B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-6272/2017
Ur t e i l vom 2 1 . F e b r u a r 2 0 1 8
Besetzung
Einzelrichter Daniel Stufetti,
Gerichtsschreiberin Anna Wildt.
Parteien
B._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung,
Anspruch auf eine Invalidenrente, erstmalige Anmeldung,
Verfügung IVSTA vom 5. Oktober 2017.
C-6272/2017
Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA oder Vorinstanz) mit
Verfügung vom 5. Oktober 2017 das Begehren von B._______ (Beschwer-
deführer) auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung (IV)
abgewiesen hat (Akten im Beschwerdeverfahren [BVGer act.], Beilage zu
BVGer act. 1),
dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom 2. No-
vember 2017 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat (BVGer
act. 1),
dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern – wie hier – keine
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,
dass Verfügungen der IVSTA im Bereich von IV-Rentenansprüchen vor
dem Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind,
dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 9. Novem-
ber 2017 zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.– bis zum
11. Dezember 2017 aufgefordert wurde, mit der Androhung, bei nicht frist-
gemässer Bezahlung werde auf die Beschwerde nicht eingetreten (BVGer
act. 2),
dass diese Zwischenverfügung dem Beschwerdeführer am 18. Novem-
ber 2017 zugestellt wurde (BVGer act. 3),
dass gemäss Art. 21 Abs. 3 VwVG die Frist für die Zahlung eines Kosten-
vorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag rechtzeitig zu Gunsten der Be-
hörde der Schweizerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bank-
konto in der Schweiz belastet worden ist,
dass der einverlangte Kostenvorschuss am 12. Dezember 2017 bei der
Gerichtskasse eingegangen ist (BVGer act. 5),
dass der Kostenvorschuss vorliegend einen Tag nach Ablauf der angesetz-
ten Frist dem Konto des Gerichts gutgeschrieben wurde, woraus jedoch
noch nichts für die Verspätung der Vorschussleistung abzuleiten ist (vgl.
BGE 143 IV 5 E. 2.6; 139 II 364 E. 3.2), weshalb der Beschwerdeführer mit
C-6272/2017
Seite 3
Instruktionsverfügung vom 29. Januar 2018 aufgefordert wurde, die recht-
zeitige Vorschussleistung nachzuweisen (BVGer act. 11),
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Februar 2018 (Datum
Poststempel) eine Kopie des Zahlungsbelegs einreichte, welchem zu ent-
nehmen ist, dass der Betrag von Fr. 800.– gemäss Datum des Rundstem-
pels effektiv am 12. Dezember 2017 in der Schweiz am Schalter der Post-
stelle Arlesheim zugunsten des Bundesverwaltungsgerichts eingezahlt
wurde (BVGer act. 15),
dass eine E-Mail-Anfrage bei der Postfinance vom 15. Dezember 2017 er-
geben hat, dass der Kostenvorschuss am 12. Dezember 2017 bar einbe-
zahlt worden sei (BVGer act. 10),
dass demzufolge kein Zweifel daran besteht, dass der Vorschuss nicht in-
nert der gesetzten Frist geleistet wurde,
dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf
die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können,
wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als
unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen
(Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]),
dass im vorliegenden Fall auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu ver-
zichten ist,
dass der verspätet einbezahlte Kostenvorschuss dem Beschwerdeführer
zurückzuerstatten ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung zu-
zusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).
(Dispositiv nächste Seite)
C-6272/2017
Seite 4
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine
Parteientschädigung ausgerichtet.
3.
Der verspätet geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– wird dem Be-
schwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu-
rückerstattet.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage:
Formular Zahladresse)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Einschreiben)
– Das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Daniel Stufetti Anna Wildt
C-6272/2017
Seite 5
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe
der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-
den hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
Versand: