
dass die D._________ GmbH im Lauf des Verfahrens vor Bundesverwal-
tungsgericht als ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers beige-
laden wurde (C-6417/2009 act. 8) und diese – vertreten durch Rechtsan-
walt lic. iur. Stephan Nyffenegger – Stellung nahm und Anträge stellte
(C-6417/2009 act. 21),
dass mit dem Urteil vom 26. Juni 2011 keine Verfahrenskosten erhoben
und keine Parteientschädigungen zugesprochen wurden,
dass der Beschwerdeführer am 5. September 2011 beim Bundesgericht
gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Beschwerde in öffent-
lich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben hat (C-6417/2009 act. 33.1),
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 6. November 2012 in teilweiser
Gutheissung der Beschwerde das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
vom 26. Juni 2011 und den Einspracheentscheid der Ausgleichskasse
scienceindustries vom 15. September 2009 aufgehoben und die Sache
an die Ausgleichskasse zurückgewiesen hat, damit diese im Sinne der
Erwägungen verfahre, und im Übrigen die Beschwerde abgewiesen hat,
dass das Bundesgericht zudem die Sache zur Neuverlegung der Partei-
entschädigung für das vorangegangene Verfahren an das Bundesverwal-
tungsgericht zurückgewiesen hat (C-6241/2012 act. 1),
dass die Beigeladene mit Eingabe vom 15. Januar 2013 beim Bundesge-
richt ein Revisionsbegehren stellte mit den Anträgen, das Urteil vom
6. November 2012 sei bezüglich des Entscheides über die Parteientschä-
digungen in Revision zu ziehen und der Beigeladenen sei eine angemes-
sene Parteientschädigung für die Verfahren vor Bundesgericht sowie für
die vorangehenden Verfahren zuzusprechen, die Gerichtskosten seien
durch die Staatskasse zu übernehmen und es sei ihr eine angemessene
Entschädigung für das Revisionsverfahren zuzusprechen (C-6417/2009
act. 42.1),
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dass das Bundesgericht mit Urteil vom 22. Februar 2013 (9F_1/2013) das
Revisionsgesuch der Beigeladenen teilweise guthiess und sein Urteil vom
6. November 2012 (9C_648/2011) insofern ergänzte, als dass der Be-
schwerdeführer verpflichtet wurde, die Beigeladene für das bundesge-
richtliche Verfahren mit Fr. 2'300.- zu entschädigen, das Bundesgericht
der Beigeladenen für das Revisionsverfahren eine Parteientschädigung
von Fr. 500.- aus der Bundesgerichtskasse zusprach und im Übrigen das
Revisionsgesuch abwies (C-6417/2009 act. 43),
dass das Bundeverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit prozesslei-
tender Verfügung vom 18. Dezember 2012 aufforderte, das Vertretungs-
mandat zu substantiieren (C-6241/2012 act. 2),
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Januar 2013 das Vertre-
tungsmandat dahingehend substantiieren liess, als dass die Rechtsan-
wälte C._______ und E.________ ihn als nichtanwaltliche berufsmässige
Vertreter als Angestellte der F._______ AG (bis 19. Mai 2011) vertraten
bzw. seit dem 20. Mai 2011 als Angestellte der B._______ AG vertreten
würden, und er sowohl entsprechende Vollmachten und detaillierte Rech-
nungen für die Aufwendungen der F._______ AG vom 11. Januar 2010
sowie vom 21. Dezember 2011 und vom 30. November 2012 je für die
Aufwendungen der B._______ AG einreichte (C-6241/2012 act. 3),
dass der Beschwerdeführer einen Aufwand für das bundesverwaltungs-
gerichtliche Verfahren C-6417/2009 von Fr. 4'745.- (6 Std. à Fr. 225.- und
19.4 Std. à Fr. 175.-) geltend machte (C-6241/2012 act. 3 f.),
dass aufgrund der eingereichten Vollmachten, welche für (Schweizer)
Steuerangelegenheiten erteilt wurden, belegt ist, dass die Rechtsanwälte
C._______ und E._______ den Beschwerdeführer als nichtanwaltliche
berufsmässige Vertreter rechtmässig vertreten,
dass die vorliegend in Frage stehende AHV- bzw. sozialversicherungs-
rechtliche Streitigkeit eng mit der steuerrechtlichen Angelegenheit ver-
bunden ist, weshalb sich die Bevollmächtigung im vorliegenden Verfahren
als rechtsgültig erweist,
dass vorliegend über die Kostenverlegung im Verfahren C-6417/2009 neu
zu befinden ist,
dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei
von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwach-
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sene notwendige und verhältnismässige hohe Kosten zuzusprechen kann
(Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das
Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] und Art. 7 Abs. 1 des Regle-
ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor
dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass die Parteientschädigung bei einem teilweisen Obsiegen entspre-
chend zu kürzen ist,
dass die Entschädigung primär der unterliegenden Partei im Rahmen
ihrer Leistungsfähigkeit auferlegt wird (vgl. Art. 64 Abs. 2 und 3 VwVG),
dass angesichts des bundesgerichtlichen Urteils und der Schwierigkeit
der Streitsache dem nichtanwaltlich berufsmässig vertretenen (vgl. Art. 9
Abs. 1 Bst. a VGKE) Beschwerdeführer als teilweise obsiegende Partei
eine reduzierte Parteientschädigung von gerundet Fr. 790.- (6 Std. à
Fr. 225.- und 19.4 Std. à Fr. 175.-, angerechnet zu einem Sechstel, ohne
Mehrwertsteuer [s. unten]) zu Lasten der Beigeladenen zuzusprechen ist,
dass für die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers infolge dessen
Wegzug nach Grossbritannien per Ende April 2007 keine Mehrwertsteuer
geschuldet ist (vgl. Art. 1 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 8 und 18 Abs. 1
des Mehrwertsteuergesetzes vom 12. Juni 2009 [MWSTG, SR 641.20]),
dass der anwaltlich vertretenen und teilweise obsiegenden Beigeladenen
in angemessener Berücksichtigung des aktenkundigen Aufwands zu Las-
ten der Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung zu fünf
Sechsteln von Fr. 1'570.- inkl. Mehrwertsteuer von 7.6% (für Aufwendun-
gen bis 31. Dezember 2010) bzw. von 8% (für Aufwendungen ab 1. Janu-
ar 2011) zuzusprechen ist,
dass die Vorinstanz keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (Art. 7
Abs. 3 VGKE),
dass für das vorliegende Verfahren C-6241/2012 gemäss Art. 85bis Abs. 2
AHVG keine Verfahrenskosten zu erheben sind,
dass der Beigeladenen die Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom
24. Januar 2013 zur Kenntnis zuzustellen ist (C-6241/2012 act. 3; ohne
Beilagen).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Dem Beschwerdeführer wird für das Verfahren C-6417/2009 eine Partei-
entschädigung von Fr. 790.- (exkl. MWST) zu Lasten der Beigeladenen
zugesprochen. Zu Lasten des Beschwerdeführers wird der Beigeladenen
im selben Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'570.- (inkl.
MWST) zugesprochen.
2.
Der Vorinstanz wird für das Verfahren C-6417/2009 keine Parteientschä-
digung ausgerichtet.
3.
Für das Verfahren C-6241/2012 werden keine Verfahrenskosten erhoben.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)
– die Beigeladene (Gerichtsurkunde; Beilage: Stellungnahme des Be-
schwerdeführers vom 24. Januar 2013 [ohne Beilagen]),
– das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Beat Weber Susanne Flückiger
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid
und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen
hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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